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Der schwarze September 2001

WTC klein1
In wenigen Tagen jährt sich das Datum nun zum fünften Mal, das die Welt so nachhaltig verändert hat.
Im September 2001, ganz genau war es Dienstag, der 11. September, in Europa war schon Nachmittag und in den USA noch früher Morgen.
Ich war ja schon krank, ohne Arbeit, also saß ich eher gelangweilt vor dem Fernseher und gab mir auf dem damals noch existierenden NBC Europe das, was von der netten und unterhaltsamen Computer und Internetsendung GIGA noch übrig war, denn schon 2001 tendierte man da schon in Richtung Hausfrauenjournal mit Tieranteil und Kochrezepten und der dazugehörige, einst so beliebte Chat im Internet lag ja schon im Wachkoma und nur ein paar völlig Besessene ohne Leben umklammerten tapfer ihre, mit viel Gekrauche und Geschleime erworbenen virtuellen Titel.
Also jeden Grund, um gelangweilt vor dem Fernseher zu sitzen, denn auf anderen Sendern liefen auch nur öde Talkshows. Da kam gegen ca 16 Uhr von einem damaligen Freund aus dem Internet über das ICQ die Aufforderung mal unbedingt umzuschalten und den Sender zu wechseln. Da bei GIGA ohnehin nichts zu versäumen war, tat ich wie gewünscht und sah das Unfassbare.
Auf allen Sendern, außer eben NBC Europe mit GIGA war zu sehen, was jeder bis dahin für absolut unmöglich gehalten hat. Das WTC, also das Welthandelszentrum in New York, dem wirtschaftlichen herz der USA, wurde von großen Passagierflugzeugen angesteuert, gerammt, stand dann in Flammen, brach zuletzt in sich zusammen und war dann plötzlich Geschichte.
Es sah aus, wie in einem inszeniertem Actionfilm, aber war brutale Realität. Es war eine Situation, wie man sie in 40 Jahren kalter Krieg jede Minute befürchtet hatte, eine der wichtigsten Städte der USA stand in Rauch und Flammen und alle Menschen, die das am Fernseher sahen, dachten sofort an den dritten Weltkrieg, der da losgebrochen zu sein schien.
Alle Sender änderten ihr Programm, die Musiksender VIVA und MTV Europe stellten das Programm sogar ganz ein. Nur NBC Europe, ein Ableger des amerikanischen Medienkonzerns NBC Universal in New York hatte seine Jugendsendung GIGA zu laufen und die lief und lief und nahm auch diverse wütende Mails seiner Zuschauer nicht zur Kenntnis, denn die wollten sich ja alle nur wichtig machen und soviel Realität war in der Sendung ohnehin noch nicht geplant und man war mit ihr schlicht überfordert.
Derweil ging das Grauen auf allen anderen Sendern weiter, die Türme des WTC brannten und fielen schließlich nacheinander in sich zusammen. Es war Bilder des Schreckens, das sich jedem ins Hirn brannten, der sie über die Medien oder vor Ort gesehen hatten. George W. Bush, der Präsident der USA reagierte ähnlich wie NBC GIGA und machte erstmal gar nichts und machte stur seine Wahlkampftour bei ein paar Erstklässlern (!) in Florida weiter, ein Zustand politischen Autismus, der seine ganze Legislatur kennzeichnete, wie der amerikanische Autor und Journalist Michael Moore dann sehr treffend beschrieb.
Die ganze Welt, die das alles am Fernseher beobachtet hatte, bekam Angst und dachte an den Beginn des so lange gefürchteten dritten Weltkriegs. Die ganze Welt? Nein, die nicht unbedingt siegreichen Krieger von GIGA im Dorf der Düssel widerstanden tapfer jedem logischen Gedanken, der Angst und machten weiter, als ob nichts wäre. Auch Bush, der Häuptling der USA schien sich keine große Sorge zu machen, denn er schien informiert. Etwas später allerdings, dass WTC lag schon in Schutt und Asche, wurde Bush hyperaktiv, verfiel in blinden Aktionismus, erklärte einen afghanischen Bergtroll mit dem lustigen Namen Osama Bin Laden zum einzig wahren Übeltuer und Schuldigen und beglückte die Welt mit solch Begriffen, wie „Schurkenstaaten“ und „Achse des Bösen“ und erklärte persönlich dem Terror den Krieg und schränkte mit dem „Patriot Act“ gleich auch mal die Rechte seiner Bürger ein und hatte so gleich eine Art Ermächtigungsgesetz für sich.
Bin Laden mochte die USA nicht, aber er mochte die 25 Millionen Dollar, die er noch im Sommer von der CIA für den Kampf gegen die Taliban von den USA bekommen hatte und einfach mal zweckentfremdete.
Bush ließ Afghanistan in der Hoffnung bombardieren, Bin Laden damit zu treffen und seine Legislatur als amerikanischer Held zu beenden, der die 3000 Toten vom WTC gerächt hat.
