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Eine Hymne auf meine Tiere

Haustiere sind was sehr Schönes, wenn sie denn lange genug leben. Ich bekam mein erstes Eigenes zum 20. Geburtstag 1980. es war ein kleines schwarzes Bündel Fell und ein Perserkater und sollte mich 18 Jahre meines Lebens begleiten. Ich nannte den Kater Asterix, weil ich damals grade Fan des Comics wurde. Er machte mir sehr viel Freude, auch als er die japanischen Tanzmäuse, die meine Mutter aus einer Laune heraus anschleppte, Artgerecht samt Terrarium erstmal runterwarf und die beiden Störenfriede Katzengemäß erlegte und mir dann die Leichname am Fußende meines Bettes voller Stolz präsentierte. Nur in den ersten beiden Jahren wurde er immer dann krank, wenn ich längere Zeit unterwegs war. Also musste ein Gefährte für ihn her, denn Urlaub war ne wichtige Angelegenheit. 1982 kam dann sein graues Gegenstück, ein Fellbündel und auch Perser, der dann logischerweise Nero genannt wurde, denn Asterix war ja bekanntlich Gallier und Cäsar ist definitiv ein Hundename. Die Zeit verging und die Beiden wurden genauso älter wie ich. Nur eben etwas schneller. Als dann 1989 sich die Mauer nicht durch Kohls oder anderer Geister, sondern des Ostdeutschen Volkeshand öffnete und ein ganzer Staat, der in dem ich fast 30 Jahre lebte, so bankrott ging, das er aufgeben musste und von der siegreichen Westdeutschen Konkurrenz, die Heute noch Magenverstimmung davon hat, einverleibt wurde, war einer meiner ersten Wege ins Westberliner Tierheim Lankwitz, weil ich mal stolzer Hundebesitzer sein wollte. Ich ging in die Zwinger, wo mich dann auch jeder Hund dort mit bettelndem Blick ansah, der nichts anderes hieß, als „Hol mich hier raus!“ Ich hätte auch am liebsten alle mitgenommen, aber das war aus nachvollziehbaren Gründen in einer Zweizimmerwohnung nicht drin. Ich musste mich also entscheiden und entschied, das die in die engere Auswahl kommen, die am Wenigsten dort kläfften und am Ende blieb ein sechs Jahre alter Mischlingsrüde übrig, der seine Zutaten von Schäferhund und Rottweiler hatte. Ich nannte ihn Alex, nach einem Kumpel zu dessen Kneipeneröffnung ich am selbem Tag geladen war. Zuhause angekommen hatte dann Alex seine Begegnung der dritten Art mit Asterix, der ihm mit einem derben Pfotenschlag auf die Hundenase klarmachte, wer da das Sagen hatte. Alex begriff sofort und selbst wenn er jeden dritten Straßenkater meines Viertels gejagt und erlegt hatte, waren Zuhause dann doch die Kater die Chefs und für ihn unberührbar. Das hatte dann nicht zuletzt auch mit der Schnelligkeit und der Zielsicherheit der heimischen Katzenpfoten zu tun, die überdies noch Messerscharfe Krallen hatten. Warum ihm die Krallen der Straßenkatern absolut egal waren, ist mir immer noch ein Rätsel. Er erwies sich auch so als eine gute Wahl, denn die Anzahl der fliegenden Händler, die mir an der Tür Teppiche und anderen Dreck andrehen wollten, ging sprungartig rapide zurück, als Alex diese Volk, das er wie ich nur als nervende Bedrohung empfand, erstmal vor meine Tür sprang und dort laut knurrend dem fahrendem Volk, was seinen Mist bei mir loswerden wollte, die Prächtigkeit seines Gebiss vorführte. Das sprach sich dann wohl herum in diesen Kreisen und es kam niemand mehr. Alex hatte ich auch in meinem Büro. Sehr zur Freude der meisten