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Die Nacht vor dem Crash

sMargin Call


„Der große Crash – Margin Call“ ist der Film, den man bei Oliver Stones „Wall Street: Geld schläft nicht“ eigentlich erwartet hätte.
Nur hat sich Stone mit einem eher langweiligen Familienfilm mit Michael Douglas ziemlich verzettelt. Regisseur J. C. Chandor hat sich mit seinem Erstlingswerk da sehr viel größere Mühe gegeben. Er spielt in einer Investmentbank, bei der ein Mitarbeiter, großartig gespielt von Stanley Tucci durch Zufall herausbekommt, wie faul die Kredite sind, die sie täglich verkaufen. Dummerweise wird gerade er entlassen, weil man Kosten sparen will. Vorher gibt er seine Daten noch einem jungen Kollegen, gespielt von Zachary Quinto, der hier beweist, dass er mehr kann als nur den jungen Spock auf der Enterprise zu geben. Der rechnet die Rechnung zu Ende und schlägt Alarm, denn er hat da die Finanzkrise auf seinem Rechner.
Er ruft seinen Chef, ein grandioser Kevin Spacey und der trommelt seine Chefetage zusammen. Darunter so gute Darsteller wie Paul Bettany, Simon Baker, Jeremy Irons und Demi Moore. Eine wirklich hochkarätige Besetzung.
Die schmieden nun wirklich teuflische Pläne, wie sie und vor allem ihr Geld aus der drohenden finanziellen Katastrophe ohne eigene Verluste heraus kommen.
Das Ganze ist überaus spannend gemacht und der Handlungsstrang wird auch nicht durch unnötige private Ausflüge in die Privatsphäre in die Rollen der Protagonisten belastet, sondern es wird spannend durchgezogen. So bekommt der Zuschauer in etwa eine Ahnung davon, wie es am Vorabend der Finanzkrise von 2007 in den Büros der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers ausgesehen haben könnte. Anders als bei Oliver Stone gibt es bei J. C. Chandor eben nicht nur einen gierigen und diabolischen Gordon Gekko, der die Finanzwelt zu seinen Gunsten manipuliert, sondern da manipulieren fast alle.
Regisseur Chandor hat auf über 100 Minuten gut verteilt, zu welchen Machenschaften sich die Banken und ihre Banker verleiten lassen, wenn ihnen die Ergebnisse ihres eigenen Treibens dann um die Ohren fliegen.
Die Welt hat noch heute damit zu kämpfen. Aber wenigstens gibt es mit „Der große Crash – Margin Call“ nun einen anständigen Film darüber, der keine Minute langweilt.
Auf meiner persönlichen Wertung kommt der großartig besetzte und gemachte Film dann auch locker auf 8/10 und eine Kaufempfehlung mit auf den Weg.



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