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Die unzufriedenen Spießbürger

Spießer, also Kleinbürger sind ja per se so Leute, denen es absolut unmöglich ist, ihrem Leben Höhepunkte zu verleihen und auch nur ansatzweise eine Zufriedenheit damit zu erreichen. Leute, die im Alter am Fenster sitzen und Falschparker aufschreiben und anzeigen werden.
Da ist es schon ziemlich erstaunlich, dass ich erst 39 Jahre alt werden musste, um selbst erleben zu müssen, wie der deutsche Kleinbürger, vulgo der deutsche Spießer, wirklich funktioniert. Ich kenne Westdeutsche und Westberliner in ihren Lebensräumen ja nun schon seit 1981, aber das waren alles zufriedene Menschen gewesen, die alle dabei waren, aus ihrem Leben etwas zu machen, aber das hat sich in nur 20 Jahren wohl grundlegend geändert. Ich habe jedenfalls meine Jugend gelebt und nicht verplempert.
Es trug sich zu Anno 1999. Ich war gesundheitlich zwar auch schon angeschlagen, aber war ganz gut beisammen, hatte einen sehr guten Job in einem Orchester, bei dem ich gut genug verdiente, um die Welt bereisen zu können und war mit mir, meinem Leben und der Welt ziemlich zufrieden. Anfang 99 hab ich etwas Neues probiert und mich mit meinem Computer ins Internet gewagt.
Über AOL und CompuServe war ich da zwar schon öfter, aber immer nur wegen selektiver Suche nach Treibern und anderer kostenloser Software. Fortan sollte es nur noch um die Unterhaltung gehen und das im eigentlichen Sinn des Wortes, denn ich führte über einen Chat schriftliche Gespräche, was eine völlig neue Erfahrung für mich war.
Außerdem waren die Leute weniger als halb so alt wie ich und hätten die Kinder sein können, die ich mir wegen der ererbten und versauten Gene meines Vaters nie angeschafft hatte, denn sie wären dann genauso krank wie ich geworden und das mute ich keinem Kind zu.
Auch sie waren, bis auf wenige Ausnahmen, noch zufriedene junge Menschen mit Charakter, die aus ihrem Leben etwas machen wollten und so verrückt und abartig das auch klingt, einige davon wurden meine Freunde und sind es heute, nach sechs Jahren noch immer, obwohl oder trotzdem sie älter wurden und mit einem davon fuhr ich damals auf CTs und der wartet mir heute meine Computer. Es gab aber noch andere junge Menschen, die für lächerliche virtuelle Titel in einer virtuellen Welt ihre Eltern verkauft hätten.
Die waren schon unzufrieden mit ihrem Leben, bevor sie überhaupt eines hatten. Noch übler waren aber die älteren Chatter, die sogar noch älter waren als ich. Eine solche ältere Frau wollte mich sogar besuchen und ich gutmütiger Ochse sagte auch noch zu und ließ sie in meine Wohnung, obwohl mein cleverer Hund sie als böse verbellte.
Bei mir fluchte sie über die üblen Sitten in Chat und Community, wie sich das Ganze da nannte und nur Wochen später war sie ein Teil dieses, bei mir noch verfluchten Systems. Sie muss ihr reales Leben wohl ziemlich hassen, wenn sie virtuelle Titel als Ausgleich benötigt.
Auf jeden Fall begann sie mich ernsthaft zu jagen und schrieb ihre Absichten sogar in ein Forum. Als sie noch bei mir war, kam meine Mutter vorbei und war sehr eindringlich am sich wundern. Sie war ja einiges bei mir gewohnt, aber keine Frauen, die so offensichtlich die giftige Pampe von Uschi Glas kaufen mussten.
Aber sie war ja bald weg und verbrachte ihre Freizeit weiter damit, „Wetten dass“, zu sehen, heimlich Peter Maffay zu hören und mir im Internet auf die Ketten zu gehen. Dort gab es ja ziemlich Gleichgesinnte und die fand sie.
