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Die Osterweiterung

Man muss sich doch fragen, in welchem Abort Kanzler Kohl und seine politischen Beamten 1995 denken ließen, als sie mit diesem meisterhaften Gedanken dem deutschen Volk allen Ernstes als Gewinn verkaufen wollten? Auch damals gab es schon deutsche Arbeitslose in Millionenhöhe. Man muss auch keine Wirtschaftswissenschaft studiert haben, um abzusehen, was passieren wird. Ein DDR-Bürger in Ostberlin gewesen zu sein, reicht da völlig aus, denn als ein Solcher hatte man seine Erfahrungen mit den arbeitsamen Polen gehabt, wie man sie sich im fernen Bonn nichteinmal annähernd vorstellen konnte. Sie kamen nach Ost und auch nach Westberlin, um dort für sehr wenig Geld auch die ungeliebtesten Arbeiten zu übernehmen. Damals lockte noch Beides, die harte D-Mark und sogar die butterweiche Ostmark waren Grund genug, um den polnischen Fleiß zu aktivieren. Um wie viel mehr wird da der steinharte Euro wohl locken, wäre eigentlich eine recht müßige Frage, denn die Schwarzarbeitsfahnder im Grenzbereich Deutschlands und damit auch des bisherigen Europas und auch in Berlin wissen das seit Jahren. Polnische Arbeitskräfte kommen ja seit Jahren, machen in Deutschland so ziemlich alles und alles unter jedem, für deutsche Arbeiter ausgehandelten, Tarif. Kanzler Kohl war wohl damals so besoffen von der Einheit von oder von Irgendwas, das er sicher auch Mars mit Venus, Russland mit Australien, Schweden mit Bulgarien und die USA mit Japan vereint hätte, würde er dort nur seine Wähler vermuten können. Bürokratisch läuft der Anschluss Polens an die EU erstaunlicherweise sehr viel flüssiger und reibungsloser vonstatten, als der Anschluss der DDR an die Bundesrepublik.
Facharbeiter und Studien, praktische jede Art der Ausbildung in den neuen Mitgliedsstaaten wird am Stichtag, dem 1. Mai 2004, als gleichwertig anerkannt. Beim Einheitsvertrag zwischen den Deutschen West und den Deutschen Ost gab es noch großes Gezerre zwischen den Vertretern beider Staaten, mit dem Hinweis, das es im Osten ja Kommunisten gegeben hätte, aber nun haben aber in den meisten der betroffenen Staaten, die nun in Europa ankommen auch keine intergalaktischen Wesen regiert, sondern auch knallharte Kommunisten. In der Tagesschau war doch wortwörtlich zu hören, das „Handwerk hofft auf EU-Osterweiterung“. Für wie bescheuert soll das Volk eigentlich verkauft werden? Das Handwerk hofft doch maximal auf die Arbeiter, die dann unter Tarif arbeiten werden, um so die wenigen, aber teuere deutsche Arbeitsplätze noch schneller gegen die genügsamen Polen eintauschen zu können. Nur eines bedenkt das Handwerk in seiner suizidgleichen Hoffnung nicht. Laut den Verordnungen und Statuten der EU können sich auch ganze Handwerksbetriebe mitsamt ihren polnischen fleißigen und erfindungsreichen Arbeitern hier in Deutschland niederlassen und billiger sein als jede deutsche Konkurrenz. Mal abgesehen davon, das auch die Polen ihr böses Erwachen haben werden, wenn sie zuhause erstmal alles in Euro bezahlen müssen und ihre Händler dann mit abenteuerlichen Umrechnungssätzen zuschlagen werden, ist diese Osterweiterung der EU ein Generalangriff auf die jämmerlichen Reste des deutschen Arbeitsmarktes. Jeder Politiker, der dies bejubelt, hat seinen Job ganz einfach verfehlt. Es ist da auch kein Trost, dass die Österreicher das gleiche Problem mit den ebenfalls fleißigen und erfindungsreichen Ungarn haben werden, sondern es beweist nur die Kurzsichtigkeit deutscher und anderer Politiker. Die „Chance für d Europa“ kann ganz schnell in einem Fiasko für den deutschen Arbeitsmarkt enden und aus den knapp vier Millionen Arbeitslosen, werden in absehbarer Zeit bald zehn Millionen ohne Arbeit. Wie sowas enden kann, wissen wir aus der Geschichte. Interessant ist ja auch der Zeitplan für die Grenzstaaten. Es werden nämlich zuerst die europäischen Gesetze in Kraft treten und die Grenzen fallen und erst sehr viel später wird dann dort der Euro auch als Zahlungsmittel eingeführt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Naja, gedacht haben Kohl und seine hochbezahlten EU Politiker da wohl eher weniger! Wobei die Polen ja erstmal durch Ostdeutschland müssen, um im Westen anzukommen und da besteht die gute Chance, das sie da schon erstmal die Schnauze voll von Europa haben und zurückkehren in ihr schönes Polen.

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