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Entomologen in New York

Keine Angst, es geht hier nur sehr bedingt um Entomologie, also um Insektenforschung. Es geht um zwei Filme, die dieses Thema gelinde gesagt berühren und jeden in blanke Panik versetzen würden, der ohnehin schon eine Phobie vor jeder Art Insekten hat. In „Mimic“ von 1997 und „Mimic 2“ von 2001 geht es hauptsächlich um des Menschen treuesten Begleiter und das ist nicht etwa der Hund, sondern seit mehreren Jahrtausenden die Kakerlake, also die gewöhnliche Küchenschabe. Diese begleitet den Menschen nicht nur, sondern es gibt sie auch viel länger auf der Erde, also seit ca 280 Millionen Jahren und da gab es eigentlich recht wenig Küchen und sie nannte sich nur Kakerlake, die der Lateiner im vorliegenden Fall als Blatta orientalis bezeichnen würde und wie es die Wikipedia weiß. Der Plot ist so simpel wie effektvoll und auch diesmal von Prisma-Online ganz gut zusammengefasst:

„In New York grassiert in näherer Zukunft eine scheinbar unheilbare Epidemie, die durch Kakerlaken übertragen wird. Um die tödliche Gefahr zu bannen, setzt die Wissenschaftlerin Dr. Susan Tyler, eine bekannte Insektenforscherin, eine aggressive neue Schabenart zur Ungezieferbekämpfung ein. Doch die fiesen Krabbelviecher mutieren zu gefährlichen, menschengroßen Monstern...“

Dem wäre eigentlich auch Nichts hinzuzufügen, außer, das dieser dürre Plot verdammt gut und auch ohne bekannte Schauspieler ziemlich spannend gemacht wurde. Die einzig wirklichen Hingucker sind in dem Film die fiesen Insekten, die hauptsächlich in der New Yorker U-Bahn zugange sind und ein paar, daraus resultierende, leckere Effekte, die für echte Insektenhasser der blanke Horror sein dürften. Ich für meinen Teil hatte ja schon die zwei Filme von „Starship Troopers“ hinter mir und da ließ mich „Mimic“ sogar fast kalt. Er ist einfach nur gut und spannend gemacht, obwohl eigentlich sogut wie kein Tropfen Blut zu sehen ist oder zumindest keiner, der mich noch schrecken könnte, denn da ist „Starship Troopers“ schon ganz anders angerührt, denn dort fliegen die Teile von Menschen und Insekten nur so in der Gegend herum, aber das ist auch eine ganz andere Kategorie Film. In „Mimic“ hat sich Regisseur Guillermo del Toro auch jede Art Massenaufnahmen von randalierenden Insekten gespart und setzte dafür mehr auf Schock und Überraschung und genau das ist ihm mit „Mimic“ auch ziemlich gut gelungen.
Der Film hatte zwar ein recht überzeugendes Ende, aber Hollywood wäre nicht Hollywood, wenn es bei einem recht gelungenen Film nicht noch eine Fortsetzung geben würde.
Eine Eigenart der Kakerlaken ist es ja, gegen so ziemlich alles resistent zu sein, also auch gegen das Ende eines Filmes.
So tauchen in „Mimic 2“ auch unbeirrt zwei Meter große Kakerlaken auf, die nicht nur die Menschen stumm vor sich hin metzeln, sondern ihnen auch für den eigenen Bedarf das Gesicht abziehen, um so ihrem Feind noch ähnlicher zu sein. Der zweite Film, „Mimic 2“ ist zwar etwas kürzer als „Mimic“, aber dafür geht es da etwas mehr zur Sache und er hat auch ein sehr überraschendes Ende. Die beiden Filme sind nicht unbedingt der völlige Horror, aber für einen Abend mit recht schaurigen Momenten reichen sie vollkommen. Der unvermeidliche dritte Teil, der erstaunlicherweise auch noch „Mimic 3“ heißt, soll dagegen der völlige Mist sein und wird hier auch nicht weiter erwähnt. Für ein paar Stunden kalter Schauer sind auch die ersten beiden Teile völlig ausreichend, wie ich meine.
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