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Europäische Spesenritter

Die erwachsenen Europäer werden nun seit Monaten im Fernsehen, auf Plakaten und in anderer Werbung damit genervt, das sie am 13. Juni doch gefälligst zur Europawahl zu gehen hätten. Nun ist aber das Fernsehen, vorneweg Stern TV, recht fix und erzählt den neugierigen Deutschen, was die dahin gewählten Abgeordneten der großen Parteien so treiben. Außer undurchsichtigen EU-Gesetzen machen sie vor allem eines. Sie betrügen das deutsche Volk. Mit Vorliebe lassen sie sich Tagegelder für Sitzungen auszahlen, die nie stattgefunden haben und reichen Reisekostenabrechnungen für Flüge ein, die sie so nie gemacht haben. 165396 Euro Mitarbeiterkosten werden 2004 pro Abgeordneten geltend gemacht. Dazu dann monatlich noch 3500 Euro im Monat an Tagegeldern und eine „Kostenpauschale“ von 3700 Euro und der Wähler weiß, wo seine Steuern in Europa verbraten werden. Allein deutsche Abgeordnete kommen so auf über 7000 Euro cash im Monat. Ein stolzer Preis, um bspw. einen europäischen Standard für Leberwurstpelle zu bekommen. Erstaunlich ist nur, dass ins Europaparlament nur die Politiker entsorgt werden, die ohnehin durch keinerlei positive Leistung aufgefallen sind. Für die Grünen z.B. eine gewisse Michaele Schreyer, die in Berlin als Senatorin unter dem regierenden Bürgermeister Walter Momper gescheitert ist. Anders, als ihre prominente, entschlussfreudige und tatkräftige grüne Kollegin Renate Künast war sie für die Bundespolitik nicht zu gebrauchen und so bekam Frau Schreyer einen Spitzenplatz für das Milliardengrab Europaparlament. So geht as aber quer durch alle Parteien aller Länder. Wer zuhause als Politiker nicht oder nicht mehr zu gebrauchen ist, macht sich tapfer stark für ein lauschiges Plätzchen an den gefüllten Trögen des Europaparlaments. In den Zeiten von Finanzknappheit in so ziemlich allen europäischen Staaten ein ziemlich ungeheuerlicher Luxus, den die Politiker sich da leisten und ein Schlag ins Gesicht der Millionen von Arbeitslosen Europäer noch dazu. Kontrollinstanzen gibt es so gut wie keine. Zumindest keine, die nicht aus den Reihen der Parlamentarier selbst kommen. Zum Glück gibt es interessierte Medien, aufmerksame Vertreter der Steuerzahler und vor Allem das Internet. Dort stellen dann noch einige der wenigen redlichen Abgeordneten die unterschriebenen Anwesenheitslisten hinein und man kann nachlesen, wie besonders Gierige, die den Hals absolut nicht voll bekommen und sich sogar für Tagegeld eintragen an Tagen, wo es nachweisbar gar keine Sitzung gab. Kein Wunder also, das sich die Politiker aller europäischen Staaten m einen Mitgliedschaft im Selbstbedienungsladen Europa reißen. Bezahlen tun das Ganze einige wenige europäische Staaten, die wirtschaftlich noch nicht ganz am Boden liegen und erstaunlicherweise gehört Deutschland noch mit da zu und ist sogar einer der Hauptbeitragszahler. Im Angesicht solcher Tatsachen und der völlig verlogenen Wahlwerbung, die im Fernsehen allen Menschen nichts weniger als Alles verspricht, ist der 13. Juni für mich einfach nur ein Sonntag von vielen, den ich zuhause und nicht im Wahllokal verbringen werden werde. Ich habe Europa noch ohne Euro bereist und finde es ohne die verlogene und sauteure Politik ohnehin sehr viel sympathischer. Dieses Europaparlament ist sowieso nur eine weitere Veranstaltung der Politiker, um das Geld der deutschen Steuerzahler unter sich aufzuteilen. Da bin ich doch dann lieber ein schlechter Europäer, als ein betrogener Deutscher.