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Die Abrechnung

Das deutsche Volk hat gewählt. Eigentlich Landtage. Nun ist es aber schon immer so in Deutschland, das Landtagswahlen dazu benutzt wurden, um es der ungeliebten Bundesregierung im fernen Bonn oder im noch ferneren Berlin mal so richtig heimzuzahlen. Das war schon unter Brandt, Schmidt und Kohl so und ist bei Schröder nicht anders. Die Parteien, speziell die der Opposition, egal nun welche, heizen so richtig ein und halten die Wähler für so unterbelichtet, das sie Landes und Bundespolitik absolut gleichsetzen. Leider geht diese Rechnung gelegentlich auf. Natürlich erst recht, wenn eine regierende Bundesregierung wie in diesem Fall so clever ist und die aktuelle Außenpolitik, wie den bevorstehenden Krieg im Irak als Thema auf die Landesebene zerrt. Union und F.D.P. nehmen solche Steilvorlagen auch dankbar an und verwandeln diese auch sofort in einen Wahlsieg auf Landesebene. Das undankbare Wahlvolk, durch Steuern und Abgaben gepeinigt, ändert zwar nichts an der Regierung in Berlin, aber der Kanzler bekommt eine schallende Ohrfeige, wie sie von seiner Doris intensiver nicht hätte sein können! Da hilft dann auch kein Greinen und Abwiegeln der Parteifunktionäre in der Berliner Runde oder bei Christiansen. Es ist ja nicht so, das Schröder der erste Kanzler ist, der seine Hand in der Tasche des arbeitenden Volkes parkt. Kohl hat das 16 Jahre fertig gebracht, nut tat der das weniger spektakulär und seine Steuern hatten auch etwas sympathischere Namen. Die Steuer für die deutsche Einheit hieß ganz niedlich und unauffällig „Solidaritätszuschlag“ und wer würde sich vor einer Solidarität schon drücken wollen? Klingt ja wesentlich sympathischer als „Erhöhung der Mineralöl, Tabak, oder anderer Steuern. Das damit nur die Renten finanziert wurden, steht auf einem ganz anderen Blatt. Denn trotz dieser Verschleierung sprang ein sozialer Minister Blüm durch die Lande und Talkshows und faselte was von „sicherer Rente“. Die einzig sichere Rente in diesem Zusammenhang war natürlich seine eigene. Das kam spätestens ans Licht der Öffentlichkeit, als Schröder 1998 einen Kassensturz machen ließ. So kam es dann zu der überteuerten und unsicheren Krücke, der „Riester-Rente“. Das da Sozial und andere Abgaben schon automatisch steigen müssen, liegt in der Natur der Sache. Nun ist es eine Eigenheit der Deutschen, das sie gerne und schnell vergessen. Ein Kanzler baut Müll, den wählt man ab und nimmt den, der diesmal die rosigen Zeiten verspricht. Egal, ob das logisch nachvollzieh, oder genauso machbar ist, wie die leeren Versprechungen des letzten Kanzlers. Sollte man dann wieder unzufrieden sein, hat man ja immer noch die kleinbürgerliche Keule der Landtagswahlen, mit denen man sich am bösen Kanzler rächen und vernünftiges regieren somit noch schwieriger machen kann! Egal, wer was im Fernsehen von sich gibt, der Keulenschlag dürfte angekommen und Schröder am überlegen sein. Immerhin ist dieser Kanzler ja beweglicher und sensibler als der Letzte. Das lässt hoffen. Auch für die Jugend, die den Letzten eher unbewusst erlebte und ihn deswegen für einen der Besten hält. Sie kennt ja nur Zwei. Der beste Kanzler war Willy Brandt, aber der ist leider schon verstorben und der Zweitbeste, Helmut Schmidt, scheint kurz davor. Akzeptieren wir als den, der da ist und sogar gewählt wurde. Ein paar Tage hat Schröder ja noch, um es besser zu machen!