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Der dritte Grindhouse Film



Machete, mit Danny Trejo, der 2008 eigentlich als Fake Trailer zum Horror-Thriller-Double Feature Grindhouse gemeint war, wurde auf Druck der Fans 2010 dann doch zum eigenen Film von Robert Rodriguez mit Danny Trejo. Der Film ist nichts für sensible Gemüter, denn er ist ein echter Rodriguez, bei dem in den ersten fünf Minuten schon literweise Kunstblut fließt und abgehackte Körperteile durch die Gegend fliegen.
Der Film hat sogar eine politische Botschaft, die aber nicht langweilig politisch korrekt ist, sondern blutig und damit sehr unterhaltend. Robert Rodriguez hat Namen zusammengeholt, die jeder kennt, der mehr als drei Filme gesehen hat.
Robert de Niro als finsterer, korrupter und rassistischer Senator, der die Grenze zu Mexiko so dicht machen will wie die Berliner Mauer, Jeff Fahey als sein bösartiger Berater, Steven Seagal als Drogenbaron und Don Johnson als Anführer der Bürgerwehr, Lindsay Lohan und Jessica Alba. Viele Schauspieler, die ihren Zenit schon überschritten haben, die aber dem Film von Rodriguez eine gewisse Note verleihen.
Auch ein paar Schauspieler mit mexikanischem Hintergrund, wie Cheech Marin und Michelle Rodríguez verliehen dem Film ein großes Maß an Authentizität und das ist in diesem Fall die nackte Gewalt, die sich täglich an dieser Grenze so oder wenigstens so ähnlich abspielt. Nachdem Machete von den Gehilfen des Senators in eine Falle gelockt worden ist und es Tote auf der Seite seiner Freunde gab, sinnt er auf Rache und die fällt erwartungsgemäß recht blutig aus.
Machete findet Gleichgesinnte, die sich das Netzwerk nennen und die den Einwanderern aus Mexiko helfen. So kommt es am Ende auch zu einem Showdown, der fast in einem kleinen Krieg mündet. Machete ist ein Film, der durchaus einen Gang ins Kino gelohnt hätte, aber meine Freundin und Begleiterin war noch von Robert Rodriguez Planet Terror ziemlich bedient. Sie ist eben auch nur eine Frau und Rodriguez macht seine Filme nun mal nicht für Frauen.
Aber Machete ist Kult und einer der wenigen Höhepunkte im mageren Kinojahr 2010 und das Kinojahr 2011 wird noch übler. Schlümpfe, Gartenzwerge und jede Menge Schmonzetten, da ist es gut, einen Film wie Machete im Regal zu haben, der bei mir locker 10/10 auf der persönlichen Wertung erreichte. Es wäre auch der bessere zweite Film beim Double Feature von Grindhouse gewesen, denn Death Proof von Tarantino wirkt dagegen wie eine Seifenoper. Ansonsten erfreut Machete noch durch ein Wendecover, mit dem die optische Vergewaltigung durch die riesigen Logos verschwindet.




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