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Ein eher fader Tag

story.jarhead
Das Wetter in Berlin war wiedermal drückend warm und nur abends konnte man den Sommer wieder aus dem Keller pumpen.
Da in meinem Kino nichts Vernünftiges läuft, was mich hätte ablenken können und ich die Angewohnheit oder besser, die Macke habe, mit dem Ansehen neu erworbener Filme auf DVD erst mal Wochen und Monate auf ein unbestimmtes Wochenende zu warten, stellte ich die Neuerwerbung, die DVD mit dem Film 11:14 erst mal für eine lange Zeit ins Regal und gab mir tatsächlich mal einen ganzen Tag WM auf der ARD.
Argentinien war ja noch ganz witzig, als sie, aber leider gegen Serbien gezeigt haben, was mit Fußball eigentlich gemeint sein könnte.
Das war dann in den 90 Minuten wieder vorbei, als Mexiko und Angola beschlossen hatten, ihren Fußball zwar lecker anzusehen zu lassen, aber mal ganz ohne Tore zu gestalten. Zwischendurch Nachrichten, wo ich erfuhr, dass der Streik der Ärzte nun vorbei sei, es aber am Ende dann 16 Jahre nach der angeblichen Einheit dann bei gleicher Leistung doch noch und wieder in Ost und Westtarife unterteilt ist.
Also bringt auch die Kanzlerin aus Ostdeutschland nichts für die Menschen dort, die das Glück und Arbeit haben. Da ging dann im Fußballwahn auch die 19 Prozent Mehrwertsteuer unter, mit der die Regierung die Bürger strategisch günstig, während der WM, beglückte und die dafür sorgt, dass 2007 dann aber auch wirklich alles teurer werden wird. Dann natürlich die unvermeidliche Werbung, in der ein alter Mann, den alle Welt den „Kaiser“ nennt, weil er in früher Urzeit mal Fußball gespielt hat, mir versprach, ich würde mich niederlegen, weil er diesmal für die Postbank Werbung schob. Er hatte insofern Pech, als das ich schon lag, als ich die Werbung sah und mit der Postbank auch schon eigene, aber eher schlechte Erfahrungen habe.
Da dieser Mann innerhalb nur eines Jahres erst E-Plus und dann O2 als den besten Mobilfunkbetreiber angepriesen hat, darf man ihm ohnehin nichts mehr glauben und würde er Werbung für Tampons oder Binden machen, was ja bei ihm offensichtlich nur eine Frage des Geldes zu sein scheint, hätten Frauen, die sich darauf einlassen dann ganz sicher einige größere Sauereien zu erwarten, wenn die Dinger dann nicht dicht halten.
Der Rest des Programms bestand dann aus Rückblenden nach 1974, wo der Fußball im Allgemeinen noch spannend war.
Etwas versöhnlicher stimmte mich dann die „WM-Show“ des Reportes Waldemar Hartmann, in der so eine Größe, wie Paul Breitner, ein legendärer Fußballer von 1974 und der Comedian Michael Mittermeier zu Worte kamen. Dann legten die Nachrichten von RTL noch etwas nach, als sie über die letzten Kapriolen von Braunbär Bruno berichtet haben, der seinen Verfolgern mal wieder den dicken Bärenfinger gezeigt hatte. Das anlaufende Wochenende ist ein unbestimmtes, also werde ich mir endlich die DVD „Jarhead - Willkommen im Dreck“ mit Jake Gyllenhaal geben werde, die seit Monaten im Regal auf ihre Defloration wartet.
Mit Fußball allein kann man ja den Tag während einer Fußball WM nicht ohne Langeweile zu Ende bekommen.

Für die, hier leider üblichen anonymen Wut und Belehrungsausbrüche, anonyme Beschimpfungen durch Mutanten, Idioten, also peinlichen Nenschen und Mantelkindern, die Kommentarbereich und Gästebuch nicht trennen können, oder auch nur für Kommentare, bitte hier klicken!