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Die Verlorene Generation

So makaber wie es klingt ist es auch. Als 1989 mit dem Fall der Mauer und dem Ende der UdSSR sich auch eine Triebfeder des kalten Krieges verloren ging, kamen gleich mehreren Generationen Menschheit die Feindbilder abhanden und seitdem liegen sie mit dem Rest der Welt im Clinch.
Für die Militaristen und die Militanten ist der Frieden einfach zu unproduktiv, denn außer Kriege zu führen konnten sie ja nicht viel mehr.
Es sind aber erstaunlicherweise nicht nur die alten Krieger, die darunter leiden, dass ihr Feindbild so plötzlich verschwunden ist, sondern es gibt eine ganze Generation von jungen Menschen zwischen 20 und 30 denen das Leben an sich sinnlos vorkommt, weil nun der zu bekämpfende Erzfeind verschwunden ist.
Es sind meistens die, die ohnehin geistig zu Fuß sind, die über die geistige Enge ihrer Umwelt nicht hinauskommen.
Alles Fremde lehnen sie ab, weil sie selbst über ihre Dorfränder nie hinausgekommen sind, weder geistig noch körperlich. Die USA allerdings beten sie an, aber nur, weil dort einer der Ihren regiert. Der vermisst den Konflikt der Systeme auch und benutzt nun das Zauberwort Terrorismus nur, um in einem beliebigen Land seiner Wahl Kriege anzuzetteln.
Dass er und seine Vorgänger diese Terroristen meist selbst finanziert hatten, interessiert weder ihn sonderlich, noch die ihn bewundernde Jugend. Das sind dann auch Leute um die 20, die sich trotz aller genossenen Bildung, nicht zu blöd sind den degenerierten Ideen eines Adolf Hitler nachzuhängen.
Sie halten neofaschistische Zusammenrottungen, die sich Parteien nennen, für demokratische Alternativen zur aktuellen Politik, nur weil der Verfassungsschutz dumm genug ist, in NPD, DVU und den Republikanern nichts Verfassungsfeindliches zu erkennen.
Da spielt sogar die Herkunft kaum eine Rolle, diese, offenbar nur eingeschränkt denkfähigen jungen Erwachsenen sind in der westlichen Provinz genauso zuhause, wie im ewig gestrigen Sachsen, das ja früher die strammen Kader der SED lieferte.
Nur liegt es dieses Mal nicht an der fehlenden Informationen wie zu Zeiten der SED, die ihre Kader ja auf die Art züchtete, sondern ganz einfach am beschränkten Verstand und an der fehlenden Phantasie, um sich ein erfülltes Leben ohne den schwarzbraunen Dreck vorstellen zu können.
Sie ziehen gegen alles Fremde zu Felde, aber sie lieben es sich in ihrer Hauptwirkungsstätte, dem Internet sich mit möglichst fremdländisch klingenden Namen zu tarnen.
Sie würden gerne kerndeutsche Helden sein, aber für echtes Heldentum wie z.B. bei der Feuerwehr den Hals für fremde Leben zu riskieren, reicht es bei ihnen nicht.
So hocken lieber kerngesund im Internet, um dort ihr kümmerliches Weltbild jüngeren Menschen als das einzig Wahre anzupreisen.
Ihre Urgroßväter und Großväter bei den Nazis wären stolz darauf, auf diese Art wieder eine Generation geschaffen zu haben, die nicht zu leben versteht.
Wieder eine verlorene Generation, wie die Nazis selbst.