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Die Amerikaner sind ferngesteuert

Nicht, dass das irgendwie etwas Neues wäre, aber wie das in dem Thriller „Der Manchurian Kandidat“, 2004 von Jonathan Demme nochmal umgesetzt wird, ist schon bemerkenswert gut. Kurzer Plot von Prisma-Online:



Seit Captain Ben Marco (Denzel Washington) im Golfkrieg gedient hat, wird er von seltsamen Alpträumen geplagt. Als nun zehn Jahre danach seinem einstigen Kameraden Sergeant Raymond Shaw (Liev Schreiber) eine große Karriere in der Politik bevorsteht, mehren sich die Todesfälle unter den Mitgliedern von Marcos Ex-Einheit. Um endlich Klarheit über die Kriegsgeschehnisse zu bekommen, sucht er Shaw in Washington auf und erlebt bald darauf sein blaues Wunder...


Es wird ein Sprung in die Gegenwart gemacht. Raymond hat sich unter der Anleitung seiner machtbesessenen Mutter Eleanor (Meryl Streep) mittlerweile dank seiner Vergangenheit als Kriegsheld zu einem der aussichtsreichsten Kandidaten auf das Amt des amerikanischen Vize-Präsidenten gemausert. Mit Bennett Marco hat es das Schicksal in den vergangenen Jahren weniger gut gemeint. Nacht für Nacht plagen ihn seltsame, Furcht einflößende Träume. Die Ärzte des US-Militärs diagnostizieren das Golfkriegs-Syndrom bei ihm und verschreiben ihm kiloweise Antidepressiva. Doch Bennet glaubt nicht an eine psychische Erkrankung. Seine Träume empfindet er als sehr viel realer als seine Erinnerung an jenen Tag in Kuwait. Irgendetwas ist dort mit ihm und seiner Kompanie geschehen. Er ist sich nur nicht sicher was. Fest steht nur, dass dies alles irgendwie im Zusammenhang mit Raymond stehen muss.
Marco macht die unheimliche Entdeckung, dass nichts von dem, was er noch vom Golfkrieg zu wissen glaubt, mit der Realität vereinbar zu sein scheint. Dann entdeckt er in seinem Körper einen Microchip der Manchurian Corporation, der für seine verzerrten Erinnerungen verantwortlich zu sein scheint. Als er den Chip dann entfernt, sieht er plötzlich, was im Golfkrieg tatsächlich passierte und wie seine Kameraden ums Leben kamen. Die Wahrheit ist um einiges blutiger, als das, was er bisher zu wissen glaubte und hat mit Heldentum rein gar nichts zu tun. Als er dann bemerkt, dass er nicht der Einzige ist, dem so ein Ding eingepflanzt wurde, wird es so richtig spannend und es beginnt eine äußerst spannende Jagd, nicht nur auf ihn. Amerikaner, durch einen Chip im Hirn ferngesteuert, dass klingt nach der Wiederwahl von Bush eigentlich nicht einmal so utopisch.
Jonathan Demme machte sich vor allem zu Beginn der 90er Jahre mit Filmen wie „Das Schweigen der Lämmer“ und „Philadelphia“ einen Namen. Zwischenzeitlich wurde es etwas ruhig um Demme, aber mit Denzel Washington und Meryl Streep in „Der Manchurian Kandidat“ sind ihm ein sehr spannender Film und sein Comeback mehr als gelungen. Ein sehr unterhaltender Film, fast ohne Längen, der mich zu fesseln wusste und von daher auch 10/10 in meiner persönlichen Wertung und eine Kaufempfehlung von mir bekommt.

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