Kollegen. Die Musiker ließen es sich nicht nehmen und verwöhnten den Hund. Auch das halbe Damenballett hatte ich schon im Büro, weil die Damen doch unbedingt den großen Hund streicheln wollten. Alex lag dabei auf dem Boden und genoss es im Mittelpunkt zu sein. Er nahm etwas zu und ich beschloss, dem entgegenzuwirken. Ich nahm das Fahrrad zur Arbeit und der Hund lernte es, allein auf dem Bürgersteig zu laufen, wenn ich mit dem Rad auf der Strasse fuhr. Alles sehr schön und sehr gut, hätte die Zeit nicht diese üble Angewohnheit, ganz einfach zu verstreichen und wir, Mensch und Tier, dabei zu altern. Zwischendurch verstarb mein Vater nach fast 30 Ehejahren an Krebs und meine Mutter bekam von mir aus Lankwitz einen Kater. Das zumindest war meine Absicht, als ich mit ihr dort war. nur kam da ein überfordertes Ehepaar mit einem plärrendem Kind, die einen Schäferhund/Collie Mischling im Tierheim abgeben wollten, weil das drei Monate alte Tier ihn auf die teuren Sitze des neuen Jeeps gekotzt hatte. Meine Mutter war hin und weg und unternahm alles, um dieses Tier zu bekommen. Sie wäre nicht meine Mutter, wenn sie das nicht geschafft hätte und nun gibt’s in der kleiner werdenden Familie noch ein braunes Tier namens Max. im ersten Jahr war er noch recht gehorsam und Mutter gewann sogar einen Pokal mit ihm. Von dem Prämierten Hund ist nicht mehr viel übrig. Er ist zwar noch da, nur ist Gehorsamkeit bei ihm eine Glückssache. 1998 begannen sich mein Leben böse zu verändern. Alex bekam einen Schwächeanfall nach dem Anderen, kam von selbst nicht mehr auf die Beine und musste mit 15 eingeschläfert werden. Danach ging es schlagartig weiter und Asterix verstarb mit stolzen 18 Jahren an Altersschwäche. Dafür, das Perserkatzen angeblich nur 10 Jahre leben sollen, ist das ne stolze Leistung. Ein Loch, das 18 Jahre hinterlassen haben, kann man zwar nicht stopfen, aber ich ging trotzdem zum Tierheim und erwärmte mein Herz für einen kleinen schwarzweißes Stück Tier, das bei Alex eigentlich nur als Straßenkater durchgegangen und gejagt worden wäre. Nach Hause zu Nero gesteckt bekam er dann erst seinen Namen. Da er allein so randalierte, wie ich es 18 Jahre lang nichtmal von zwei Katern gewohnt war, nannte ich ihn ganz schlicht Satan. Aber auch bei Teufeln ist die Pubertät irgendwann vorbei und er wurde das liebebedürftigste Stück Kater, was ich bisher erlebt habe. Was natürlich nicht heißt, das er jetzt weniger randaliert. Er ist danach nur Friedlicher und will gekrault werden. Als ich 2000 acht Monate im Krankenhaus lag, verstarb dann auch Nero mit 18 und nach dem Krankenhaus hatte ich im Tierheim meinen ersten Fehlgriff. Der junge Kater, den ich da aussuchte, ist nach zwei Jahren immer noch scheu. Mittlerweile hat das Tier auch einen Namen. Er heißt nach Anfrage wie mein bester und realster Internetfreund, Felix. Von 97 bis 99 hatte ich auch Oskar in Pflege, einen 15jährigen Todkranken Kater einer Kollegin, der sich bei mir recht gut erholte, aber dann doch den Weg alles Irdischen ging. Wie dem auch sei, wenn ich irgendwann wieder anständig laufen kann, reflektiere ich jedenfalls auf einen neuen Hund, denn dessen Tod hat mich dann doch tief getroffen. Jeder Ex Hundebesitzer wird es mir nachfühlen können. Haustiere sind eine wunderbare Angelegenheit. Tiere sind sowieso die besseren Menschen!