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Ein Superstar

Keiner von de Massen von Sängerlein, die von den Medien ziemlich unverdaut und in Massen über Deutschland ausgekotzt werden, sondern Einer, der Musikgeschichte gemacht hat und mit 56 Jahren schon selbst ein Stück Geschichte ist, erfreut z.Z. gerade meine Ohren, Augen und mein Herz. David Bowie war schon in meiner Jugend, in den Siebziegern, also vor 30 Jahren ein Superstar und er ist es, genau wie seine Kollegen von den Rolling Stones, die ja nun auch auf die 60 zutrudeln, über die Jahrzehnte auch geblieben. Von David Bowie hab ich bei ebay eine Konzert DVD ersteigern können und bin maßlos begeistert. Bowie hatte in jedem Jahrzehnt seine Hits, Space Oddity in den Sechzigern, Heroes und Young Americans in den Siebziegern, Lets Dance in den Achtzigern, Changesbowie in den Neunzigern, alles Alben mit Stil und nun 2003 Reality, ein Album ganz im Stil der Siebziger geschrieben und so rockig, das einem das Herz übergeht. Alles Platten, die Jahre und Jahrzehnte überdauert haben und noch überdauern werden. Auf der DVD mit dem legendären Glass Spider Konzert in Brasilien 1999 ist da von allem etwas und es zeigt einen Bowie, der um keinen Tag zu altern scheint. Was für ein Unterschied zu den kreischenden Hennen von den „No Angels“, die, gezeugt in einer Castingshow schon nach lächerlichen drei Jahren ihr Verfallsdatum erreicht hatten und sich in ihren ursprünglichen Zustand, in Nichts, auflösten.
Früher waren bei „panem et circensis“ das Brot und die Spiele wenigstens noch echt, aber Heute haben selbst die Spiele Verfallsdatum und eine Halbwertzeit. Es muß daran liegen, dass wir damals als Publikum kritischer waren und sowas wie diese Plastikbands von heute von der Bühne gefegt hätten. Wir wollten unsere musikalischen Helden nachspielen können und in meinem Fall habe ich das mit meiner Band auch getan. Nur bitte was soll man an diesem musikalischen Unrat von RTL, Sat1, Pro7 & Co. schon nachspielen können oder gar wollen? Mein Gitarrist war Fan des Whiskyvernichtenden irischen Gitarrengott Rory Gallagher, den er zwar nicht nachsaufen, aber wenigstens ganz gut nachspielen konnte. Hätte er ähnlich gesoffen, wäre er auch schon tot.
Unsere musikalischen Helden hatten eine gelebte Vita und brauchten keine Künstliche. Bowie hatte sogar mehr als das, seine stets wechselnden Bühnenoutfits über die Jahre trugen ihn sogar den Beinamen „das Chamäleon“ ein. Nun, auf der DVD ist er schon im fortgeschrittenen Alter und konzentriert sich voll auf seine Musik.
Das gelingt auch sehr überzeugend und Heroes kommt genauso frisch rüber, wie Rebel Rebel, China Girl, Blue Jean, Fame und Modern Love. Auf RTL läuft als bösartige Alternative die musikalische Jobvermittlung für junge Arbeitslose, es läuft zum zuvielten Mal die falsche Behauptung, das Deutschland einen Superstar suche und ich bin ganz froh, das ich einen Echten auf DVD habe und zum Glück nichtnur einen.
Neben David Bowie fühlen sich Pink Floyd, die Stones, Ozzy Osbourne, Neil Young, Deep Purple und neuerdings auch Ben Folds ganz wohl. Demnächst sind noch weiter Rocklegenden geplant. Mark Knopfler oder seine DireStraits und Neil Young bei einem Konzert in Berlin, auf dem ich selbst gewesen bin, gelebte Musikhistorie also und sowas erreichen die Privaten mit ihren Shows einfach nicht, da können sie casten, bis ihnen der Darm blutet. Bei der Musik halte ich es dann doch mit der Tradition und sie muß ganz einfach gut sein, alles Andere hat bei mir keine Chance. David Bowie ist jedenfalls ein Superstar, der sich diese Bezeichnung auch ehrlich verdient hat und die ihm nicht telefonisch angevotet wurde!