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Der Untertan

Es war ein kalter Tag im Februar und George W Bush, der selbsternannte Herrscher der Welt und nach eigenem Ermessen auch der einzig wahre Erbe von Alexander dem Großen schwebte in der miefigen Landeshauptstadt Mainz in Deutschland ein.
Bush war nicht ganz wohl und das lag nicht am Fliegen. Er wusste, dass ihn wieder Demonstranten erwarten werden und das mochte er nicht.
Er war ganz froh, dass er so etwas in den USA erfolgreich abwürgen konnte, denn das Volk kann einfach nicht wissen, was gut für das Volk ist.
Sein Prinzip war da ganz einfach, denn wenn es dem Präsidenten gut ging, konnte es dem Volk ja nicht schlechter gehen.
Daran glaubte er und so handelte er. Ihm ging es sehr gut und da konnte es den Amerikanern ja nicht schlecht gehen, war seine Rechnung.
Er hatte ja Saddam Hussein zur Strecke gebracht und dafür sollte ihm die Welt eigentlich zu Füßen liegen, aber die Deutschen waren eines der undankbaren Völker und es kam wie befürchtet.
Erst der rote Teppich an der Gangway und da waren sie, die lästigen Demonstranten und Bush trollte sich in Richtung Limousine, als es plötzlich geschah.
Ein Mann in Uniform rannte mit lautem Jubelgeschrei auf den Wagen des Präsidenten zu und wedelte heftig mit einem amerikanischem Fähnchen.
Bush erkannte darin einen Fan und war für einen Augenblick lang glücklich, aber seine Sicherheitsleute reagierten wie gewohnt, stürzten sich auf den jubelnden Mann und nahmen in Gewahrsam. Bush bemerkte nur noch, dass der Mann bei seinem Anblick heftig sabberte und fühlte sich geschmeichelt.
Im wagen erkundigte er sich gleich, denn ein Fan war ihm wichtig bei soviel Ablehnung. Das war auch einer der Gründe, warum er in Deutschland zuerst das Land besuchte und danach die Hauptstadt, denn auf dem Land fand er auch zuhause in den USA die meisten Gleichgesinnten.
Der Mann wollte ihn eigentlich nur bejubeln, sagten ihm seine Sicherheitsleute und nach seinem Bundeswehrausweis war es ein ehemaliger Fallschirmspringer, der Simon Hesslich hieß, lebte in einem Dorf in Rheinland Pfalz und einem virtuellen Staat im Internet und außer einigen Kilo Gleitgel hatte er nichts Ungewöhnliches dabei. Das war zwar recht ungewöhnlich, auch für Europa und Deutschland, beutete keine ernsthafte Gefahr für das Leben des Präsidenten und der Mann durfte gehen. Bush kam der Name Hesslich bekannt vor und seine Berater klärten ihn auf. Es war Diederich Hessling, der im Roman von Heinrich Mann seinem König auf den Pelz rückte, um ihn zu bejubeln.
George W Bush war schwer beeindruckt und fragte seinen Sicherheitschef weiter nach diesem Mann. Der sagte, dass der nur im deutschen Internet ein Risiko sei und dort ein blaues.
Nur die Antwort auf die Frage, was der denn mit dem Gleitgel wollte, missfiel Bush ganz außerordentlich.
Denn dieser Fan wollte sich rektal bei ihm einrichten und dort dann leben und ihn preisen.
Bush war sauer und entsetzt, denn auch einen Fan hätte er lieber auf Distanz und nicht in seinem Rektum, da hatte er in seinem Alter ohnehin schon seine Beschwerden und außerdem hatte er schon Tony Blair und diese Merkel im Arsch, die da kaum noch Platz ließ und noch ein Fan dort war selbst Bush zuviel. Irgendwie bewunderten ihn immer nur die Umnachteten...
Dann doch lieber Berlin und lieber Demonstranten, die nicht so nah heranwollen, wie dieser Fan!