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Der Zwieback nach der Torte

Es war Kinotag und ich redete Torsten einen Film ein, der nach einer recht guten Serie aus den Siebzigern gemacht sein soll, nach Starsky und Hutch. Nur was uns dann aus dem Hause Disney geboten wurde, war ein Film für Kinder und grenzdebile Idioten mit dem IQ einer Bettpfanne. Etwas von Beidem muss im Publikum gesessen haben, denn es wurde tatsächlich an Stellen gelacht, die definitiv nichtmal im Ansatz lustig waren. Wir kamen uns vor, wie in einer schlechten, amerikanischen Sitcom, wo auch jeder Lacher an den unsinnigsten Stellen vom Band kommt. Der Film hatte insofern Pech, das wir beide die Siebziger ja erlebt hatten und ich aus der Frontstadt Berlin nun auch noch das Original aus dem Fernsehen kannte, denn damals waren ZDF und ARD noch mutig und sendeten nicht ausschließlich für Senioren.
Die Serie damals war recht spannend, schnell und witzig. Der Film hingegen wirkt nur verkrampft und bemüht und sehr schlecht recherchiert. Die Musik war aus dieser Zeit, aber meist nur saumäßig nachgespielt und einzig der Ford von Starsky war authentisch. Die Prügelei in einer Diskothek von damals lieferte eher das Feeling einer Transvestitenschlägerei a la Zoolander, wo ja Owen Wilson auch schon seine Erfahrungen hatte. Überhaupt wirkte das Schauspiel der beiden Akteure unter aller Sau, wenn man bedenkt, dass sie schon mit solchen Größen wie Jack Nicholson und Robert de Niro zusammengearbeitet haben.
Auch die Besetzung des damals noch coolen Informanten und Spitzels Huggie Bear aus den Siebzigern durch den nur cool sein wollenden Rapper Snoop Dogg aus dem neuen Jahrtausend ist auch mehr als nur misslungen. Das Owen und Stiller da nur eine Rolle spielten, merkt man spätestens am Ende des Films, bei einem Kurzauftritt der „echten“ Darsteller von Starsky und Hutch, die zwar 30 Jahre älter geworden sind, aber damals diese Rollen jede Woche im Fernsehen gelebt und sich dabei auch mörderisch gezofft haben. Stiller und Owen sind eben „nur“ Komiker einer anderen Generation und wenn nicht ein Wunder geschieht, werden sie das auch bleiben. Unsere letzten Kinogänge haben mit dem finalen dritten Teil von Herr der Ringe und der kleine Komödie Bad Boys 2 auch ziemliche Maßstäbe gesetzt, die so leicht kein Film mehr erreichen wird und da war Starsky and Hutch eben nur so was wie der Zwieback, den man nach einer Sahnetorte herunterwürgt, denn da war auch das Publikum ein wenig anspruchsvoller und lachte nicht wie auf Befehl.
Den Kinofilm Starsky and Hutch sollte man sich nur ansehen, wenn man völlig Anspruchslos ist und auch das Original nicht kennt, oder Beides. Mein Freund und Begleiter, wir haben uns, vom Schlachtengetümmel in Herr der Ringe beeindruckt, demnächst für einen Film über eine historische Massenkeilerei, für den Film „Troja“ mit Brad Pitt entschieden. Der kann eigentlich nur besser sein, als der Trash mit Starsky und Hutch.