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Die finale Staffel

So wurde vor dem Montag die Neunte und auch letzte Staffel der Kultsendung AkteX auf Pro7 vollmundig angepriesen. Der Haken war nur, das Chris Carter, der Erfinder und Macher dieser Serie, den nicht ganz unwichtigen Schauspieler David Duchovny, der den Fox Mulder exzellent dargestellt hatte, wegen Finanzieller Streitigkeiten hatte gehen lassen. AkteX ohne Mulder? Das ist wie Bier ohne Schaum, Sex ohne Frau und ein Fußballspiel ohne Ball. Dafür kam Robert Patrick als Agent Doggett ins Spiel, der ja schon in der achten Staffel eingeführt wurde. Er ist jedem Kinogänger noch als T 1000 aus dem Terminator 2 bekannt, wo er als Gegenspieler von Arnold Schwarzenegger seinen Dienst tat. Nur als dauerhafter Ersatz für Fox Mulder ist er nicht zu gebrauchen. Duchovny ist einfach nicht ersetzbar. Da, wo Mulder durch seine Ironie und seine Andersartigkeit zu Glänzen wusste und die Zuschauer einfach nur durch seinen zweifelnden Blick zu fesseln wusste, sieht man bei Doggett einfach nur eine Beamtenmentalität. Für mich war das auch die finale Sendung, denn wenn ich Beamte sehen möchte, dann kann ich mir auch den Tatort antun. Das Mythische aus AkteX ist damit auch raus. Den Montagabend rettete mir erst Michael Mittermeier, der in seiner absolut brillianten One Man Show so ziemlich alle Register und über alle Themen herzog, von braunen Politikern in schwarzer Maske bis hin zum Phänomen der Discofox Tänzer, die mal eben heftig das Feeling bei Deep Purple durch ihr Gehopse versauen. Deftig sein Spruch zu Westerwelle. Der Mann kann sich ausdrücken. Im Gesicht zumindest. Danach ließ ich mir noch den Pop Club von Thomas Herrmanns kommen und um mich an die schöne Zeit von AkteX zu erinnern, legte ich mir dann die DVD "AkteX der Film" ein um dort Scully und vor allem Mulder in ihrer Bestform zu erleben. Mir ist Rätselhaft, was Chris Carter geritten hat, als er Duchovny einfach so gehen ließ, aber auf diese Art hat er die Welt um ein gutes Stück spannender Unterhaltung gebracht. Nur um etwas Geld am falschen Ende zu sparen, aber das ist wohl eine Art Naturgesetz, das immer und überall am falschen Ende gespart wird. Was bleibt, ist etwas Trauer um eine der wenigen guten Fernsehunterhaltungen, der Film und bei Hardcorefans, wie mir, die Hoffnung auf Wiederholungen auf allen nur möglichen Kanälen. Schade eigentlich. Der einzige Grund sich fernsehtechnischauf einen Montag zu freuen, ist nun nur noch Mittermeier.