About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Fünfter und sechster Tag

Zoff im Paradies, etwas gammeln, wieder beim Barbie, den Urlauber raushängen lassen, der Abschied vom Paradies und Heimkehr in die Kälte

Immer, wenn Menschen unter extremen Bedingungen zusammenleben und 1500 Kilometer bei 45 Grad im Schatten kann man schon ohne viel Phantasie als halbwegs extrem bezeichnen, bauen sich Spannungen auf, die besser gleich abgebaut werden sollten. Dies gilt umso mehr, wenn ein so launischer alter Zopp wie ich dazugehöre, denn dann kann auch einem Engel wie Bine mal der Faden reißen und es kommt zu sinnlosem Streit. Die Anstrengungen fordern eben ihren Tribut und die Nerven liegen blank. Da muss man den Streit einfach nur in die richtigen Bahnen lenken und stundenlang einen, inhaltlich hochwertigen Streit über die Kleiderordnung von Nacktschnecken und das Fortpflanzungsverhalten von Ohrwürmern geführt. Das nahm einem echten Streit die Luft und lenkte ihn um. Nach 10 Minuten war der Spuk vorbei, wir hatten uns wieder lieb und Bine wollte sogar den Barbier bezahlen, der im Hotel nun die Männer auf orientalische Art rasierte. Etwas, was ich sehr gerne habe und deswegen immer wieder in den Orient und da der Ort Hurghada ein künstlich geschaffener Badeort ist, der in der Geschichte Ägyptens absolut keine Rolle spielte und sich weder ein Gott, noch ein Pharao dahin verirrt hat, gibt es da auch keine Tempel, Grabesstätten, oder sonst was kulturhistorisch Wertvolles gibt, ist dieser Ort auch eine kulturfreier Glutofen, in der ein Tourist zum shoppen verdammt, wenn er nicht zum steinigen Strand des Roten Meeres will, um sich dort bei 45 Grad im Schatten die Haut zu verkohlen. Nun war mit dem Ende der Reise aber auch ein bemerkenswertes Ende unseres Geldes und so fiel auch das Shoppen flach. So ließen wir nach dem Barbier uns einfach gut gehen, den Urlauber raushängen und uns wie die Könige von vorne bis hinten bedienen. Der Tag verging dann doch sehr schnell und so fanden wir uns nächsten Morgen am Flughafen von Hurghada wieder, um dort wieder mit der Air Cairo in ihrem Bomber der ukrainischen Gebirgsmarine, ein ehemals sauberer Airbus A 110 nach hause, ins kalte Deutschland eher gekarrt als geflogen zu werden. Dieser Touristenbomber ohne einen Captain Ali war dann Nervigerweise nicht nur mit hochgradig verbrannten Eltern voll gestopft, sondern auch mit deren hyperaktiven, verhaltensgestörten und verzogenen Bälgern, die um die Wette nerven mussten, um sich zu unterhalten, weil die Eltern die erforderlichen Ketten und Handschellen wohl im Hotel vergessen hatten und so flogen wir nicht nur zurück in ein Land, das nicht nur klimatisch kalt ist und kamen aus einem Land, in dem auch die Menschen, die wirklich arm sind eine Zufriedenheit und eine Herzlichkeit ausstrahlen, wie sie im reichen Deutschland völlig unbekannt sind. ob nun Hotelangestellte oder arme Nubier, die eine alte Feluke Steuern, sie sind nicht nur hilfsbereit, sondern auch bereit, den letzten Tee oder Kaffee mit völlig Fremden zu teilen, denn mir zumindest ist es so geschehen. Trotz der beinahe gleichen Ziele war diese Reise keine Neuauflage von 2004, sondern sie war sehr viel besser. Schon, weil ich durch meine sehr kontaktfreudige Begleitung Bine nicht nur Land, sondern auch die Leute sehr viel besser kennen gelernt habe.
So sind wir also in einem, nicht nur klimatisch kälter werdendem Deutschland zurück, in dem eine Frau mit Charme und Charisma einer Aushilfsputzfrau allen Ernstes Regierungschefin werden will und dafür allen alles verspricht. Aber auch Bine und ich haben uns besser kennen gelernt und eine geistige Verwandtschaft entdeckt. Wenn es also in Deutschland noch schlimmer wird und mit Merkel und der Union wird es das, hat Bine den Wunsch geäußert, wieder mit mir zu verreisen. So schlimm, wie es potthässliche, titelgeile alte Weiber und ihre gestörten Mantelkinder im Internet behaupten, kann ich als Mensch dann wohl nicht sein und das gibt mir nicht nur Kraft zum Leben.
Als kleines, unsichtbares Souvenir haben Bine und ich nun noch den „Fluch der Pharaonen“ mitgebracht, welcher den Gang zum Bad dann doch erheblich beschleunigt.
Wer es unbedingt braucht