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Die seltsame Heldin

Die wohl bekannteste und vorsichtig gesagt, auch umstrittenste deutsche Hausfrau im Ausland, Susanne Osthoff bekam am letzten Montag im Gespräch mit Nachttalker Reinhold Beckmann in der ARD nun mal die Gelegenheit, ihre eigene Version ihrer der Geschichte ihrer Entführung im Irak zu erzählen. An sich ja kein schlechtes Vorhaben, das sich aber dann als ziemlich unmöglich erweist, wenn Frau Osthoff nicht mehr mit dem Prinzipien des deutschen Satzbaus, Subjekt, Objekt, Prädikat vertraut zu sein scheint und die Worte ungeordnet und mit zweifelhafter Interpunktion aus ihrem, diesmal nicht verschleiertem Gesicht fallen.
Selbst wenn die Frau in den letzten 90 Jahren nur klingonisch geredet haben sollte, so hat sie ja ein deutsches Abitur und auch ein ziemlich deutsches Studium der Archäologie hinter sich und dazu bedarf es gewisser grundlegender Deutschkentisse.
Nur Dank der Engelsgeduld von Reinhold Beckmann, der immer wieder nachfragte, konnte man auch im Ansatz verstehen, wovon die Frau eigentlich da redet. So jumpte sie in ihren Erzählungen auch heftig hin und her und sprach einmal von den finsteren Entführern, die sie geknechtet und ihr Übles angetan hatten und im selben unkoordiniertem Halbsatz sprach sie ziemlich gleichzeitig von ganz üblen Wächtern, einem edlen Emir, den Trieben der arabischen Männer und kam über ihre herzkranke Mutter dann auch auf sehr krummen Gedankenwegen zu liebenswürdigen arabischen Prinzen, die ihr nach ihrer Darstellung jeden Wunsch von den Augen ablasen und ihr mehr oder weniger den Hof gemacht haben sollen. Direkte Zusammenhänge in ihrer Rede muss sie wohl gescheut haben, denn Beckmann musste immer wieder vorsichtig und behutsam nachfragen, wovon sie denn eigentlich gerade rede, denn ihr Satzbau konnte sich dem gelernten Journalisten, der ja nun schon einiges gewohnt ist, auf Anhieb dann wohl auch nicht erschließen.
Ihre Geschichte war wirr bis konfus und zeitweise muteten sogar die Märchen aus 1001 Nacht der Prinzessin Scheherzade dagegen an wie eine handfest und wasserdicht recherchierte Dokumentation von Spiegel TV.
Aber Scheherzade war auch nur eine vulgäre Prinzessin und keine solche Heldin wie Susanne Osthoff. Diese wurde zeitweise recht gläubig und wanderte nicht ganz nachvollziehbar vor laufender Kamera in Richtung Allah, den sie ganz gerne mal pries. Das kann auch nicht an Geiselhaft im Islamgelegen haben, denn die 52 Amerikaner, die 1979 im Iran entführt worden sind und satte 444 Tage in der Gewalt iranischer Extremisten waren. Haben nach ihrer Freilassung Ende 1980 sehr viel weniger Blödsinn von sich gegeben. Die Geschichte der Frau Osthoff, von ihr selbst als ein holpriger Monolog dargeboten, dem Reinhold Beckmann durch sorgfältiges Nachfragen erst mit einem Art Sinn versehen sollte, wurde immer holpriger und unglaubwürdiger.
Auf ihr seltsames Interwiev im ZDF mit der Burka angesprochen behauptete sie doch tatsächlich, „Erst eine dreiviertel Stunde zuvor“ davon erfahren und somit keine Zeit für einen Umzug gehabt zu haben. Also wird diese Burka dann doch den Frauen ins Gesicht getackert und am Kopf festgeschraubt, denn wenn es anders wäre, hätte sie diesen unwürdigen Fetzen ja einfach ablegen können.
Eine gewisse Unlogik ließ sie auch an einer anderen Stelle des Interwievs hervorblitzen, als sie verlauten ließ:



Eine Rückkehr in den Irak wolle und könne sie sich vorerst nicht vorstellen, sagte Osthoff. Sie bestritt, für den BND gearbeitet zu haben. „Wenn ich ein Informant gewesen wäre, dann würde ich heute nicht mehr leben. Dann hätten mich die Entführer umgebracht.“


Auf Beckmanns Frage, wo sie in Zukunft leben wolle, antwortete sie jedoch nach dem dritten Anlauf, dass sie sich in Zukunft in einem Zelt lebend sieht, wobei man sich denken kann, dass damit wohl kein Camping an der Ostsee gemeint sein dürfte.
In der ganzen Zeit qualmte sie fast schlimmer als ich, wie ein Hochofen vor sich hin. Wenn sie nun in Arabien in einem Zelt leben will, geht das okay, solange sie die Kameras meidet und so selbst meinen ausgeprägten Masochismus nicht überstrapaziert, ist das selbst für mich in Ordnung.

Für die, hier leider üblichen anonymen Wut und Belehrungsausbrüche, anonyme Beschimpfungen durch Mutanten, Idioten, also peinlichen Nenschen und Mantelkindern, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, oder auch nur für Kommentare, bitte hier klicken!