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Die Dummen und die Eitlen

Ein Wort von mir zum Thema vorneweg:
Nach dem Ende der DDR war Kanzler noch Kohl schwer begeistert von der Allgegenwärtigkeit der Stasi in der DDR und wie diese ihre Bürger mit der Hilfe von freiwilliger IM(Informeller Mitarbeiter) fast uneingeschränkt im Griff hatte. Auch ich hatte nach Oktober 1977 einen persönlichen IM am Hals, aber das nur am Rande. Schwer beeindruckt hatte Kohl der Oberst der Stasi Alexander Schalk-Golodkowski, der die gierige und ewig klamme Regierung der DDR mit Westgeld versorgte. Der Oberst setzte die Apparatur der Stasi rücksichtslos ein und wusste so, bei welchem Bürger Kunstgegenstände zu holen waren, die er dann im Westen gegen Valuta verhökern konnte. Da es der Stasi 1972 sogar gelang, mit Günter Guillaume einen Spion direkt ins Kanzleramt einzuschleusen, der 1974 sogar zum Rücktritt von Kanzler Willy Brandt geführt hat, kann man davon ausgehen, dass sie noch so einiges Mehr aus dem privaten und politischen Leben der westdeutschen Politiker gewusst hat und deren Leichen im Keller kannten. Auf diese, etwas linke Tour, konnte Schalk-Golodkowski die Bundesregierung von Helmut Kohl 1993 sogar zu dem berühmten Milliardenkredit bewegen, um damit der klammen DDR über die nächsten Runden zu helfen. Ein großer Fürsprecher war der damalige Ministerpräsident von Bayern, Franz Josef Strauß. Auch von dessen Leichen im Keller hat Schalk-Golodkowski gewusst. So hat er dann auch den Kredit an die DDR bei Helmut Kohl unterstützt und befürwortet. Der war indes von der Effektivität der Arbeit der Staatssicherheit innerhalb der DDR begeistert. Nur waren Verfassungsschutz und BND, die Nachrichtendienste der Bundesrepublik durch demokratische Kontrollinstanzen und durch aufmerksame Medien weitgehend die Hände gebunden und sie konnten nicht als Staat um Staate walten, wie damals die Stasi in der DDR. Auch und gerade die Überwachung und Kontrolle der Medien in der DDR stießen im Westen auf verstärktes Interesse. Nach der Wende und der Einheit ging Schalk-Golodkowski nicht etwa als Devisenschieber der Stasi ins Gefängnis, wie seine prominenten Auftraggeber von der SED, nein Schalk-Golodkowski wurde vom BND luxuriös in einer Villa am Tegernsee einquartiert, wo er seitdem von seiner fürstlichen Rente leben darf. Er hat wohl zuviel von der schmutzigen Wäsche westdeutscher Politiker gewusst, als das diese gegen ihn hätten vorgehen können. Nun zum Thema:
Das System der IM, welche in dem Fall die Medien ausspionierten wollte man auch beim BND übernehmen und hatte damit wohl sogar Erfolg, denn charakterschwache Menschen sind auch im Westen nur charakterschwache Menschen. So sagte Christoph Grabenheinrich, Süddeutsche Rundfunk, ARD-Hauptstadtstudio Berlin dann auch Folgendes in einem Kommentar dazu:



"Die Dummen und die Eitlen waren leicht zu knacken" - das Zitat vom langjährigen Abwehrchef des BND, Volker Foertsch, lässt tief in ein beschämendes Medien-Milieu blicken. Zu rund 20 Journalisten hat der ehemalige BND-Direktor und Abteilungsleiter für Sicherheit und Spionageabwehr nach eigenen Angaben Mitte der 90er Jahre enge dienstliche Beziehungen gehabt.


Dasselbe galt Jahre und Jahrzehnte vorher ja auch in der DDR und damit ist die Mär vom besseren Menschen, der sich schon deswegen als besser definierte, dass er in der Demokratie des Westens geboren worden ist, endgültig ins Reich der Legende verwiesen, denn der Abwehrchef des BND sollte es ja wissen. Der gesellschaftlich gerade eingeschlagene Weg in die Vergangenheit ist auch eher dazu angetan, diese negativen Eigenschaften der Deutschen zu beleben, egal, woher diese Menschen kommen. Westdeutschland ist zwar weitgehend christlich geprägt, aber gerade die Christen verfügen mit Judas Ischariot über den wohl prominentesten Vertreter niederer Gesinnung, der Verrat erst salonfähig gemacht hat. So waren dann auch die Spitzel in den Redaktionen westdeutscher Zeitungen und Nachrichtenmagazinen bald fast so eifrig, wie ihre Kollegen, die in der DDR als IM für die Stasi schnüffelten. Von dem gerne erhobenen Zeigefinger der Moral, der nach der Wende im Westen so gerne erhoben wurde, weiß man nun, 16 Jahre später, wie wenig angebracht er war. Das ändert natürlich nichts an den Verbrechen der Stasi und beweist nur, dass es die auch in Westdeutschland hätte geben können, wäre es nach dem Krieg etwas anders gelaufen. Von der Westberliner BZ über die Süddeutsche Zeitung, den Stern, den Spiegel und den Focus war da wirklich alles involviert. Die meisten Menschen haben eben ihren Preis, völlig egal, wo sie herkommen oder geboren sind und diese, eher alte, Erkenntnis lässt mich immer wieder erschrecken, egal, wie alt ich werde.

Für die, hier leider üblichen anonymen Wut und Belehrungsausbrüche, anonyme Beschimpfungen durch Mutanten, Idioten, also peinlichen Nenschen, also die gestörten Bewohner des Forums Nensch und Mantelkindern, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, oder auch nur für Kommentare, bitte hier klicken!