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Die Klapperschlange

Ein lässiger Sciencefiction Thriller mit Kurt Russell von 1981, in dem John Carpenter noch gute Filme machte und mit diesem die nahe Zukunft von 1988 bis 1997 in den schwärzesten Farben gemalt hat. So wäre Manhattan eine große Insel, die ein Gefängnis für Schwerverbrecher ist. Jeder weiß, dass es nicht so kam und die Verbrecher noch immer in Washington sitzen und nur das WTC in New York 2001 zum Landeplatz von arabischen Terroristen wurde. Wir haben ja auch George Orwells 1984 überstanden, ohne in Eurasien zu leben.
Was aber an dieser DVD ziemlich überrascht, ist die Tatsache, dass sie einen Film von 1981 abliefert, der mit einem erstklassigen Dolby 5.1 Ton ausgestattet ist. Der Plot ist so simpel wie unterhaltend. Die Airforce One des Präsidenten wird über Manhattan von Terroristen zum Absturz gebracht und der Präsident (Donald Pleasence in einer seiner letzten großen Rollen) wird entführt und nur der Einzelkämpfer Snake Plissken (Kurt Russell in seiner wohl besten und einprägsamsten Rolle) hat eine Chance, den Präsidenten da lebendig rauszuholen.
Um dem Wunsch nach Erfolg bei dieser Mission noch etwas Nachdruck zu verleihen, hat ihr Auftraggeber, ein amerikanischer Oberst(Lee van Cleef), Plissken ein paar winzige Bomben injizieren lassen, die ihm nach 22 Stunden die Arterien zerfetzen werden, wenn er den Präsidenten nicht gefunden und gerettet hat. Plissken tut sich im heruntergekommen Manhattan mit einem alten Taxifahrer, (dem ewigen Knautschgesicht Ernest Borgnine) zusammen und geht auf die Suche. Beeindruckend die Fahrt über den nächtlichen Broadway, der links und rechts mit gepfählten Köpfen „verziert“ ist. Als hätte Carpenter schon 1981 etwas von New Yorker Gangsta Rappern geahnt.
Der Präsident ist mittlerweile in der Hand des Bandenchefs Duke (Isaac Hayes), die Zeit wird knapp und Plissken muss sich mit dessen Bande herumprügeln.
Nach einer interessanten Flucht im Kugelhagel über verminte Brücken kommt es dann zu einem gelungenen Showdown an der großen Mauer, die Manhattan umgibt.
Das Einzige, was im Film recht dürftig kommt, sind die wenigen Special Effects, aber für 1981 ist das noch verzeihlich, obwohl ja StarWars da Jahre vorher seine Maßstäbe gesetzt hatte. Aber fehlende Tricks werden einfach durch eine gute Handlung und sehr gutes Schauspiel mehr als wettgemacht. Ich habe diesen Film schon Anfang der achtziger Jahre sehr gemocht und ich mag ihn auch noch heute. Selbst oder gerade weil er so alt ist. In meiner persönlichen Wertung liegt er bei 9/10.
Die unverzeihliche Fortsetzung „Flucht aus LA“ von 1997 habe ich erst letztens im Fernsehen gesehen und die ging ziemlich in die Hose. Allerdings war auch Carpenter 1997 schon auf dem absteigenden Ast.

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