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Ersatzteillager

Nachdem Regisseur Michael Bay in seinen letzten Filmen entweder auf pure und fast sinnfreie Action setzte, wie 1999 in „Bad Boys II“ oder 2004 über die Hobbys und Gepflogenheiten der texanischen Landbevölkerung im „The Texas Chainsaw Massacre“ berichtet hat, die dort gerne mal junge Touristen umgebracht und filetiert hat und dabei auch gleich die ungebremste Kriegslust und Blutgier des aktuellen amerikanischen Präsidenten erklärte, der in Texas ja seine Wurzeln hat, verschrieb sich Bay nun in „Die Insel“ einer anderen Horrorvision, dem amerikanischen(?) Gesundheitswesen von Morgen.
Da der Film ja längst durch die Kinos und nun als DVD zu haben ist, verrate ich auch nicht zuviel, wenn ich auf den Inhalt etwas eingehe. Ein gewisser Lincoln Six-Echo (McGregor) wacht in nicht allzu ferner Zukunft von Alpträumen geplagt in seinem Bett auf und der Zuschauer erkennt eine sterile Umgebung, die auf ein Krankenhaus oder Ähnliches schließen lässt.
Fast richtig, denn es ist ein Institut, das unter der Erde angelegt ist, weil die Erde nach einer Umweltkatastrophe so verseucht ist, dass es nur dort noch möglich ist zu überleben. Dort und auf einer geheimnisvollen Insel, die man allerdings nur sehen wird, wenn man als Insasse des Instituts in der Lotterie gewinnt, bei der alle mitmachen. Sean Bean gibt den undurchsichtigen als Institutschef Merrick der alle Insassen des Instituts als Produkte bezeichnet und nicht als Menschen.
Von diesen Produkten läuft eine ganze Menge mit seltsamen Bezeichnungen in weiß gekleidet im Institut herum und alle warten auf die Ergebnisse der täglichen Lotterie, weil jeder auf die Insel will. Lincoln Six-Echo hat Kontakt zu einer Jordan Two-Delta (Scarlett Johansson) auf, aber der Kontakt wird scharf überwacht.
Lincoln ist neugierig, fast etwas zu neugierig für Institutchef Merrick, denn er findet heraus, dass die ganze Lotterie nur ein Fake ist und es diese Insel auch gar nicht gibt. Die Gewinner der täglichen Lotterie wurden ganz einfach anderswo ihre Organe brauchte. Anderswo, dass fanden Lincoln Six-Echo und Two-Delta heraus, als sie mit der Hilfe von einem Farmer, ein grandios spielender Steve Buscemi, aus dem Institut flüchteten, war die, natürlich nicht verseuchte Welt außerhalb des Instituts, wo Leute lebten, die Merrick dafür bezahlten, dass er von ihnen gezüchtete Klone beherbergt und so aufzieht, dass deren Organe zum spenden bereit sind, wenn die Besitzer der Klone, die Sponsoren, mehr oder weniger ernsthaft erkranken, vermögende Leute, die sich bei Merrick ihr Ersatzteillager hielten.
Gesundheitsreform a la Michael Bay also und sollten Bush und Merkel den Film gesehen haben, könnte sie glatt auf Ideen kommen, denn die Genforschung wäre ja in absehbarer Zeit weit genug.
Michael Bay ließ es bei der Verfolgung der beiden entwischten Klone dann noch einmal so richtig krachen, bis er den Film dann zu einem überraschendem Ende brachte.
Meine Wertung für diesen Film erreicht so auch eine 9/10 alleine für Idee und Botschaft. Mir hat man seltsamerweise von diesem Film abgeraten und ich bin auch beim ersten Ansehen der DVD eingeschlafen, aber das hat nichts zu sagen, denn ich war erschöpft und müde. Beim zweiten Anlauf hat mich der Film dann gefesselt.

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