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Der lange Arm der Waffenlobby

Was haben wir Europäer und besonders wir Deutschen, gestaunt und uns sehr sicher gefühlt, als uns Michael Moore 2002 mit seinem engagierten Dokumentarfilm „Bowling for Columbine“ den Waffenwahn der Amerikaner näher und schließlich als DVD in die Wohnzimmer brachte.
Einen Fanatiker wie Charlton Heston, der sich die Waffe erst aus den „kalten Händen“ reißen lassen würde, könne es in Deutschland ja gar nicht geben, weil die entsprechenden Waffengesetze ja viel zu rigoros sind und solcherlei Unsinn zu verhindern wissen. Was für ein naiver Glaube!
Ich habe es früher schon erlebt, wie Kinder von Berufssoldaten, egal, ob nun NVA oder Bundeswehr, sich als große Waffennarren geoutet haben und damit ihre Umwelt nervten. Nur früher und zu meiner Zeit in der DDR waren Waffen tatsächlich verboten und schon ihr Besitz wurde hart bestraft. Um es klarzustellen, ich jede nicht von Förstern und Jägern und deren Flinten, die damit für Ordnung im Wildbestand sorgen, falls die Natur das alleine mal wieder nicht schafft und es plötzlich zu viele Füchse gibt, die dann im Hühnerstall nach Nahrung sehen müssen, weil es zuwenig jagdbare Hasen für sie gibt. Dann sorgen Jäger mit ihren Flinten wieder für ein Gleichgewicht in der Natur. Die Waffen, von denen ich rede, sind Waffen, die sich ausschließlich gegen Menschen richten und zur Jagd gar nicht taugen. Ich meine die so genannten Faustfeuerwaffen, also der Überbegriff für Pistolen, Revolver oder gar die automatischen Maschinenpistolen, die sich eigentlich nur dadurch auszeichnen, dass sie Menschen noch schneller und barbarischer umbringen können. Ich persönlich habe eine starke Aversion gegen jede Art dieser Waffen und vor allem habe ich eine Abneigung gegen Leute, die so etwas nutzen oder auch nur sammeln wollen. Wie sehr solche Sammelei nach hinten und damit in die Hose gehen kann, dass zeigt der Amoklauf von Erfurt im April 2002. der Amokläufer war auch ein „Sammler“ und eingetragenes Mitglied in einem Schützenverein und hatte so auch ganz legal einen Waffenschein, mit dem er, auch ganz legal, an jede Waffe kommen konnte. Im Osten, zu den Zeiten der DDR war es ziemlich unmöglich, legal an eine Waffe zu kommen. Selbst die Volkspolizisten hatten nur eine, genau wie die Offiziere der NVA nur eine Dienstwaffe hatten. Erst als die „ruhmreiche Rote Armee“ nach 1990 den Osten Deutschlands verlassen musste, wurde dieses Deutschland von alten russischen Waffen der Marken Kalaschnikow und Makarow ziemlich überschwemmt, denn die vorbildlichen „Rotarmisten“ haben noch schnell alles zu (West)Geld gemacht, was sie entbehren konnten und ihre Waffen konnten sie als werdende Zivilisten ganz gut entbehren. Es gab dann einen munteren Schwarzmarkt für Waffen, aber Waffenfetischisten, die auch zuhause aufgerüstet hatten, kannte ich noch immer keinen und war auch gar nicht scharf darauf. Einen Fetischisten, der auch zuhause aufgerüstet und da Waffen hat, der begegnete mir, zum Glück aber auch nur virtuell, Jahre später im Internet. In einem Forum, welches eigentlich für Leute gedacht war, die viel und gerne schreiben, hockte ein Herr G, der im zarten Alter von 29 Jahren auf seiner HP dafür warb, dass er in Sachen „Friedenspolitik, Demokratisierung und Konfliktbewältigung“ in der Welt und da vornehmlich in der dritten Welt unterwegs gewesen ist, um ihnen Demokratie beizubiegen. Er muss so eine Art Spezialdemokrat sein, der in einem spezialdemokratischen Forum, in Nensch in Sachen Meinungsunterdrückung ziemlich aktiv ist. Vornehmlich bei mir, der jede Art von Waffen hasst und nun zeigte sich der Grund dafür. Ich hasse Waffen und Herr G sammelt diese und bot als großen Einfall dem Forum doch tatsächlich einen Test einer Pistole an, als hätte er einen neuen Toaster getestet und kein Mordinstrument, über das in der Regel kein normaler Haushalt verfügt.
Ich war ja geknebelt und durch eine sehr bizarre Technik meine Kommentare auch versteckt und so konnte ich nur zusehen, wie aber auch kein Mitglied dieses angeblichen Literaturforums auf die Barrikaden ging und die Lobpreisung dieser Waffe von vorneherein verweigert hatte. Nein, dieser suspekte Beitrag wurde sogar auf die Titelseite des Forums gewählt, damit auch wirklich jeder die Präferenzen dieses Forums liegen. Man wolle über Waffen und ihre Wirkung in den falschen Händen reden, so die allgemeine Ausrede, aber keiner fragte nach den Opfern, die es durch die Waffen gibt, sondern alle redeten über den Beitrag zur Waffe selbst. Eine größere Heuchelei habe selbst ich nicht erlebt. Für mich hat sich damit auch dieses Forum erledigt, denn es ist nur bewiesene Mittelmäßigkeit und wo Waffenfetischisten das Sagen haben, fühle ich mich ohnehin nicht wohl.
Mir ist ja eigentlich auch so schon klar, dass es einen reaktionären Trend in die zum Glück sehr vergangenen Zeiten gibt, aber mir war unklar. Dass da jeder mitmachen muss, der sich gestern noch demokratisch geschimpft hat. Michael Moore würde hier zwar kein europäisches, deutsches Columbine finden, ein Erfurt würde ihm sicher reichen, aber er würde mitbekommen, wie es auch hier im alten Europa Menschen gibt, die ihr mangelhaftes Ego mit privater Aufrüstung auszugleichen versuchen und alleine das wäre schon erschreckend genug. Die Waffenlobby dieser Welt findet eben überall ihre Charlton Hestons, die sich die Waffen nur aus den toten, kalten Händen nehmen lassen. Einer davon spielt gerade den interessierten Demokraten im Forum Nensch !
Nur ein Leben bei der Armee verbringen und ganz legal mit Waffen spielen, wollte von den Waffenfetischisten, die mir so begegnet sind, dann auch keiner. Sie blieben lieber Zivilisten, die ihrer zivilen Umwellt mit ihrem Knarrenwahn gehörig auf den Kranz gehen!
Lebenslang Armee, das ist auch diesen Fetischisten zu unbequem...


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