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Die letzte Hoffnung der Menschheit

crusade mini
Das war ja ursprünglich, 1994, die Raumstation Babylon 5, die SciFi-Serie von Michael Straczynski, die im fernen Jahr 2257 spielte und die hat nun 1999 mit Crusade, auch von Michael Straczynski, einen recht würdigen und unterhaltsamen Nachfolger gefunden.
Diesmal gibt keine großen Rätsel um die Raumstation Babylon 5, die im Übrigen nur sehr kurz und am Rande gezeigt wird, sondern die Erde hat ziemlich ernste Probleme. Die Erde wird von der Drakh-Seuche heimgesucht und Captain Matthew Gideon (der charismatische Gary Cole) hat fünf Jahre Zeit, um mit seinem neuen Raumschiff Excalibur das Weltall nach einem Heilmittel abzusuchen.
Das ist ein nicht ganz so sinnfreies herumschippern im Weltraum, wie bei StarTrek die Enterprise oder gar die Voyager auf gut Glück gerne Gas geben, hier geht es schlicht und ergreifend um das Leben auf der Erde und deren Zukunft.
Was bei StarTrek die ungewöhnlichen Fähigkeiten von Spok und Data waren, dass ist in Crusade Galen, ein Techno Magier, der einen glücklicherweise mit dem entsprechenden Lärm des Techno verschont, aber dafür mit Tricks aufwarten kann, die hart an Zauberei grenzen. Es spielt zwar nur eine untergeordnete Rolle, aber auf der verseuchten Erde gibt es seltsamerweise noch eine Kirche, die, man lese und staune, von einer Päpstin Bernadette, die 2.(!) geleitet wird.
Wenn sie dann immer noch eine Religion brauchen, sind auch die 10 Milliarden Menschen auf der Erde in 250 Jahren noch immer nicht sonderlich intelligenter oder selbstbewusster als heute und das wirkt dann schon wieder fast glaubhaft. Genauso wie, ganz im Gegensatz zu allen Variationen von StarTrek die Physik mitsamt Schwerkraft und Fliehkraft ihren Platz hat und die Leute sich anschnallen wenn es brenzlig wird.
Es muss Straczynski auch aufgefallen sein, dass die Stolperei bei Kampfhandlungen auf Enterprise und Co. einfach nur albern wirkte und so hat er sich in seinem Film den Gesetzen der Physik gebeugt.
Die Menschen in der Besatzung der Excalibur sind auch nicht ganz so edel und fehlerfrei, wie die Menschen bei StarTrek und das macht auch ihre Abenteuer sehr viel glaubhafter.
Zumal es keine nervige „Oberste Direktive“ gibt, die es verbietet, sich auf anderen Planeten einzumischen und so mischt sich Captain Gideon ein, was das Zeug hält und wie er es gerade für nötig erachtet. Ein Pluspunkt für die Unterhaltung der Serie. Unterhaltung ist auch das Stichwort, denn die liegt nach meiner Wertung bei satten 9/10 und es ist eigentlich schade, dass es insgesamt leider nur 13 Folgen von Crusade gibt, denn man möchte mehr.

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