Nur so richtiger Erfolg wollte sich nicht einstellen und Bin Laden blieb verschwunden.
So wurde Herr Bush übermütig und erklärte dem, am 11.09. völlig unschuldigen Irak 2003 den Krieg, fiel dort mit regulären Truppen ein und dichtete dazu dem, sicher nicht freundlichem, aber am Überfall vom 11.09. doch ziemlich unschuldigen, irakischen Diktator Saddam Hussein gleich jede Menge Massenvernichtungswaffen an, damit Bush das machen konnte, was sein debiler Vater in der Eile 19991 vergessen hatte, Saddam Hussein zu entmachten.
Nur hatte aber selbst so ein harter Hund wie Saddam Hussein genauso viele Massenvernichtungswaffen, wie der Papst Lockenwickler und so wurde nach dem Überfall durch die Amerikaner das außenpolitisch sonst eher ruhige Land Irak tatsächlich ein Hort für Terroristen.
Die wollten allerdings nur die Amerikaner loswerden und wer sonst so ihr Land besetzte und so schickten sie ihre Attentäter mit dem Versprechen der 72 Jungfrauen, die auf sie im Paradies warten und für die auch und gerade arabische Männer alles tun, dann auf Terrortournee nach Spanien und nach Großbritannien, die beide Bush nur allzu willig in den Krieg gefolgt sind.
Wäre es damals nach einer Frau Merkel gegangen, hätte Deutschland bei dem Abenteuer mitgemacht und auch Terrortouristen aus dem Irak zu Besuch gehabt. Nur hatte die zum Glück damals noch nichts zu sagen gehabt, denn sonst wären viele Hartz IV Empfänger und andere Arbeitslose schon damals mit einem Programm der Marke Merkel entsorgt worden. Dafür juckt es sie nun umso mehr in den Fingern und sie glaubt tatsächlich, mit etwas Seeblockade und Kanonenbootdiplomatie vor den Küsten von Libanon und Syrien den Konflikt zwischen Israeli und Arabern zu klären, der schon einige Jahrzehnte und sogar Jahrtausende anhält. Eventuelle Verluste an deutschen Soldaten nimmt sie dafür wild argumentierend und kalt lächelnd und genauso in Kauf, wie Einwände und Bedenken von Opposition und Bevölkerung. In der Zwischenzeit geht im Irak das Drama, das Bush Außenpolitik und Kampf gegen den Terror nennt, weiter, hat schon über 2500 amerikanische Soldaten das Leben und noch viel mehr die Gesundheit gekostet hat weiter, aber ein Osama Bin Laden, der ja an sich mal gefangen und zur Rechenschaft werden sollte, mit den Millionen von der CIA in eine Schweizer Schönheitsklinik und lässt sein Gesicht rasieren und auf Merkel operieren, denn so fällt er am Wenigsten auf, denn Bush hat sich in seiner späten Midlifecrisis ja in die Frau verguckt, fasst sie auch mal gerne mal an und darauf steht auch Osama.
Egal wie, er wurde 2001 von Präsident Bush, seiner Administration und der CIA als Hauptschuldiger präsentiert und das Land mit dem größten Geheimdienst und der größten und modernsten Armee der Welt war noch nicht in der Lage, diesen einen Mann zu fassen. Das, über 2500 tote Soldaten im Irak und noch ein paar andere ungeklärte Fragen lassen einen gewissen Unmut in der amerikanischen Bevölkerung aufkommen, die solche Abenteuer ja mit Geld und dem Blut ihrer Söhne bezahlt. Das wiederum lässt dann wieder Raum für wüste Spekulationen, was die Frage der Schuld angeht und genau damit beschäftigt sich der zweite Film unter diesem Text.
Er heißt „Loose Change“ und ist deutsch untertitelt. Das Drama vom 11. September und die Schuldigen daran werden allerdings genauso lange ein Rätsel bleiben, wie der Mord an Kennedy, der ja auch nach über 40 Jahren noch nicht befriedigend aufgeklärt ist. Wer die Zeit hat, sollte sich den Film geben. Die Sendung GIGA und der wichtigste Teil ihres Internetauftritts ist übrigens den Weg des WTC und den Weg alles Irdischen gegangen. Nur hatte das weniger mit Bomben, als vielmehr mit der Unfähigkeit von Verantwortlichen zu tun und da ist dann die Parallele zu Bush. Wer sich den Film ansieht und Zweifel hat, sollte sich immer das Qui Bono, Wem nutzt es? stellen. Denn kein noch so kriegerischer moslemischer Staat hat Gewinn dadurch, dass die USA ihre Truppen schicken und das Land besetzen. Die amerikanische Waffenindustrie ist dagegen ziemlich interessiert daran, zu erfahren, wie ihre Waffen im Einsatz funktionieren.





loose change 2



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