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Die Zukunft war schlimmer als befürchtet

Eine sehr subjektive Betrachtung

Das sage ich aus der sicht einen Menschen, der 1960 geboren ist und in den siebziger jahren des letzen Jahrhunderts genauso alt war, wie die Masse es hier jetzt ist. Damals gab es im Osten dieses Landes weder Computer noch Internet. Unsere Hobbys waren noch etwas bodenständiger und selbst für unsere Eltern noch nachvollziehbar Musik, Mopeds, Fußball und Mädchen. Wenn wir überhaupt Feinde hatten, so waren es Lehrer, und der Staat im Allgemeinen. Die Außenseiter unter uns waren diejenigen Streber, die studieren wollten und mit dem Regime faule Kompromisse eingehen mussten um das zu tun. Keiner von uns wäre auf die Idee gekommen, den anderen wegen irgendwelcher Vorteile in die Pfanne zu hauen und ihn fertig zu machen. Selbst zu unseren Eltern hatten wir ein gutes Verhältnis. Sie waren, was das Verhältnis zur herrschenden Macht anging, ja auf unsere Seite. Leicht irritiert waren sie nur, wenn uns dann gelegentlich die Polizei nach Hause brachte, weil wir so staatsfeindlichen Aktionen, wie Fußballspielen im Park nachgegangen sind. Gestritten haben wir uns damals nur über die Musik und die verschiedenen Bands, die sie gemacht haben. Damals wurden Musik und ihre Interpreten noch gemacht und nicht in Fernsehlabors zusammengerührt. Damals wie Heute für mich immer noch unvorstellbar! Wir überlegten mal, wie unsere Kinder werden würden, aber spätestens in den Achtzigern trennten sich unsere Wege. Ich fing in einem Theater an und verlor durch ständige Abenddienste so ziemlich alle aus den Augen. Von den Mädels weiß ich, dass sie alle geehelicht haben und ziemlich fruchtbar waren. Durch meinen Job hatte ich weder Zeit noch Gelegenheit dazu. Von Kindern weiß ich nichts, aber es wäre gut möglich, da ich Anfang der Achtziger mit einer eigenen Band durch die ostdeutschen Lande tourte und wir da so was, wie Groupies hatten und diese auch ihrem Wunsch entsprechend beglückten. Ich weiß nicht, ob ich froh, oder traurig darüber sein sollte. Nur wenn ich 80% der Jugend von heute sehe und beobachte, wie sie ihre Ansichten und ihre Freunde für ein wertloses virtuelles Pöstchen im Internet locker über Bord werfen, finde ich diese Entwicklung sogar noch erschreckender, als die bei der Musik. Ich red mir dann immer ein, dass mein Kind dann zu den 20% gehören würde, die sich nicht freiwillig verbiegen lassen würden. Genau danach hab ich jetzt auch meine Freunde bei GIGA ausgesucht. Gegen den Konsumterror habe ich nichts, da ich ihm selbst recht dienlich bin. Meine Kinder würde ich auch so verwöhnen, wie es meine Eltern mit mir taten. Sie würden schlicht alles bekommen. Nur würde ich, wie meine Eltern es taten, darauf achten, dass sie zu ihrem gegebenen Wort stehen und keinem in den Rücken fallen. Nur ist genau das bei den meisten, die sich hier bei GIGA Rumtreiben, gründlich misslungen. ich hoffe, das ich noch alt genug werde und dabei auch noch so frisch im Kopf bleibe, um zusehen, wie es die nächste Generation in 20 Jahren wieder besser macht!