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Einsamkeit

ist wohl das Schlimmste aller menschlichen Gefühle. Ich bemerke diese Einsamkeit recht häufig bei der jetzigen jungen Generation. In dem Alter, von15 bis 25, war ich zwar ein Stubenhocker, aber so alleine, wie die Jugend jetzt, war ich nie. Immer umgaben mich irgendwie irgendwelche Cliquen und auch immer ein sehr guter Freund, dem ich mich anvertrauen konnte und der mir Ratschläge gab und ich hatte auch massig Hobbys und Beschäftigungen. Da, wo die Kids von Heute sich Hauptsächlich mit Internet und dort in Chats ablenken, hab ich mit 14 elektrische Gitarren gebaut und meine ersten musikalischen Schritte mit Gitarre und Bluesharp gemacht und als logische Konsequenz mit 17 eine Band mitgegründet. Mit 16 war ich mit einem jüngeren Kumpel bei seinem Bruder in Ungarn zu Besuch und bin mit einer Clique Älterer rund 2000 Kilometer durch die Tscheslowakei und die DDR gefahren an einem Wochenende und war eigentlich recht beschäftigt, obwohl ich lieber Zuhause rumhockte und mich mit meinen Stiefvater gezofft habe. der große Schnitt kam mit 23, als ich mich von der Band aus musikalischen Gründen trennte, einen Jugendclub übernahm und jedes Wochenende recht beschäftigt war. Danach war in meiner Wohnung immer ne Party und da ging es recht hoch her. So hoch, das meine Mutter, die eines Morgens mit Medikamenten vorbei kam, zwei Mädels in meiner Küche vorfand, die sich mühten, das dreckige Geschirr und die mistigen Gläser der vergangenen Party ernsthaft mittels Haarshampoo zu reinigen versuchten, weil mein Spülmittel alle war. Meine Mutter hat sich zerfetzt vor lachen und ging, um aus ihrer Küche, sie wohnte um die Ecke, ein Geschirrspülmittel zu holen, damit die Madels ihren Job auch vernünftig Zu Ende machen konnten. Was macht die Generation heute? Sie sind nächtelang, ob nun Werktags, oder Wochenende im Internet herum. Ich weiß das deshalb, weil ich, gelähmt von einem Schlaganfall nun auch schon zweieinhalb Jahre an meine Wohnung gefesselt bin. Die Clique meiner Jugend ist nun auch schon samt und sonders verheiratet und gehen Berufen nach, die anders, als meiner, alle ganz normal am Tag ablaufen. Ich, der fast 20 Jahre Theaterabenddienst gemacht habe, hab so ziemlich Jeden davon aus den Augen verloren. Nur einer, der an einem anderen Theater arbeitet und den ich nun schon satte 30 Jahre kenne, besucht mich hin und wieder. Ein Exkollege von mir, den ich nun auch schon seit 1984 kenne, kümmert sich rührend um mich lahmen alten Stiesel, fährt mich ins Kino, sogar auf Cts. Und ist auch sonst nur einen Anruf entfernt. Ich musste meine ersten sexuellen Phantasien und Erlebnisse nicht mit einem Wildfremden teilen, von dem ich nur ein Alias weiß und das er bedeutend älter ist als ich. Ich hab es mit einem 15jährigen erlebt, der damit Probleme hatte, sich seiner realen Umwelt mitzuteilen und dessen reale Freunde auf ihn nur mit Mobbing und auch sonst sehr ver, um nicht zu sagen gestört regiert hätten! Ich hatte dafür Zeit meines Lebens gute Freunde. Orientiert habe ich mich dabei an meiner Mutter, deren beste Freundin sie länger kennt, als ich lebe. Bedenken macht mir nur die Jugend, die ihr kostbarstes Gut, eben diese Jugend, ausschließlich im Internet vergammelt und ihre intimsten Probleme wildfremden und noch dazu so alten Leuten, wie mir mitteilen, weil ihr reales Umfeld sie dabei völlig im Stich lässt. Frei nach Shakespeare: Es läuft was Falsch im Staate Dänemark!