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Die a little bit harder

stirblangsam4.0 Bruce
Nach dem animierten Unfall mit dem dritten Shrek befand die beste Freundin von allen, um das zu verdauen, sei eine gute Portion Action von Nöten und die könne man am besten im neuen Teil von „Stirb langsam“ tanken, der ganz genau „Stirb langsam 4.0“ heißt. Nur wurden wir enttäuscht, denn das war keine simple Tankfüllung mit Action, sondern ein ganzer Hochseetanker voll, denn mit der vierten verfilmten Aufforderung, langsam zu sterben, ist es Bruce Willis meiner Meinung nach als einzigem Actionhelden Hollywoods gelungen, 13 Jahre nach dem letzten „Stirb langsam“ auch entsprechend würdevoll und sogar vom Thema her, im neuen Jahrtausend angekommen zu sein. Vor genau 20 Jahren bekam es Bruce Willis als New Yorker Polizist John McClane zum ersten Mal mit einer Horde Schurken zu tun, die vordergründig immer irgendwelche Revolutionäre sein wollen, sich am Ende aber als ganz vulgäre Kapitalverbrecher herausstellen und die John McClane eigentlich nur ins Spiel zwingen, weil sie auch seine Familie bedrohen. Das war zumindest bei den Filmen von 1987, 1990 und 1994 so. Jetzt, 2007 ist das schon deshalb anders, weil McClane inzwischen ziemlich geschieden ist und seine Kinder ziemlich erwachsen sind. So ist dann auch der Plot nicht mehr ganz so simpel und im Gegensatz zu früher rutscht der Polizist in seine Abenteuer nicht hinein, sondern sie sind Teil seiner Arbeit.

So soll John McClane diesmal eigentlich nur den jungen Hacker Matt Farrell (Justin Long) zum FBI überführen, aber allein schon damit tritt er ein paar Leuten auf die Füße, die mit einem, von Farrell geschriebenem Programmcode ihre eigenen Pläne mit der Regierung haben und schon fliegen Kugeln und explodieren Wohnungen und Häuser.


Regisseur Len Wiseman, der das Kinopublikum 2003 mit “Underworld“ und „Underworld:Evolution“ mit dem Feinheiten des Lebens und des Krieges der Vampire gegen die Werwölfe mehr als vertraut machte, ließ auch diesmal seiner Phantasie freien Lauf und scherte sich auch nicht um physikalische Gesetze, die sein Schaffen hätten bremsen können und so haben die Special Effects den größten Teil des Filmes bestritten. Nicht zum Nachteil von John McClane, der die Ruhe weg hatte und dafür auch zwei Drittel des Films von Matt Farrell nur bewundert wurde, der das als Coolness interpretierte. Als einzige Botschaft des Filmes bleibt die Verletzlichkeit jeder Technik, die ein Netzwerk angeschlossen ist. Während für die Handlung von Shrek dem Dritten der Monitor eines normalen Handys ausgereicht hätte, waren wir bei „Stirb langsam 4.0“ gut damit beraten, ihn in einem großen Kino mit entsprechender Ausstattung zu sehen, denn es war ein optisches und akustisches Festival für die Sinne, das mit einem „Sehr gut“ oder auf der Skala von 10/10 belohnt werden muss. Als Reminiszenz an den ersten Teil bekam man auch den Ruf von damals, „ "Yippijahe Schweinebacke!"
zu hören. Ob dieser Actionkracher von Tarantinos "Death Proof" überboten werden kann, wird die Zukunft zeigen, aber bis jetzt war das der Film des Jahres für mich und für die DVD dieses Films ergeht natürlich ein Kaufbefehl an mich und meine geneigten und ungeneigten Leser. Schon der Vollständigkeit und des Vergleiches wegen! Ein effecktgespickter Thriller alten Stils im neuen Gewand, der dazu verleitet, Haushaltskerzen für den Notfall zu horten. Ach ja, ein Virus, der einen PC zur Explosion bringt, darf natürlich ins Reich der Legende verwiesen werden, aber das erinnert an Akte 99 von Sat1, wo der Millennium Bug 1999 den Monitor explodieren ließ.



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