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Der Versuch einer Musikkritik

Mir hat ein sehr junger Freund, den ich bei GIGA kennen gelernt habe, er heißt Daniel, ist 14(!) und macht doch tatsächlich selbst Musik, einen Künstler ans Herz gelegt, den ich alter Zopf, der noch dazu seit Anfang der Achtziger bei einem Orchester arbeitet, absolut nicht kannte. Ben Folds heißt der Musiker, spielt virtuos Klavier und singt mit einer recht angenehmen Stimme dazu. Ich wollte zum Reinhören eine Best Of, aber da es so was bei Folds nicht gibt, empfahl mir Daniel ein Livealbum, Ben Folds Live, ich forschte nach, weil es selbst die Läden im großen Berlin nicht hatten und fand mich auf Amazon.com wieder. 19 Steine und die CD gehörte mir. Diese hat es in sich. Kein Lärm, wie er heute allzu gerne aus den Lautsprechern meiner Anlage kommt, wenn ich denn das Radio mal anhabe und die Anlage auch geht. Eine wirklich schöne Musik, um diese Plattitüde mal zu benutzen. Klavierpassagen, die wirklich Federleicht über die Lautsprecher kommen, aber mörderisch schwer zu spielen sind. Ich hab das mal versucht und mir fast die Hand gebrochen. Dazu ein Gesang, für einen Mann geradezu unanständig hell und schön. Kurz, eine Musik zum entspannen. Alles in Allem eine Musik, die so gar nicht in das Jahr 2002 passte, sie ist einfach zu gut. Die Musik der Rolling Stones ist auch gut, nur kann man bei Satisfaction und Streetfighting Man dann doch nicht wirklich entspannen. Es ist eben Rock pur. Ben Folds hingegen ist eher eine Art Konstantin Wecker mit besserer Stimme und sicher auch mit weniger Koks. Im Englischen kommt er Chris Rea sehr nahe, nur eben mit Flügel anstatt der Gitarre. Die Musik ist nicht Aufdringlich und versteht es, zu Plätschern, ohne das man dabei und danach ein schlechtes Gewissen bekommt, weil man seine Zeit verplempert hat. man hat einfach nur ein gutes Gefühl und fühlt sich wohl. Das letzte Mal, das ich mich Ähnlich fühlte, war bei Stings Soloalbum „The Dream Of the Blue Turtles“. Nur hatte Sting immer wieder Botschaften in seinen Songs. Bei Ben Folds fühlt man sich einfach nur wohl. Was mich erstaunt, ist nicht nur die Tatsache, das es solche Musik gibt, sondern das es sie jetzt, 2002, noch gibt und sie mir von einem Jungen empfohlen wurde, der mit 14 dann doch eher zur Zielgruppe des musikalischen Schrotts, wie No Angels und Bro’Sis gehören sollte. Ich tu mir jetzt eine zweite CD von Ben Folds an, eine Studioaufnahme, die nach eigenem Bekunden, sie heißt Rocking in the Surburbs etwas rockiger klingt. Der erste Titel gefällt schon mal, also auch das ein guter Kauf. Danke Daniel. Bist eben doch eine Ausnahme. :)