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Die asoziale Marktwirtschaft

Die deutschen Menschen haben bei der Bundestagswahl am 18. September 2005 Frau Merkel ihre Stimme gegeben, weil die Frau so kraftvoll von Arbeitsplätzen, deren Wichtigkeit und vor allem von deren Beschaffung gefaselt hat. Die Wähler hatten Zukunftsangst und Angst um die wenigen, noch verbliebenen Arbeitsplätze.
Die Bosse der Industrie haben das ja im Wahlkampf mitgehört, aber offenbar alles falsch verstanden. So will sich die Telekom für ihre satten vier Milliarden Gewinn bei ihren Mitarbeitern ganz herzlich so bedanken, indem sie mal eben 32 000 davon auf die Straße wirft. Nicht, das die Mitarbeiter des ehemaligen Monopolisten Telekom als besonders kundenfreundlich und beliebt verschrien wären, aber der Umgang mit arbeitenden Menschen bei der Telekom ist symptomatisch für das ganze Land. Nach den 32.000 Abzubauenden der Telekom jetzt auch noch 10.000 bei VW, nicht zu vergessen die 8.500 beim Daimler, da nehmen sich die 1000 bis 1300 bei Ford ja direkt niedlich aus.
Allen voran ging die Deutsche Bank, die auch nach einem Gewinn in Milliardenhöhe auch gleich ein paar tausend Mitarbeiter an die Luft setzte. Diese Entlassungen sind zwar alle „sozial abgefedert“, aber über kurz oder lang landen alle diese Menschen als Arbeitslose in der Statistik, wenn sie nicht gerade Rentner werden, aber das ist bei der Menge Menschen eher unwahrscheinlich.
Bundeskanzlerin Merkel hüllt sich zu all diesen Vorgängen in ein recht aussagekräftiges Schweigen.
Von dem Wahlkampfslogan „Arbeit zuerst!“ ist offenbar nur das „zuerst“ übrig geblieben und das bezog sich natürlich nur auf sie und ihre Kanzlerschaft. Was hat sich noch die Oppositionsführerin Merkel erregt und gezetert, als Kanzler Schröder durch persönliche Intervention ein paar tausend Arbeitsplätze bei der maroden Firma Holzmann gerettet hat.
Nun könnte sie ihre Umfragewerte in die Höhe treiben, wenn sie bei der Telekom, bei VW, bei Daimler und bei Ford dasselbe macht und beweist, wie wichtig ihr die Arbeit anderer Menschen ist. Das würde das Arbeitslosenproblem in Deutschland nicht lösen, aber doch zumindest zu Weihnachten ein Zeichen setzen. Es wäre auch etwas anderes als bei Holzmann einzugreifen, denn der Telekom, VW, Daimler und Ford geht es wirtschaftlich ja sehr gut. Nur wäre das eine Aktion der Menschlichkeit, aber genau an dieser Eigenschaft soll es dem Machtmensch Merkel ja so fehlen. Allerdings hat sie mit ihrem Amtseid ja auch bei ihrem Gott geschworen, Schaden von diesem Land und seinen Bürgern abzuwenden.
Außerdem sieht Frau Merkel sich selbst als einen leidenschaftlichen Verfechter des Christentums und der sozialen Marktwirtschaft.
Nur, wenn die Wirtschaftspolitik von Unternehmen und Regierung weiter ausschließlich auf dem Rücken der Arbeitnehmer stattfindet, dann bleibt von der viel beschworenen sozialen Marktwirtschaft zum Schluss nur eine ziemlich unchristliche und recht asoziale Marktwirtschaft übrig. Nur etwas anderes habe ich von Frau Merkel auch nie erwartet.

Für die, hier leider üblichen anonymen Wut und Belehrungsausbrüche, anonyme Beschimpfungen durch Mutanten, Idioten, also peinlichen Nenschen und Mantelkindern, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, oder auch nur für Kommentare, bitte hier klicken!