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Es ist vorbei!

Diese lange und quälende Warterei und das Gestreite mit den von virtueller „Macht“ besoffenen Bonsaiegos im Internet wird ein Ende haben!
Ich hatte heute das ersehnte Gespräch mit meinem oberstem Chef, dem Intendant des Friedrichstadtpalast, das meine Freunde und Kollegen vom Betriebsrat nach sehr langen drei Jahren eingerührt hatten.
Wir sind heute los und holten meinen ebenfalls kranken Freund und Kollegen Till ab, der nicht ganz unwichtig im Betriebsrat ist und fuhren zum Termin um 15:00 Uhr.
Im Theater angekommen, gab’s unten erstmal das für mich immer noch ungewöhnlich große Hallo und Wiedersehensgejohle ohne jede Berührungsangst. Menschen mit offenem Herzen und ehrlicher Freude, die diese auch zu zeigen imstande sind, dann ein außerordentlich aufgeräumter und recht gut gelaunter Intendant, der auch die Kollegialität an den Tag zu legen imstande war, die ich nun über drei Jahre so schmerzlich vermisste.
Ohne großes Drumherum kam er auch zum Punkt und ließ durchblicken, das der Friedrichstadtpalast auch jetzt noch nicht bereit ist, sich der nackten Ellenbogenmentalität dieser Gesellschaft zu unterwerfen.
Ein Chef, wie er in keinem Buche steht. Auch er behandelte mich Respektvoll als einen Kollegen, der nur mal eben kurz fort gewesen ist und konnte sich sogar an meinen, damals umstrittenen und nun leider verstorbenen ganz persönlichen Orchesterhund Alex erinnern, der aber auch für viele Kollegen von Orchester, Damenballett und auch der Technik ein Quell der Freude war.
Mein kurzer Verweis auf bevorzugten Abenddienst brachte dann erfreuliche Gedankengänge ins Rollen. Er wird mit meinem ehemaligen und hoffentlich bald wieder direkten Vorgesetzten, dem Musikalischem Oberleiter des Hauses sprechen und Einzelheiten meiner Reanimierung, so empfinde ich das zumindest, in Ausführlichkeit besprechen. Um das Gespräch rund ausklingen zu lassen, lud er mich auch gleich noch offiziell zum 7. August zur Spielzeiteröffnung ins Theater ein. Ein Tag, wie ich ihn mir seit drei Jahren erträumt und erhofft habe. Ich werde dann eben geholt, wenn einer gebraucht wird, wenn Not am Mann ist und der etwas Ahnung von der Materie Revuetheater hat. Gutes Arbeiten scheint dann doch zu lohnen, denn wenn die Meine mies gewesen wäre und ich ein schlechter Kollege, würde man an sowas wie heute ja kaum denken. In diesem Jahr stehen noch eine Menge Premieren an und da wird es an Arbeit, auch für mich nicht mangeln. Ich glaube, dass ich nun besser schlafen kann, als jede Nacht der letzten drei Jahre.
Nun kann ich diese ganzen, von virtueller „Macht“ besessenen Egopygmäen aus dem Internet, die im realen Leben nicht mehr als Nullen sind etwas lockerer nehmen und ziemlich links liegen lassen, ich bin wieder ein Mensch, der sich durch Arbeit definieren kann und nicht durch virtuellen Müll und ich werde auch niemandem mehr so auf der Tasche liegen müssen!
Ich muß mir für meine realen und echten Freunde und Kollegen noch mächtig was zum Dank einfallen lassen, aber das wird sich schon finden. Internet werde ich natürlich behalten, denn ich habe ja eine HP zu füllen und auch Freunde gefunden, die ich so am Billigsten und Schnellsten erreiche! Meine Mutter zeigte auch eine gewisse Erleichterung, da ich dann nicht nur ihr auf den Kranz gehe, wenn sie vorbeikommt.