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Entwarnung?

In den heutigen Landtagswahlen von Schleswig Holstein scheint der Aufstieg der neubraunen Neonazis fürs Erste ausgebremst und gestoppt zu sein und die Nazis wurden weit unter 5 Prozent abgespeist. Sind Nazis im Landtag nur eine ostdeutsche und dort sächsische, regionale Eigenheit?
Wohl eher nicht, denn woanders treiben die Fans von Adolf Hitler nur unter anderem Namen ihr Unwesen. Ob nun NPD, DVU oder die Reps, es ist immer der gleiche, braune Durchfall. Doch der NPD geht es zunächst nicht um die Eroberung der Parlamente.
Sie will durch „den Kampf um die Köpfe“ zuerst Rückhalt in der Bevölkerung gewinnen. Damit wird auch deutlich, warum das Problem NPD sich mit einem Verbot nicht erledigt hat.
Die eigentliche Bedrohung geht nicht von den meist kläglich scheiternden
Versuchen aus, sich parlamentarisch zu verankern, sondern von einer locker um die NPD
gruppierte Neonazi-Szene. Diese wird sich aber mit dem Verbot der NPD nicht in Luft
auflösen, sondern unbeschadet weiter bestehen: Ihre Identität bezieht sie vor allem aus
ihrem rechten Lifestyle, ihrer Unkultur, und weniger aus ihrer Anbindung an eine politische Partei. Und zur Koordination dieser Kreise ist eine Partei in Zeiten von Handy und Internet nicht mehr nötig.
Eigentlich sollte dieser ganze rechte Müll bei normalen Menschen auch völlig unnötig sein, aber nachdem nun schon zwei Kanzler in Folge das Geld des Volkes mit beiden Händen ausgegeben und die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland auf über fünf Millionen getrieben haben und es sich dabei noch gut gehen und wie Helmut Kohl sogar noch dafür feiern ließen.
Menschen, denen über Jahre das Blaue vom Himmel versprochen und gelogen hat, bekommen jetzt mehrere Optionen: sie wählen eine SPD, die ein Programm CDU-Light macht, oder eine CDU mit der Originalversion in ganz hart.
Oder sie schalten das Hirn ab und wählen irgendeine Art von Nazis, die alles versprechen. Die Wähler in Schleswig Holstein hatten das Gehirn zur Wahl eben mitgenommen, die Wähler der Neonazis in Sachsen und anderswo offenbar nicht.
Es gilt also erst einmal das Prinzip der Wählerschelte, denn es liegt weiter in ihrer Hand, ob es in deutschen Parlamenten wieder Nazis geben wird oder nicht. Es liegt allerdings ganz in den Händen der etablierten Parteien, ob sie einfach stur weiter so machen, wie bisher, oder mit ihrer Politik endlich die Probleme dieses Landes lösen.
Nur schläft Schröders ruhige Hand aber langsam ein und eine Frau Merkel kann und will sich eigentlich keiner bei der Problemlösung vorstellen. Zumal ja die Rezepte dafür bei den beiden großen Parteien haargenau die Gleichen sind.
Man hat also wieder nur die Wahl zwischen dem großen und dem kleinen Übel, oder man verschenkt seine Stimme an eine ewig mitlaufende und machtgeile FDP oder noch viel schlimmer und dümmer, an die Nazis.
Es gibt also keinen Grund zur Entwarnung, weil die Braunen mal ein Länderparlament verfehlt haben, sondern es gilt die braune Seuche weiter zu bekämpfen!
Bis zur Wahl 2006 ist noch alles offen und ich kann nur hoffen, dass die Wähler dann auch mit Verstand zur Urne gehen. Meine Wahl wird auch wieder nur eine sein, die hoffentlich Schlimmeres verhindern wird.