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Deutschlands Beste

Mit diesem ungemein spannendem Motto versucht nun auch das ZDF Deutschlands Altenheime vor die Fernseher und an die Telefone zu zerren. Die Idee an sich klingt ja nichtmal schlecht, nur bekommt man das kalte Grauen, wenn man sieht, wen das ZDF so alles zur Wahl als „Beste“ anbietet. Diese öffentlich/rechtliche Fernsehkloake, die dafür ja noch satte Gebühren kassiert, wirft jede halbwegs bekannte Schauspielerlarve in einen Topf mit Goethe, Schiller und Heinrich Heine.
Sogar der Österreicher Wolfgang Amadeus Mozart wird kurzerhand eingedeutscht, wie man das aus der dunklen Geschichte Deutschlands von 1938 noch kennt. Die Trümmerfrauen, die den Mist danach aufräumen mussten, kamen nur mit etwas Mühe in diese Wahl. Aber wie ganz selbstverständlich wurden der Hormongesteuerte Sportmillionär Boris Becker und der genauso triebige Dieter Bohlen auf die Auswahlliste der Besten Deutschlands gestellt. Heine und Co. dürften in ihren Gräbern das Rotationsprinzip entdeckt haben. Bohlen gegen Wagner, da müssten einige Fußnägel am Rollen sein, aber das ZDF schiebt die Scheuklappe noch fester an und lässt Vergleiche zu, die ihresgleichen nur in Comedyshows haben.
Der famose Johann Sebastian Bach wird auf eine Stufe gestellt mit irgendwelchen Fußballern, die tatsächlich mal ein Tor trafen, Kati Witt und Heidi Kabel. Ich mag die „Toten Hosen“ eigentlich ganz gerne, aber sie sind genauso wenig „Deutschlands Beste“, wie Peter Kraus, ein Rudi Völler oder der Schlagerfuzzi Roy Black.
Bleibendes in Deutschland bewegt haben die alle nicht. Dann doch schon eher ein Albert Einstein, Robert Koch, ein Alexander von Humboldt und ein Willy Brandt, der mit seiner Ostpolitik den eigentlich Grundstein zur Deutschen Einheit gelegt hatte. Kohl fuhr dann nur noch die Ernte ein. Dann auch noch den schwarzbraunen Barden Heino zur Wahl zu stellen, hätte meinem Stiefvater gefallen, genau, wie Pattrick Lindner und den PUR-Sänger Hartmut Engler da hineinzustopfen, beweist eigentlich nur, das es mit der Phantasie der Deutschen beim ZDF ziemlich schlecht bestellt ist.
Harald Schmidt hat die Late Night Show erfolgreich eingedeutscht, das würde zumindest seinen Platz bei den Nominierten glaubhaft erklären. Um so Rätselhafter ist es, das er auf Platz 41 bei „Deutschlands Besten“ gewählt wurde und Küblböck, diese minderjährige Castingpflanze ohne Vita und Ausstrahlung auf Platz 17. begreife wer die Deutschen und ihr ZDF!
Genscher hat die Ausreisewahnsinnigen 1989 aus der Prager Botschaft geholt und damit ist ihm ein Platz in der Geschichte eigentlich erstmal gesichert.
Ein völliges Eigentor für das ZDF, Deutschlands Beste hauptsächlich in den Medien und im Sport der letzten 40 Jahre zu suchen und gelegentlich ein paar Wissenschaftler und Politiker einzuflechten. Mit Eigentoren kennt das ZDF sich ja aus. Spätestens, als es herausgefunden haben wollte, das „La Paloma“ DER Superhit der Deutschen ist. Ich bin auf den Besten Deutschen nicht wirklich gespannt, weil ich da ähnlichen Mist wie „La Paloma“ vermute! Die Kampfemanze Alice Schwarzer als beste „lebende“ Deutsche lässt mich Finsteres vermuten! Nun hat das ZDF doch noch die Kurve bekommen und der „beste Deutsche“ ist dann aber auch absolut unvermutet, der Nobelpreisträger Albert Einstein! Die Deutschen haben ausnahmsweise mal clever reagiert und das ganze Showbiz-Gesocks und die siebzig Millionen nominierter Sportler auf die Plätze verwiesen. Man hatte vielleicht noch den verunglückten „Jahrhunderthit der Deutschen“ in den Ohren! Man darf gespannt sein, was das ZDF als Nächstes anschleppt. „Deutschlands beste Schlechten“ wäre eine Idee und das ZDF hätte da sehr gute Chancen.