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Der reale Horror

Während man sich Anfang der Neunziger in den deutschen Kinos angemessen beim edlen Kannibalen Hannibal Lecter, einzigartig dargestellt von Antony Hopkins in „Schweigen der Lämmer“ gruselte, fand in den USA ein Prozess gegen einen echten, den „Kannibalen von Milwaukee“, Jeffrey Dahmer statt. Gegen Jeffrey Dahmer wirkte der edle und gebildete Hannibal Lecter so gefährlich wie eine Kinderkrankenschwester.
Ein gewisser Jeffrey Dahmer sprach in Milwaukee USA seit 1978 junge Männer an, lockte sie zu sich nach Hause, betäubte sie und verging sich an ihnen, bevor oder nachdem er sie ermordet hatte und zerlegte sie danach. Bis Jeffrey Dahmer 1992 zu 957 Jahren Haft verurteilt wurde, hatte er zwischen 1978 und 1991 in seiner Wohnung im amerikanischen Milwaukee 17 Männer zerlegt.
Hollywood wäre nicht Hollywood, wenn es nicht auch daraus einen Film gemacht hätte und den habe ich nun auf DVD mit einem Jeremy Renner in der Hauptrolle, der aber eine ganz ordentliche und überzeugende Leistung abliefert.
Man kauft ihm den Triebgesteuerten Jeffrey Dahmer ohne weiteres ab. Der Film springt in Rückblenden hin und her, aber man kann folgen. Dahmer hat sich aber nicht damit begnügt, seine Opfer zu missbrauchen und zu töten, nein, er hat sie sogar gegessen, wie ein Polizeibericht aus dem Internet beweist:

„Die Leiche liegt im Schlafzimmer. Und im Wohnzimmer. Der Schädel lagert im Kühlschrank. Der Kopf hat ein Loch, in das jemand Säure hineingekippt hat. Der junge Mann wurde zersägt, ausgeweidet und teilweise aufgegessen. Was ein Mensch aus Fleisch und Blut war, ist jetzt nur noch Fleisch und Blut – vor allem Blut.
Heute Morgen noch hatte er die Sonne aufgehen sehen und einen ganz normalen Tag in Angriff genommen, bevor er dem Tod begegnete.
Der Tod saß in einer Bar und hieß Jeffrey Dahmer. Nach einer gemeinsamen Zecherei nahm Dahmer ihn zum Videogucken mit in seine Wohnung. Die letzten Stunden des jungen Mannes verschwinden in einem dunklen Loch des nicht Schilderbahren. Bis Jeffrey Dahmer 1992 zu 957 Jahren Haft verurteilt wurde, hatte er zwischen 1978 und 1991 in seiner Wohnung im amerikanischen Milwaukee 17 Männer zerlegt."

Der Film kommt trotz der FSK 18 mit erstaunlich wenig Blut aus, aber der Horror ist trotzdem allgegenwärtig. Diese blutigen Szenen werden aber wirklich widerlich, wenn man sich ins Gedächnis ruft, dass er nicht völlig frei erfunden ist, sondern auf Tatsachen basiert. Man fragt sich auch automatisch, was mit einem Land los ist, das solche Monster wie Aileen Wuornos, Ted Bundy und Jeffrey Dahmer hervorbringt. Über das Treiben dieser Drei habe ich zumindest die Filme.
Nur das soll es dann auch gewesen sein und für weiteren realen Horror mache ich dann einfach die Nachrichten an, denn mittlerweile ist auch Deutschland auf dem besten Weg, eine Brutstätte solchen Horrors zu werden, wie allein die Fälle von der zwei Kinder Levke und Felix beweisen. Der Film “Dahmer“ hatte für mich erst einmal nur informativen Wert und erreichte trotz der Realitätsnähe eine Wertung von 5/10. Ein zweites Mal werde ich mir den aber nicht ansehen. Dann doch lieber den fiktiven Hannibal Lecter.
Für die Kommentarwütigen:
http://www.blog.de/main/index.php/filmtexte