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Erdrutsch in Hamburg

Wahlsieg in Hamburg

Nach sehr langer Zeit konnte die SPD in Hamburg mal wieder einen Erdrutschsieg einfahren. Nur lag es nicht daran, dass die SPD so gut war, sondern weil das schwarzgrüne Experiment mit Pauken und Trompeten gescheitert ist. Der Bruch der Koalition hatte jedenfalls viel mit verletzten Eitelkeiten zu tun und daher will ich nicht näher darauf eingehen. Er brachte der SPD jedenfalls fast 50 Prozent die absolute Mehrheit und die macht nun den Eindruck, als wüßte sie nicht, was sie damit sollte.
Die Grünen als Beteiligte in Hamburg konnten sind drittstärkste Kraft geworden und sollten als Beteiligte des Scheiterns darüber erstaunt sein. Aber FDP und Linke konnten das Versagen von Schwarzgrün nicht groß profitieren. Wie in der Politik in Ägypten haben die Politiker der CDU einfach den tatsächlichen Willen des Volkes übersehen und verdrängt.
Während sie dort diffuse Ängste vor Islamisten schürten und in Hamburg dasselbe mit Rot/Grün versuchten, haben sie einfach nur jeden Draht zur Realität verloren.
Die Ägypter wollten einfach nur Demokratie und die Hamburger eine andere Regierung für ihre Stadt. Die Islamisten sind in Kairo eher chancenlos und die SPD wird in Hamburg auch nicht allzu links werden, denn dazu ist sie der CDU mittlerweile schon zu ähnlich. Der neue Erste Bürgermeister Olaf Scholz war in der Großen Koalition unter Merkel bis 2009 sogar mal Bundesminister für Arbeit und Soziales und hat da nicht allzuviel gerissen.
Links ausbrechen und seine Partei auf der Seite überholen wird er also sicher nicht. Mehr wollen die biederen Hamburger ja auch gar nicht. Die regierende Union machte allerdings auch bundespolitisch keine allzu gute Figur.
Die Verlängerung des Krieges in Afghanistan, das Theater um die Gorch Fock und das monatelange Gezerre um eine winzige Erhöhung bei Hartz IV von einer Regierung, die sich sonst bis in die Steinzeit verschuldet, nur um maroden Banken dann Milliarden Euro hinterher werfen zu können. Deshalb versicherte Merkel auch eilig, der Sieg der SPD in Hamburg hätte mit ihrer Politik rein gar nichts zu tun.
Sowas geht aber auch an der Landespolitik nicht spurlos vorbei. Zumal diese Erhöhungen sofort von Inflation und Preiserhöhungen geschluckt werden.
Was nun die Hamburger angeht, können die froh sein, nicht in Libyen zu leben, denn um Muammar al-Gaddafi, den Vertreter der lybischen CDU, loszuwerden, hätten sie sogar mit Toten rechnen müssen. Aber auch in Deutschland gibt es politisch unklare Verhältnisse. So durften in sogar Nazis demonstrieren und die Polizei rückte nur aus, um diese Verbrecher vor einer linken Gegendemonstration zu beschützen.
In Sachsen regiert auch die CDU und die beweist immer öfter ein ziemlich gespaltenes Verhältnis zu Gut und Böse. 12 Jahre Hitler und ein verlorener Weltkrieg mit 50 Millionen Toten haben der CDU scheinbar nicht gereicht. Deutschland und seine Einwohner haben mit Inflation und Preissteigerungen hat ihnen die Regierung der CDU mit integrierter FDJ genug Probleme übergeholfen. Zurück zu Hamburg und die SPD. Wenn sich nun SPD Chef Gabriel breit vor den Kameras des Fernsehens aufbaut und den Wahlsieg in Hamburg mutig auf den Bund hochrechnet, liegt er genauso daneben, wie jeder andere SPD Chef vor ihm.
Die Hamburger hatte nur Glück und den richtigen Kandidaten im Angebot. Die Bundes SPD leidet weiter an chronischer Personalnot, denn da gibt es keinen, der genug Ausstrahlung und Charisma hätte, dass man ihm eine bessere Führung des Landes zutraut. Eigentlich ein Dauerzustand seit er Zeit von Helmut Schmidt. Den Hamburgern sei es gegönnt.



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