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Freitag der Dreizehnte

Dieser Freitag hat ja seinen Ruf und genau den schien er im Vorfeld auch erstmal zu erfüllen, denn Markus konnte nicht wie eigentlich geplant, kommen. Dann las ich im Forum Nensch, das die gegen Gebühren protestierenden Studenten dort, die das Ding betreiben, sich nun endgültig unglaubwürdig und zum Affen machten, weil sie beschlossen hatten in Zukunft selbst Gebühren für die Nutzung ihrer virtuellen Ödnis einzutreiben, womit ich dann mangels Geld und Interesse natürlich ganz raus wäre. Diese unglaubwürdigen Clowns haben jetzt nicht nur ihr wahres, gieriges Gesicht gezeigt, sondern aus ihrem Forum endgültig eine kommerzielle Seite gemacht, die genau wie dies kommerziellen Sexangebote im Internet auch nur virtuelle Befriedigung versprechen und halten können. Das Argument der Kosten haben sie 1:1 von den Politikern übernommen, die jetzt Studiengebühr verlangen wollen. Sie sind also nicht besser. Zumal ihre Angriffe im Forum auf Schily und Co. Nur ihren Neid auf die beweisen, die als Studenten andere und nicht immer einfachere Wege gingen und ihre Ziele nun erreicht haben.
Außerdem machen diese Gebühren den Eindruck eines Entgeltes, das man abzugeben hat, wenn man einen fremden Lebensraum betritt. Ein solches, entgeldverlangendes Forum vergewaltigt zwar den Sinn eines freien Internet, aber bevor ich für das Lesen von faden Gedichten, das Kampfgejammer beleibter Studenten, den Beschimpfungen durch einen niederen Oberösterreicher und 556seitigen „Anekdoten“ über Friseurmobiliar auch noch Geld ausgebe, gehe ich lieber auf ein Techno- oder Rapkonzert oder beiße ich mir dann doch eher meine letzte Hand ab. Diese Jungkapitalisten für die Landbevölkerung haben erst Daten über mich gesammelt und wollen nun Geld? Da stünde dann zu befürchten, dass bei mir vor der Tür bald vermehrt die Zeugen Jehova stehen und auch einen Obolus wollen, denn sie würden mich ja interessanterweise auf Hausfriedensbruch(!) verklagen, wenn ich bleibe und eine Meinung habe. Also wohnen sie auch dort.
Nur überhebliche junge und jüngere Leute, die aber auch alles besser wissen, ohne je richtig gelebt zu haben habe ich genug im Internet kennen lernen müssen, ohne dafür etwas zu zahlen. Soviel zur virtuellen Welt der Versager, die mit Zynismus und Spott nicht umgehen können und sofort internetspezifische Schimpfworte von sich geben, wenn sie wiedermal etwas nicht begriffen haben, ich wäre ein „Troll“, gaben sie oft und gerne von sich, aber ich habe Herr der Ringe und Harry Potter gesehen und diese Trolle da waren alle zu Beweglich, um mir ähnlich zu sein.
Dann begann der unterhaltsame Part dieses Freitages. Torsten kündete sein Kommen für 20: 45 Uhr an und ab da wurde es lustig. Ollis Lokal war voll und die Meisten kannten mich und grüßten entsprechend freundlich. Peewee’s laut gebrülltes „Schubi“ tönte mir bis zum Roulettetisch nach. Karo sah mich und machte auch sofort die hinterlegten 80 Jetons vom letzten Freitag für mich klar. Stefan hatte diesmal frei und an seiner Stelle fungierte Dirk als Groupier, den ich noch vom Black Jack kannte, dass aber mangels Interesse wohl eingestellt wurde. Roulette ist ja auch spannender. Dank meinen gehamsterten Vorräten an Jetons konnte ich meine Transvalen und Quadrate legen, wie ein Wilder und auch auf Gewinn.
Die Rechnung ging auf und wären die Euro gewesen, wäre auch meine Miete in Sack und Tüten. Es waren aber nur Jetons und die konnte ich dann Martin etwas abgeben, wenn er etwas klamm durch zu forsches Setzen war.
Martin war ein freundlicher Mittzwanziger, der sich an seinem Bier festhielt und mir ansonsten freundlicherweise beim Setzen meiner Jetons zur Hand ging. Nun wäre es aber nicht Freitag der 13. gewesen, wenn nicht noch irgendwas danebengegangen wäre. Das geschah dann auch gründlich, als ich aufstand und der Tollpatsch in mir mein Getränk kraftvoll über den Tisch verteilte. Obwohl alle unerwartet freundlich reagierten, zog ich die Konsequenz und ließ mich nach Hause bringen.
Meinen Gewinn hinterlegte ich wieder bei Karo, falls Markus dann doch noch mal kommen kann. Er hätte gestern jedenfalls seinen Spaß gehabt. Den Rest meines Verdienstes beim Friedrichstadtpalast legte ich heute in Computerzubehör und einige unterhaltsame Filme an. Bei Nensch bleibt mir nur der Blick zurück im Zorn, denn wo ich auch vorher im Internet war habe ich wenigstens interessante Leute kennen gelernt, aber bei Nensch gab es so was nichtmal ansatzweise. Nur selbstherrliche Spießbürger jeden Alters, die eigentlich nur geistig onanieren und so was ist über die Maßen langweilig!