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Emotionslos

Equlibrium ist ein düsterer und spannender Film über eine offene Zukunft mit Christian Bale als Grammaton Kleriker John Preston, als Wächter über menschliche Gefühle.
Die Welt in nicht allzu ferner Zukunft: Nach dem dritten Weltkrieg glauben die Machthaber des Superstaates Libria, dass die Menschheit nur überleben wird, wenn man ihr jegliche Gefühle nimmt. So muss sich jeder Bürger täglichen einen Emotionsunterdrücker injizieren. Wer trotz Verbot sich mit Kultur oder Vergnügungen abgibt, wird von den "Klerikern" eliminiert.
Oberkleriker John Preston geht sogar so weit, seinen Partner (Sean Bean) eiskalt umzubringen, weil dieser ein Buch gelesen hat.
Bale, noch gut als der kalt mordende Yuppie Patrick Bateman in „American Psycho“ in Erinnerung, ist eine Idealbestzung für diese Rolle. In einem Staat, vor dem selbst George Orwell noch seinen Horror gehabt hätte, geht er mit versteinertem Gesicht und militärischer Gewalt gegen alle die vor, die keine Drogen nehmen und also noch etwas fühlen können. Diese Aufständischen werden als „Sinnestäter“ und als „Widerstand“ verfolgt und liquidiert. Genauso wie alles vernichtet wird, was irgendein Gefühl hervorrufen könnte. Beides findet sich in den Ghettos, den so genannten Never-Gebieten. Preston ist in einer Kampftechnik geschult, die ihn praktisch unbesiegbar macht, was zumindest seine Kampftechnik sehr viel glaubwürdiger erklärt und auch, wie er Kugeln ausweichen kann, als es in Matrix auch nur ansatzweise gelungen ist.
Alles im Namen eines geheimnisvollen Rates, der wiederum nach den Regeln eines allgegenwärtigen Vaters (Big Brother lässt grüßen) den Staat Libria regiert. Erst als Preston selbst den Emotionsunterdrücker absetzt, kommt seine bislang perfekte Welt mächtig ins Wanken und er hat nun seinen neuen Partner am Hals.
Preston führt nun ein Doppelleben und muss sich sogar vor dem eigenen, fanatischen Sohn in Acht nehmen und er schließt sich dem Widerstand an. So gewinnt der Film weiter an Spannung und es wird überraschend und ziemlich spannend.
Dieser Film ist das, was "Minority Report" und „Matrix“ hätte werden können: Eine düstere Zukunftvision vor bemerkenswerter Kulisse, packend inszenierte Actionszenen und gute Darsteller. Auch wenn sich die Macher (Produzent war Kameramann und Regisseur Jan De Bont) hier zu großen Teilen bei Ray Bradburys "Fahrenheit 451" abgekupfert haben, besitzt diese Variante dennoch eine Menge eigenes Potential.
Da fragt man sich, warum derlei Werke nicht im Kino zu sehen waren.
Ein ziemlich gelungener Film, der sehr zu Unrecht im Schatten des Hype um die Matrix stand. Beängstigende Sci Fi auch er, aber um einiges glaubwürdiger, was nicht zuletzt der besseren Leistung des Hauptdarstellers Christian Bale zu verdanken ist.
Ein Film, der von mir 9/10 Punkten bekommt. Schon, weil er sehr viel unterhaltender und kurzweiliger als Matrix ist und das Thema nicht auf drei langatmige und teure Filme verteilt wurde.