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Fazit einer Reise in 1001 Nacht

Es war wohl die schönste und angenehmste Reise, die ich in meinem Leben unternommen habe. Die mit Abstand Wichtigste noch dazu.
Immerhin eine Reise im Zustand körperlichen Verfalls und einem allgemeinem Tief. Doch mit einer sehr angenehmen Reisebegleitung in ein so schönes Land mit einem solchem Klima und kultureller Vielfältigkeit lassen einen doch jeden Stress vergessen, oder zumindest sehr unbedeutend erscheinen. Wie absolut Lächerlich sind diese kriegsgeilen Nazikinder, die im Internet wohnen, wenn man bei über 30 Grad mit wirklich interessanten Menschen auf dem Nil dahinschippert.
Wie unwichtig und witzlos ist das politische Gezänk über fehlende Steuergroschen und Hartz IV im Angesicht der Menschen hier, die wirklich um ihr täglich Brot kämpfen müssen. Die Masse der Ägypter würde liebend gerne für einen Euro die Stunde arbeiten gehen, denn die Meisten verdienen soviel nicht mal am Tag. Es mag sein, das ein Leben in Ägypten insgesamt billiger ist, aber auch das ist ja eine Frage der richtigen Politik. Man muss nicht erst auf einem Luxusdampfer durch ein solches Land fahren, um das zu wissen. Halbwegs intelligente Menschen wissen so etwas aus den Nachrichten und aus Zeitungen. Wenn man allerdings vor Ort so etwas erlebt, merkt man erst richtig, wie dekadent und wie verwöhnt doch so einige Deutsche sind.
Wir Deutschen schreien schon Armut, wenn uns 10 Euro am Spritgeld fehlen, ohne überhaupt zu wissen, was das Wort Armut eigentlich wirklich bedeutet. Ein wenig Bescheidenheit würde den meisten Deutschen nicht schlecht zu Gesicht stehen. Wenn solche Erkenntnisse Teil der gewonnenen Einsichten einer Reise sind, dann bildet Reisen doch und dann sollten wir Deutschen dann doch etwas gezielter verreisen. Ich war eine Woche im Islam und konnte nichts Böses daran finden, denn der normale Mensch hier hat eine genau solche Angst vor religiösen fundamentalistischen Extremisten, wie jeder normale Mitteleuropäer auch. Religion interessiert mich zwar noch immer nicht, aber die Vorschriften des Islam, was das Verschleiern von Frauen betrifft, würden einigen Frauen in der deutschen Politik nicht unbedingt zum Nachteil gereichen. Die habe ich ja nun wieder täglich, wenn sie meinen, ihre Larven in die Kameras halten zu müssen. Ich kann eigentlich nur noch meinen Dank aussprechen.
Dank an eine herzensgute Mutter, die ihr schmales Konto dafür geplündert hat, auf das ich aus meinem Kerker mal rauskomme.
Extrem großen Dank an Torsten, der es eine ganze Woche mit mir in einem Raum und auf der Wanderschaft durch tausend Tempel ausgehalten hat, ohne mich umzubringen und sogar trotzdem noch mein Freund ist. Einen Dank an Sabine und Lina, die mir so großherzig eine Woche Mann und Vater überlassen haben. Einen Dank an die hunderte sichtbaren und unsichtbaren ägyptischer Helferlein, die mir und uns rund um die Uhr mit einem Lächeln im Gesicht zu Diensten waren.
Ein sehr spezieller Dank an die Horde Triebgesteuerter Frauen aus dem Ruhrpott, die sich den hellbraunen Männern aus Afrika widmen, weil ja die europäischen und deutschen Männer es nicht bringen. Die haben mein negatives Frauenbild, was ich mir hart erarbeiten musste, bis auf den I-Punkt bestätigt. Einen großen Dank noch an den Kapitän unseres Schiffes, der es durch alle Tiefen Wasser, Unwetter und an allen afrikanischen Eisbergen vorbeigesteuert und wieder in den Heimathafen gebracht hat. Einen Dank an die Krokodile des Nil, das sie ihren Appetit selbst bei meinem Anblick im Zaum halten konnten und mich als Dessert trotzdem am Leben ließen. Ein Dank an mein fünf Jahre altes Notebook, das trotz Windows98 jede noch so heiße Klimaattacke mitgemacht und überstanden hat. Einen Dank an die Crews von Air Berlin, die uns so relativ preisgünstig und bequem nach Afrika und wieder nach Hause brachte und uns jeden noch so absurden Wunsch erfüllte. Einen Dank an die Al Kaida, das auch sie sich zurückhalten konnte und woanders wütete. Einen letzten Dank auch nochmal an die gesamte Besatzung des Schiffes, der Zeina, das sie uns so bequem und wohlbehalten den Nil rauf und wieder runter gebracht haben. Einen, auch sehr speziellen Dank an die Idioten, die mir den temporären Abschied vom Internet so leicht gemacht haben und auch einen Dank an Jan, Mika und Dennis, die sich derer angenommen und aufgepasst haben, das meine Flecken im Internet nicht zu sehr durch rechte Fanatiker besudelt wurden. Eigentlich einen Dank an alle, die mir einen solchen stressfreien Urlaub ermöglicht haben!