About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Die Ohrfeige

Smile

Nachdem es nun in der DDR 40 Jahre lang keine Wahl gab, die diesen Namen verdient hätte, kann man im neuen gesamten Deutschland bald öfter wählen, als normale Menschen Feiertage haben.
Aber so groß ist diese (Aus)Wahl bei näherem Hinsehen dann aber auch wieder nicht, denn in der Hauptsache hat man immer nur die Wahl zwischen Pest und Cholera und es geht meist auch nur um Personen, die eine bestimmte Art Politik verkörpern.
Nur kommt es ja immer etwas anders und härter, als es für das deutsche Volk gut ist und so hab ich bei der letzten Bundestagswahl noch die leicht unseriös gewordene Pest Schröder gewählt und dafür dann aber die völlig unseriöse Cholera Merkel dafür bekommen, die nun auch schon in Nahost bei einem Krieg mitspielen will, denn es hat ihr einfach zu lange keine toten deutschen Soldaten im Ausland gegeben.
Nun ging es gestern aber eher nur um Landtagswahlen, aber auch die sind ja wichtig, denn es geht nicht nur um die Mehrheiten im Bundesrat und vor allem darum, welcher Politiker nun Berlin und damit ja auch irgendwo mich im Bund vertreten sollte.
Da ist mir persönlich und allen, die ich kenne und schätze, der bunte Berliner Vogel Klaus Wowereit dann doch sehr viel lieber, als eine zugereiste Beamtenseele namens Friedbert, denn sowenig Geld Berlin auch hat, es ist eine Stadt, in der noch immer lieber gelebt und gefeiert wird, als mit verkniffenem Gesicht am Nötigsten gespart.
So hab ich mich auch morgens gegen 14 Uhr wecken lassen, um noch vor dem Mittagessen der Stadt meine politische Meinung aufzudrücken.
Eigentlich wollte ich zum Wahllokal ja ganz tapfer laufen, aber der Weg dahin war länger, steiniger und wesentlich uninteressanter als ein Rundgang im Tempel von Karnak in Luxor, denn gewählt wurde gegenüber meiner alten Schule, da, wo die ehemalige erweiterte Oberschule für Abiturienten inzwischen zu einer Grundschule mutiert ist, was ich persönlich angemessen finde, wenn ich an die kaputten, schwer sozialistisch besoffenen Leute denke, die zu meiner Zeit auf diese EOS gegangen sind.
Nun, inzwischen war die Schule auch ein Wahllokal und ich auf dem Weg dahin, meine Stimme mal wieder zu verschenken. Vor uns klapperte eine sehr alte Frau tapfer den Weg zur Wahl, die mir bekannt vorkam. Es war Dorothea, die ich das letzte Mal nach dem Prager Fenstersturz 1618 im 30 jährigen Krieg als Marketenderin auf der Seite der protestantischen Union gesehenen hatte.
Erst hatte sie mich nicht erkannt, weil ich diesmal ohne Pferd war und böse humpelte, aber dann kamen wir ins Gespräch. Für ihre fast 400 Jahre noch ziemlich rüstig, wohnte sie im Seniorenstift „Zur schattigen Eiche“ bei Berlin und war nun unterwegs, um eine Arbeiterpartei zu wählen, aber da die nicht im Angebot war, wenigstens die SPD.
Also war das alte Weiblein geistig auch noch ziemlich fit. Das Lokal selbst war dann wieder ziemlich enttäuschend. Ein völlig vergammeltes Klassenzimmer, wie es das vor 40 Jahren nicht gegeben hätte, es gab nichts zu trinken und ich bekam auch keine Blumen für 28 Jahre Erstwähler.
Es gab, wie immer nur zwei lausige Kabinen, in denen man relativ ungestört seine Kreuze machen konnte, was ich dann natürlich auch tat und wie immer bei der SPD, denn beim Berliner Landesverband klappt es um so einiges besser als in der Bundes SPD und schon dafür gehört sie gewählt. Der Zuwanderer Pflüger war zum Glück nicht nur mir herzlich unsympathisch und so blieb denn Wowereit auch der Berliner Party Bürgermeister, der auch etwas vom Regieren versteht.
Dem hatte die zugereiste Krämerseele der CDU, Friedbert Pflüger außer hohlem Geschwätz nichts entgegenzusetzen und verlor entsprechend hoch diese Wahl. Die Rechten von der NPD hatten nur in vier Bezirksparlamenten, wo es viele Arbeiter und heute Arbeitslose gibt, einen gewissen Erfolg, aber waren im Land Berlin zum Glück ziemlich erfolglos und sie sehen den Senat nur von außen.
Harald Ringstorff hatte bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern nicht ganz soviel Glück, denn ihm rannten die Neonazis von der NPD, die sich ja recht offen zur NSDAP bekennen, rennen ihm das Rathaus ein und die CDU hat nichts Besseres als Schadenfreude dazu ein. Dabei sind es nicht etwa die bösen Linken, die Kanzlerin Merkel das Leben schwer machen, nur weil sie in ihrem Kopf herumspuken, sondern genau die primitiven und ungebildeten Ableger der Nazis werden Deutschlands Politikern Kopfschmerzen bereiten, indem sie bei kommenden Wahlen als Ohrfeige für die ohnehin verhärmte Kanzlerin Merkel dienen und deren wacklige große Koalition noch weiter erschüttern.



Wer dazu eine Meinung hat und die unbedingt auch loswerden will, der klickt bitte Hier!