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Die Insel

Mein Theater ist eine Insel der Glücksseeligkeit.
So jedenfalls empfinde ich es, wenn ich Bilanz der letzten drei Jahre ziehe. Diese habe ich nun recht unfreiwillig hauptsächlich am Computer und im Internet verbracht und bei dem was ich da für verkorkste Menschen getroffen habe, sträubt sich mir das Fell, so ich eines hätte. Da turnen unterbeschäftigte Hausfrauen weit über 40 in einer Kindercommunity herum und spielen dort mit dramatischem Ernst die „Senioren“polizei bei besagten Kids. Genau wie andere Leute, die es im Alter eines Mick Jaggers gerade mal bis zum Pförtner gebracht haben aber auch lieber noch die Kids regieren möchten. Versautes Leben pur. Von zwischenmenschlichen Gefühlen verstehen die Beiden aber in etwa soviel, wie der Elefant vom Stricken.
Die Beiden benutzten das Wort Freundschaft genauso, wie der Schlachter das Wort Mettwurst, nur das der Schlachter es ernst meint. Nebenbei bekam ich dann noch mit, was ein Student, der nicht mit reichen Eltern gesegnet ist, sich fast prostituieren musste, um an einen der wenigen Stellen zu kommen. Bei 5 Millionen Arbeitslosen ist sowas sicher keine Seltenheit, aber von meiner Insel Friedrichstadtpalast kannte ich sowas nicht. Klar wird auch da der eine oder andere Buckel krumm gemacht und nach unten getreten, aber nie in einer solchen Perversion. Es ist eben auch eine soziale Insel. Nun ist das Internet ja groß, dachte ich und fiel dann in privaten Foren der „AG Junger Diktatoren“ in die Hände. Der Erste, ein 16jähriger Gernegroß, nannte sich noch gleich Altruist, nur um sich dann als das völlige Gegenteil zu erweisen. Ich schrieb zweieinhalbtausend Artikel bei ihm, bevor er festlegte, dass die Meinungsfreiheit des Grundgesetz nicht mit seiner Meinung kompatibel ist und er mich kurzerhand rauswarf.
Ich habe es schon in dieser großen Community bemerkt, dass die Kinder von mittels der Vergabe von lustigen, aber doch nur virtuellen Titeln, heute zu Hyänen erzogen werden und hatte irgendwann dann mal die Nase voll und zog mich zurück. Junge Menschen, die von ihren Eltern wie Dreck behandelt werden, flüchten sich ins Netz, zu dieser Comm. und von dort dann wieder weg und weiter. Was sie suchen ist eigentlich nur jemand, der ihnen zuhört und sie auch ernst nimmt. Ich hatte die Zeit und ich nahm ernst.
So war meine Zeit nie wirklich langweilig und ich werde später, wenn diese Kids dann alt genug für eigene Entscheidungen sind und diese auch bezahlen können, einfach ein paar Freunde mehr haben. Mit dieser „Last“ kann ich recht gut leben. Was ist das auch für eine Welt, in die diese Kinder hineingeboren werden und hineinwachsen müssen?
Eigentlich wird sie nur von ein paar Multis regiert, die ihre Kasper in der Politik haben, die dann für den Rest Deutschlands ein paar bösartige Gesetze entwerfen, auf das die Deutschen gehorsame und Ruhiggestellte Konsumenten werden. Das dann schlimmstenfalls von der Sozialhilfe, denn Arbeit ist ja keine da zum verteilen. Der Deutsche an sich ist kein Revolutionär und hält still.
Dafür gibt es ja dann die andere Kasper, die zur Unterhaltung. Bewusst oder unbewusst tragen sie zur cirsenischen Seite von Panem et Circensis bei. Der ehemalige deutsche Sportheld, der nun in den USA lebt und sich dennoch Medienwirksam durch deutsche Betten vögelt und eine Gerichtsprozess nach dem anderen verliert und schon so viele Millionen hinblättern musste, dass einem sofort nur der Gedanke ins Hirn schießt, dass dessen Sport einfach zu überbewertet, weil überbezahlt ist.
Da gibt es dann noch den Exsänger, der jetzt unterbelichtete „"Superstars" in seinem Studio züchtet und Hormonell ähnlich überbelegt ist. Nur erledigt er das vor Ort, in deutschen Teppichläden. Ich weiß schon, warum nur ich Parkett habe. Nicht nur wegen meiner Tiere!
Da ich ja massig Zeit hatte, habe ich auch die täglichen Medienkasper mit ihren Talkshows erlebt, in denen mittlerweile nur noch Neandertaler aus Deutschland und anderswo abstämmig vorgeführt werden, die doch tatsächlich im Jahr 2003 die Frau nur am Herd und am Bett gekettet sehen möchten.
Leider kommt diese spezielle Gattung Mann immer völlig ohne Ketten auf die Bühne und vor die Kamera. Bei einigen wäre auch ein Knebel nicht verkehrt. Ich kenne da einige Frauen von meiner Insel Theater, die derartige Prolls Lunge nehmen und unverdaut wieder ausscheiden würden. Nun weiter in meinem Internetreise des Schreckens. Langeweile ist wohl auch ein Stichwort unserer Zeit, denn da gibt es, eigentlich erwachsene Frauen, die ihre Zeit damit totschlagen, dass sie sich mit „Schamanen“, „Ewigen Wesen“, „Reichsgründungen“ und ähnlichem Müll totschlagen. Haben alle zuwenig zu tun! Auf meiner Insel hat niemand Langeweile. Auch und gerade die Frauen nicht meine Flötistin wird in schallendes Gelächter ausbrechen, wenn ich ihr davon berichte. Genau, wie die Inspizientin, oder die 60 Mädels vom Ballett.
Das glaubt mir sowieso keiner, also schreibe ich es für mich auf. Bald werde ich wieder auf meiner Insel sein und habe dann Grund über das Erlebte herzhaft zu lachen. Die Handvoll guter Freunde, die ich im Internet gefunden habe, nehme ich in meine Realität und auf meine Insel und wir lachen dann gemeinsam. Zum nächsten Geburtstag werden ja schon einige kommen. Ein paar haben meine Insel Theater schon erlebt und waren begeistert.