Mit mir ging es derweil bergab, denn mein Körper streikte und ich verlor die Beweglichkeit, den Job und meine Zukunft. Plötzlich war ich aufs Internet angewiesen, weil die Musiker sich nach meiner langen Zeit im Krankenhaus verständlicherweise rar gemacht hatten.
So erweiterte ich meinen Bekannten und auch Freundeskreis im Internet und legte mir mit dem Kauf des ersten DVD Players Ende 2000 neue Süchte und Hobbys zu und kenne jetzt massenhaft Filme und besitze die Besten der letzten 25 Jahre. Das Internet hatte sich allerdings zum Schlechteren verändert, technisch, wie menschlich. Es war schon sehr viel schwieriger, gute junge Menschen zu treffen, aber es gelang mir dennoch. Da gibt es dann junge Menschen, die ich lange und real genug kenne, dass sie mich öfter mal besuchen. Andere kenne ich weniger real, aber die warten mir unfähigem Greis meine HP, die auch ein junger Freund für mich gebaut hat und auf der ich mich austoben kann.
Auch die alte Frau war noch da, obwohl sie gesund war. Nun hatte sie einen neuen virtuellen Job und bewachte ein Forum, denn der Chat war dank anhaltender Unfähigkeit der Verantwortlichen Geschichte. Ich fing aus Langeweile an über alles und jeden zu schreiben und sie suchte und fand derweil auch neue Verbündete gegen mich. Sie hat echt kein Leben.
Ihre neuen Kumpel sind dann auch ihr entsprechend. Ein rechter Bauer, der mich hasst, weil ich seine rechte Gesinnung und sein Dasein als Speichellecker von Bush verachte und weil er in den Foren gerne mal menschenfeindlichen, rechten Müll absondert und ein anderer, der mal mit geklauten Kolumnen geglänzt und getäuscht hat, das nun eifrig bewies, dass er nur vulgär schreiben konnte und mangels eigener Masse sich voller Unzufriedenheit auf sein Leben auf meine Texte stürzte und sie auf einer Art Hasspage „blogte“ und dabei dann gerne mal reell mit real verwechselte und an sich nur ein primitiver Stalker ohne jede Phantasie ist. "Eigene Kolumnen" hat er erstaunlicherweise seit Januar 2004 nicht mehr "geschrieben". Zur selben Zeit ging auch einem gewissen Bingo die Quell.. die Inspiration für Kolumnen aus und der hat sogar damit geprahlt, "seine" Kolumnen eigentlich nur abkopiert zu haben..
Er schreibt und argumentiert auch für die alte Frau und den rechten Bauern, denen es selbst wohl an Geist und Mut dazu fehlt.
Dabei weiß ich auch ohne diese verkrampften Bemühungen, dass ich nur ein alter Sack bin, der sich gelegentlich wie ein Arsch benimmt. Es kommt immer auf mein Gegenüber an.
Dazu dann Leute, die ich nur im Ansatz kenne, die aber wohl auch schon unzufrieden mit ihrem Leben sein müssen. Darunter eine junge Frau, die sich nicht entblödet, prvate Mails von mir ins Internet zu stellen und damit die primitivsten Regeln der Kommunikation verletzt. Offensichtlich ist die Dummheit alter Weiber, rechter Bauern und junger Stalker ansteckend.
Ich habe mich dank einer speziellen Rente in meinem neuen Leben eingerichtet und suche mir vielleicht bald irgendein Ehrenamt, mit dem ich meine Zeit füllen kann. Auf meine Art bin ich wieder zufrieden und werde auch wieder reisen.
Soll das alte Weib sich mit seiner Gang von freiwilligen Internetsüchtigen sich weiter geben, wie die Vampire in Roman Polanskis gleichnamigen Tanz. Nur, dass es eben weniger lustig und der Tanz der unzufriedenen Spießer ist, die sich an mir abreagieren müssen!
Ich habe unter meinen jungen Freunden nur Menschen, die Zufriedenheit ausstrahlen und wenigstens versuchen, aus ihrem Leben etwas zu machen. Für primitiven Hass haben die gar keine Zeit!