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Die Wutprobe

Sollte der Humoristische Jack Nicholson jemals weg vom Fenster gewesen sein, weil er eine dramatische Rolle, wie die des Rentners in „About Schmidt“ verkörpert hat, so hat er sich mit Pauken und Fanfaren und vor allem mit Funkelnden Augen in „die Wutprobe“ mit Adam Sandler zurückgemeldet.
Sandler spielt darin in der Hauptrolle einen Unglücksraben, dem von Anfang bis Ende dieses Filmes so ziemlich jede Bewegung, die er macht grundsätzlich falsch ausgelegt wird und er, wie im aktuellen Amerika dem Klischee gemäß üblich, immer wieder vor Gericht landet.
Dort wird er auch verurteilt und er soll dann mit Hilfe eines Therapeuten, Jack Nicholson in einer Paraderolle, versuchen, seine Wut unter Kontrolle zu bekommen.
Nun spielt da aber Jack Nicholson und diesmal keinen alten Mann, sondern einen Psychologen mit Rauschebart in den Fünfzigern, der es Faustdick hinter den Ohren hat. Er rückt Sandler auf die Pelle, wie es nur möglich ist und manipuliert in dessen Leben so gekonnt herum, das der eigentlich recht friedliche Sandler dann doch immer kurz vor dem völligen Ausrasten steht.
Nicholsons Methoden sind alles andere, als konventionell. Einer der Höhepunkte des Filmes ist der, wo Sandler und Nicholson im Auto fahrend und Staus verursachend aus voller Kehle „I feel Pretty“ aus der Westsidestory intonieren. Das hatte den Wert der „Bohemian Rapsody“ aus „Waynes World“.
Ohne jetzt zuviel verraten zu wollen, ein weiterer Glanz und Höhepunkt diese Filmes ist eine Prügelei, die Nicholson, der ja eigentlich therapieren soll, in einem Buddhistischem Kloster (!!!) anzettelt. “
Jack Nicholson bewies mit jedem spitzbübischem Grinsen und jedem Funkeln in seinen, mittlerweile doch schon recht alten Augen, das er jeden Oscar wert ist, den er bekommen hat. Sandler allerdings bewies Haltung und sein schauspielerisches Talent dadurch, das er sich in keiner Sekunde des Films von dem Schauspielgiganten Nicholson an die Wand spielen ließ. Mir ging es bei Nicholson in diesem Film ähnlich wie mit Pacino bei „Insomnia“. Das Ende von „die Wutprobe“ war dann natürlich typisch amerikanisch, aber alles andere, als vorhersehbar.
Ein Film aus Hollywood eben. In der Sekunde, wo sein Gesicht recht faltig und mit den blitzenden Augen vor Energie nur so sprühend auf der Leinwand erschien, wusste ich, das der Film ein guter ist.
Die Namen Nicholson und Pacino sind immer noch Garanten für einen sehr guten Film. Ich kann diesen nur wärmstens empfehlen. Beim nächsten Mal entspreche ich einem Wunsch meines Freundes und sehe mir mit ihm „Matrix Reloaded“ an.
Eigentlich nicht ganz meine Altersklasse, aber ich hab ja die DVD des ersten Teiles und sollte daher besser die Klappe halten.:)