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Deutschpflicht auf dem Schulhof

Ich glaube, die Deutschen fühlen sich nicht richtig deutsch genug, wenn sie in Sachen Ausländer nicht hin und wieder eine neue Sau durch die deutschen Dörfer treiben können. So wird mit großem Medienspektakel über eine Berliner Schule berichtet, die wegen des sehr hohen Anteils junger Türken die Hausordnung geändert hat und nun Deutsch als Pflichtsprache beim Umgang auch und gerade auf dem Schulhof dieser Schule, um damit die Integration der jungen Türken zu fördern oder besser gesagt, über das Knie zu brechen. Nun gibt es aber auch seriöse Nachrichtensendungen und Politmagazine, die nicht nur über dieses Thema reden, sondern auch die betroffenen Jugendlichen an dieser Schule dazu befragt haben.
Da kam dann erstaunlicherweise bei raus, dass die Betroffenen nun nicht unbedingt dieselben Muselmanen sind, die 1683 vor Wien standen und dort Einlass begehrten, sondern die betroffenen jungen Menschen sind in der dritten oder sogar vierten Generation die Kinder der Gastarbeiter, die Westdeutschland geholt hat und die es mit aufgebaut haben und die im Fernsehen zumindest ein ziemlich perfektes Deutsch sprechen und damit dann auch kundtun, dass sie wissen, wie unsagbar wichtig ihre Deutschkentisse für ihr weiteres Leben und einen Beruf in Deutschland sind. Vollkommen blödsinnig wird diese Diskussion dann in den Foren des Internets, wo sich die jungen Türken in einem sehr gutem Deutsch gegen die aufdringlichen Belehrungen von volljährigen, rechten Jungbauern zur Wehr setzen müssen, die ihnen am liebsten Deutsch und Christentum überhelfen würden, nur um sich irgendwie wichtig zu machen. Jungbauern, die selbst gerne mal in englisches Gestammel verfallen, wenn ihnen die deutschen Argumente ausgehen und damit ihre eigenen Argumente bei der Diskussion über „Deutsch auf dem Schulhof“ ad absurdum führen. So absurd, wie diese ganze Diskussion eigentlich ist, denn es bedeutet ganz sicher keine gesteigerte Rettung des „Deutschtums“ und keine Bewahrung der deutschen Sprache, wenn man ein paar Kids vorschreibt, wie sie auf dem Schulhof zu reden haben.
Die betroffenen jungen Türken bevorzugen da ja erwiesenermaßen ohnehin die deutsche Sprache, weil sie weit genug denken, um zu wissen, dass sie in Deutschland auch deutsch sprechen sollten. Das zumindest sind ihre eigenen aussagen, die sie vor laufenden Kameras gemacht haben und ganz abgesehen davon ist es nur logisch. Interessant wäre eigentlich nur noch zu erwähnen, dass die meisten jungen Türken, von denen ich im Internet weiß, ein sehr viel besseres Deutsch als Schriftsprache haben, als die meisten jungen deutschen Rechten, die ihre eigene deutsch Sprache schriftlich manchmal nur radebrechen können. Es ist noch immer das Halbwissen um die Fakten und eine latente deutsche Ausländerfeindlichkeit, die zu solch unnötigen Diskussionen erst führen. Dabei sind die Fakten in guten Politmagazinen ja durchaus nachzuvollziehen, aber man muss es eben auch wollen. nur bei einer neuen Jugend, die sehr alte und sehr überholte Werte, wie das katholisch orientierte Christentum des Mittelalters und die grauen fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts bejubelt ist dieser Wille nicht sehr ausgeprägt. Für diese Leute werden auch Türken, die ihr ganzes Leben nur in Deutschland verbracht haben, nur die fremden Muselmanen mit dem Krummschwert bleiben. Auf die Art sind dann auch schon die Brandsätze schon gelegt, die in der nächsten Generation Deutscher, Ausländer und deren Kinder hochgehen werden.

Für die, hier leider üblichen anonymen Wut und Belehrungsausbrüche, anonyme Beschimpfungen durch Mutanten, Idioten, also peinlichen Nenschen und Mantelkindern, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, oder auch nur für Kommentare, bitte hier klicken!