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Die Alptraum DDR

Die Macher von Big Brother, die holländische Firma Endemol bekommen den Hals nicht voll und gehen nun einen ganzen Schritt weiter. Nach Informationen der Welt am Sonntag, „George Orwells Überwachungsphantasien werden ein Stück mehr Realität: Ab 1. März 2005 soll die Reality-Show "Big Brother" zu einem Endlos-Programm mit einer eigenen Stadt werden, in der die Kandidaten für immer leben, berichtete die "Welt am Sonntag". Die Produzenten wollen auf rund 4000 Quadratmetern eine "Big Brother"-Welt bauen mit Marktplatz, Kirchturm, Geschäften und Wäldchen. Die Kandidaten sollen dort über Jahrzehnte leben können.
Vor allem Arbeitslose sollen laut "WamS" in die Kunstwelt einziehen. Die Produzenten wollen, dass sie dort das Abitur nachholen, eine Meisterprüfung machen oder Sprachen lernen. Und irgendwann soll es auch das erste "Big-Brother"-Baby geben: Familiengründungen seien ausdrücklich erwünscht.“
Na das wäre doch der Durchbruch überhaupt! Die Medien machen die Arbeit der Politik und versorgen Arbeitslose mit Wohnraum und Arbeit. Die Hälfte von Deutschland, die keine Arbeit hat, zieht in solche künstlichen Paradiese, lässt sich versorgen und verrichtet kleinere, aber für das ganze Deutschland nicht ganz so wichtige Arbeiten. Dann noch eine Horde abgetakelter und/oder unfähiger Politiker dahin und eine Art DDR, nur mit Parteien, wäre wiedergeboren! Nur das Überwachungspotential wäre dieses mal wirklich rund um die Uhr und sehr viel moderner. Die andere Hälfte Deutschlands, die noch Arbeit hat, kann sich dann 24 Stunden am Tag über Premiere dem Treiben in der künstlichen DDR zusehen und so lästern, wie sie es früher gerne mal getan haben. Die Leitung und Führung dieser Städte sollte man dann aber auch Politikern übertragen, die es in der echten DDR nie zu etwas gebracht hätten und die trotzdem oder gerade deswegen nach jeder Art von Macht gieren.
Ein idealer Freizeit und Selbstbestätigungs-park für Merkel, Stoiber, Westerwelle und Konsorten.
Angela Merkel als Chefin der städtischen Müllbeseitigung wäre doch eine echte Herausforderung, der sie ja schon als Umweltminister unter Kohl nicht gewachsen war, was für ein idealer Job! Darth Stoiber könnte den Senator für das Innere, die Polizei und die Lynchjustiz übernehmen und für Friedhofsruhe in diesen Städten Sorgen. Westerwelle weckt alles wieder auf und betreut für die laufenden Kameras dann den Bereich Unterhaltung und Sex. Denn die Leute, die dann auf Premiere für einen solchen Rotz sogar zahlen, die wollen ja auch etwas sehen! In diesen orwellschen Alptraumstädten kann das Privatfernsehen dann auch gleich jeden anderen Rotz drehen, den sie so gerne als Reality-TV verkaufen.
Die Richter Salesch und Hold sprechen dort Recht über Fälle, die in den Städten dieser neuen und künstlichen DDR nicht nachgestellt werden, sondern live passieren müssen, um sie zu verfilmen.
Dafür bekommen die Bewohner einen Extrabonus an Verpflegung aus so genannten Intershops und werden beim Arzt auch kostenlos und bevorzugt behandelt. Diese Ärzte haben natürlich auch ihre eigenen Serien dort. Vom Landarzt bis zur Praxis Bülowbogen spielt sich alles in den Städten der neuen DDR ab. Patienten, Klienten, Täter und Opfer der betreffenden Serien sind selbstverständlich echt und tatsächlich betroffen. Auf diese Weise werden auch die finstersten Alpträume eines Reality-TV zu einer TV-Realität. Alle Städte sind natürlich von einem schwer bewachten Zaun umgeben. So wird das DDR-Feeling gleich noch etwas gesteigert. Der „Aufbau Ost“ wird dieses Mal über die Werbung finanziert, was für eine clevere Lösung! Warum ist Kohl nicht darauf gekommen? Kommunikation mit dem Rest der Welt ist völlig unmöglich und auch das erinnert an die erste DDR. Kanzler Schröder sorgt mit Programmen, die nicht funktionieren, derweil unverdrossen weiter für neue Bewohner dieser Fernsehstädte der neuen DDR und malt sich eine eigene Karriere als Müllentsorger in einer der Städte der neuen DDR aus. Nur bis dahin muss er noch eine Menge realen Müll verzapfen. Deutschland ist sich sicher, dass er damit keine großen Probleme haben dürfte!