About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Fortschritt

So, wie sich dieser gerade „Made in America“ zeigt, ist er eigentlich eher erschreckend und das Gegenteil. Die Amis machten sich lautstark lustig über den Schrott, den die Russen die Erde umkreisen ließen und tapfer Orbitalstation nannten, die MIR. Nachdem diese nun recht unspektakulär nach etlichen Jahren ihres Daseins ohne große Verluste in der Atmosphäre verglühte, durften die USA mal wieder feststellen, wie sehr sie doch im Glashaus sitzen. Nachdem schon die Challenger 1986 mit viel Rauch und sieben Menschen an Bord für jedermann sichtbar am Himmel auseinander fiel, setzten die Amis weiter auf die angebliche Trumpfkarte Spaceshuttle und jagten diese Dinger solange ins All bis passierte, was passieren musste. Ein Stück von diesem Schrott aus den achtziger Jahren gab mit viel Licht und dem Verlust weiterer vier Menschenleben seinen Geist auf, folgte den Gesetzen der Schwerkraft und fiel einfach runter. Kein normaler Mensch käme auf die Idee, einen ungepflegten 20 Jahre alten Käfer oder eine Ente ohne TÜV zur Formel1 anzumelden, aber die Amis jagen 20 Jahre alte und schlecht gewartete Müllhaufen voller Menschen ins All und wundern sich dann noch lautstark, das die Dinger wieder herunterfallen und sogar die Menschen an Bord sterben. Die mehrfache Verwendbarkeit dieses Transportmittel Spaceshuttle, was die Amerikaner immer als besonderen Fortschritt gefeiert haben, wurde der Columbia zum Verhängnis. Sie war in den 20 Jahren ihrer Existenz wohl schon etwas zu oft verwendet worden und die Wartung war da wohl eher schlampig. Ich erinnere mich noch genau an das erste Shuttle dieser Baureihe. Es war nicht im All, sondern mit ihm wurde nur die Landung getestet. Es trug den Namen Enterprise, wie von Millionen StarTrek Fans aus aller Welt damals gefordert. Auch ich dachte damals, 11 Jahre nach der Mondlandung, das nun der vernünftige und zivile Teil bei der Erforschung des Weltraums beginnt, denn so ein Mehrwegfahrzeug sollte an sich ja schon billiger sein. Doch nur ein paar Jahre später, 1985, rechnete die ESA, die europäische Weltraumbehörde, jedem vor, das ein Start dieses Mehrzweck und Mehrwegfahrzeuges ein Vielfaches dessen kostete, was z. B. ein Start der Einwegrakete Ariane kosten würde. Russland muss auch rechnen gekonnt haben, denn es hatte zwar ein ähnliches Shuttle auf dem Reißbrett, aber erledigten seine Weltraumgeschäfte, unter anderem auch die MIR und deren Versorgung, weiterhin mit Einwegraketen. Bei den Amerikanern wurde indes nur die Klappe größer und die Pläne dafür immer Abenteuerlicher. Nachdem die russische Raumstation MIR das Zeitliche gesegnet hatte, sollte es umgehend einen Ersatz geben, der natürlich durch die NASA und ihre Shuttles versorgt werden sollte und nun schwebt da oben die ISS, eine amerikanisch/europäische Weltraumstation. Im Vergleich zu den gewaltigen Weltraumstationen mit allem Komfort, die bei „StarTrek“ im All schweben, ist da natürlich nur das Skelett einer Ratte, aber immerhin schon mal ein Anfang. Nur die Versorgung dieser Ratte müssen bis auf Weiteres erstmal wieder die „Wegwerfraketen“ übernehmen. Zum Mars werden die Amerikaner in absehbarer Zeit wahrscheinlich nur per Anhalter kommen!