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Deutschland sucht den Superstar

Das ist eine weitere Glanzleistung, mit der der Privatsender RTL nach der Quote greifen will. Mit einer Jury, in der das „Musikgenie“ der Achtziger, Dieter Bohlen den Vorsitz hat, soll für eine gewisse Qualität gesorgt sein. Folgerichtig machen sich auch alle nur möglichen Sorten jugendlicher Menschen in einem Anfall von Masochismus vor Bohlen & Co. zum Affen und krähen irgendwelche Lieder, die sie beliebig aus den Charts gepflückt haben, also Sicherheitshalber nichts Eigenes. So ist auch bei den falschesten Tönen ein gewisser Wiedererkennungswert gesichert. Wie immer interessanter, als diese Veranstaltung selbst, ist deren sozialer Hintergrund. Was treibt junge Menschen dazu, sich vor einem geschätzten Millionenpublikum derartig zu prostituieren? Der Weltwirtschaft geht’s schlecht, Deutschland liegt wirtschaftlich am Boden und sehr zum Leidwesen des Kanzlers will die Zahl der Arbeitslosen ganz einfach nicht sinken und die Zahl der Ausbildungsplätze tendiert weiter in Richtung der Anzahl der Sonnenbänke in der Sahara. Junge Menschen wissen um diesen traurigen Fakt und suchen sich eben Alternativen. Da ist ein Dreiminütiges Kasperspiel vor der Bohlenclique eben einfacher und Chancenreicher, als Jahrelang Bewerbungsschreiben in die Ausbildungsplatzmässige Leere deutscher Personalbüros zu schicken und auf Wunder zu hoffen. Godvather Bohlen hockt mit seinen Mitjuristen da und entscheidet mit einem Runzeln der Augenbrauen und einer flapsigen Bemerkung so ziemlich allein über das Weiterkommen der sich Mühenden in Richtung Superstar. Wobei meines Erachtens der Bedarf mit deutschen Superstars mit Sängern, wie Westernhagen, Niedecken, Grönemeyer und Nena eigentlich absolut gedeckt ist. Dann gibt es ja noch andere Kunstprodukte aus Fernsehlabors, wie die No Angels und Bro’sis, die eigentlich jetzt schon genug die Radio und Fernsehkanäle verstopfen. Man sollte erstmal deren Halbwertzeit abwarten, bevor man noch mehr solcher Gestalten auf die jetzt schon musikalisch leidende Welt loslässt. Ich für meinen Teil bevorzuge sowieso eher Nichtdeutsche Sangeskünstler, die aber dafür Stimmen und Instrumente auch beherrschen! Das die lärmenden Kinder auf RTL, sie sich schon sehr sichtbar in zwei Kategorien, sehr sympathisch bis einfach nur nervig , teilen lassen, noch einen weiten Weg haben werden, bis sie sich mit einem gewissen Recht Musiker oder gar Superstar nennen dürfen, is meines Erachtens noch ein sehr weiter Weg. Zumal Herrn Bohlen deutlich anzumerken ist, das zumindest bei den weiblichen Teilnehmern, die eine oder andere Entscheidung in der Tiefe seiner Hose gefällt wurde. Ich glaube nicht, das Deutschland seinen Superstar auf die Weise finden wird.