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Ein unbedeutender Niemand

Eigentlich ist er nur ein Untertan der Sorte Diederich Hessling, wie ihn Heinrich Mann schon karikiert hatte und wir ihn in der Schule lesen mussten.
Ein Mensch wie er, läuft mir in meinem im realen Leben zum Glück ziemlich selten über den Weg läuft, aber Heinrich Mann hatte Recht, es gibt ihn.
So gehört er zu der Sorte Mensch, an die man sich nur erinnert, wenn man gerade harten Stuhlgang hat, aber auch das kommt ja vor.
Nur ist sein Reich jetzt das Internet und seine Kaiser heißen jetzt Bush und Merkel.
Reaktionär bis in die Knochen hockt er körperlich kerngesund mit 27 Jahren den ganzen Tag im Internet und belehrt jüngere Menschen, wie edel doch sein Tun und von welch einmaliger Wahrheit doch seine politische Meinung ist.
Er wäre ganz gerne ein Held und würde für Bush sogar in der Wüste sterben oder Irakis foltern, wenn der ihn nur haben wollen würde.
Passenderweise ist für ihn jeder Ausländer, der aus dem Süden Europas und der Welt kommt, ohnehin erst einmal nur ein Feind.
So ziemlich alles, was er von sich gibt, hat nur destruktiven Charakter. Wenn er es mal als Freundlichkeit tarnt, ist es eben auch nur das. Tarnung, falsch und völlig unecht.
Er hat mit 27 noch immer nichts gemacht, worauf er mit Stolz zurückblicken könnte und macht dafür Alles und Jeden verantwortlich.
Er grollt darüber, dass die Weltgeschichte ohne ihn passierte und recht spurlos an seinem Dorf vorbeiging. Dass man weder Krieg noch Vernichtung benötigt, um in dieser Zeit ein Held zu sein, zeigen andere, die genauso alt sind und die bei der Feuerwehr arbeiten.
Aber das ist diesem Untertan wohl zu konstruktiv und er rotzt lieber vergangene Parolen von einem Deutschland ohne Ausländer ins Internet.
Er muss schon sehr mit seinem Leben hadern, wenn er schon mit 27 nach eigenen Angaben lieber am Computer sitzt, als in seinem Dorf eine Party zu feiern.
Es versteht sich irgendwie von selbst, das in den Foren, wo er kotzt, im Schatten seines, so ausgesprochen sonnigen Gemüts, die rechten Maulhelden aller Altersklassen ein wohliges Plätzchen gefunden haben zu glauben und ihre ganz rechten Parolen ablassen und auch jede noch so dumme Nazipartei zum Bewahrer der Demokratie erklären können.
Mir will auch nicht in den Kopf, warum junge Erwachsene ihre Zeit mit reaktionären Geschwätz und dem Hochleben lassen von Bush im Internet verplempern, wenn doch die Privatsender massenhaft Beschäftigungsprogramme für die gelangweilte Jugend anbieten. RTL bietet mit „Deutschland sucht den Superstar“ und Pro7 mit „Popstars“ doch eigentlich genügend Möglichkeiten, sich in der Öffentlichkeit zu beweisen. Wenn das dem Untertan alles zu friedfertig ist, könnte er sich ja immer noch in der Fremdenlegion beweisen, aber dafür fehlt dem Untertan dann wohl doch der Mut. So aber wird er immer bleiben, was er ist.
Ein unbedeutender Niemand!