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GIGA goes down

In einer seiner letzten Sendungen aus Düsseldorf wollte die einstige Computer und Internetsendung GIGA wohl den Beweis antreten, dass sie nicht nur technisch völlig am Boden ist, denn sie hat als zuständigen „Star“ doch allen Ernstes den grölenden Medienkasper, Prinz Peinlich Daniel Küblböck eingeladen.
Unter der Headline „Abschied von Düsseldorf“ wurde damit auch ein allerletzter Abschied vom Niveau zelebriert, dass es dort in Ansätzen mal gegeben hatte. Ich hab mich zu NBC GIGA auch nur verirrt, weil ich auf n-tv und N 24 nachsehen wollte, was unsere halbgewählten Spaßvögel so treiben, denn NBC Europe liegt direkt daneben. Da sah ich dann Prinz Peinlich sich wie üblich gebärden und sich selbst inszenieren.
Da mich eine gewisse Morbidität schon immer neugierig gemacht hat, blieb ich mal für 10 Minuten hängen und sollte es bereuen. Nicht nur, dass Herr Küblböck seine Sendezeit mal wieder darauf verwendete, nun auch den letzten Zwölfjährigen, der sich GIGA antut, über seine gestörten sexuellen Praktiken von homo, bi, hetero und/oder multisexueller Natur aufzuklären, nein, eine Moderatorin mit fremdsprachiger Zunge fragte in einem sehr gestörtem Deutsch dann auch noch nach. So erfuhren geneigte oder ungeneigte Zuschauer, dass Daniel Küblböck seinen letzten, an sich hochgradig peinlichen Auftritt im Big Brother Container als einen Höhepunkt seines Lebens empfand.
Das war die Nummer, wo eine Zweimetertranse dem kleinen dicken Küblböck für RTL II vor laufender Kamera und unter der Dusche den dicken Hintern rasieren durfte. Nun saß diese Arschrasierte Peinlichkeit in der einstigen Computer und Internetshow und durfte den „Stargast“ geben. Ich schätze, es gibt Nichts, womit man den Niedergang dieser einstmals interessanten Sendung besser hätte dokumentieren können.
Alle charismatischen Moderatoren sind mittlerweile mehr oder weniger fluchtartig verschwunden und durch halbe Kinder ersetzt worden, bei denen man den Eindruck nicht los wird, dass sie ehemalige Chatter von GIGA sind, die nun ihr Wirken bei dieser Sendung als eine gute Alternative zu anständiger Arbeit betrachten. Solche Fälle hat es schon zu meiner aktiven Zeit dort gegeben und es hat weder der Sendung noch der Onlinepräsenz gut getan.
Dass es auch Online Probleme geben muss, habe ich daran erkannt, dass jetzt jeder neu angemeldete Nickname in der Community nun quasi als Belohnung in der Sendung nach der Werbung auf einer Art „Tafel der Helden“ präsentiert wird. das soll wohl neue junge Dummköpfe, die scharf darauf sind, ihren Nicknamen mal im Fernsehen zu lesen, zum Mitmachen und Registrieren animieren. GIGA muss es also ziemlich dreckig gehen, aber das ist nicht unbedingt etwas Neues, denn es geht ja schon einige Jahre ziemlich steil Bergab. Völlig umsonst haben ja nicht so viele ehemalige Chatter dieser Sendung den Rücken gekehrt und den Stinkefinger gezeigt.
Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass man dort im Forum für Politik den politisch Rechten weitestgehend das Feld überlässt, die dort mit ihrem reaktionären Gefasel über politisch Linke, Ausländer und Frauen das Klima vergiften können.
Was mich aber am Meisten erstaunt, ist der Fakt, dass ein neuer Sender diese heruntergewirtschafteten Bruchstücke einer einstmals guten Idee doch tatsächlich in ein neues Programm integrieren will. Vielleicht wird dann ja auch gleich Daniel Küblböck als Moderator eingekauft. Dann muss, kann und braucht er nicht mehr gute Musiker wie Rio Reiser vergewaltigen und wäre auch endlich weg von der Straße.
Wenn es dann endlich soweit ist, wird dieses GIGA auch als Thema enden, denn man braucht dann Satellit, um die mediale Peinlichkeit GIGA über Astra empfangen zu können und ich lasse mich eher auf ein Blind Date mit der Fastbeinahekanzlerin Angela Merkel ein, als das ich mir so etwas dann anschaffe.
Denn sogar ich habe noch einige innere Grenzen!
Es hilft auch nicht viel, wenn man jetzt alte Sendungen von 1999 zeigt. Im Gegenteil, man sieht die Unterschiede!
Für die üblichen Kommentarwütigen