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Gestatten, Max!

Ich bin jetzt 10 Jahre alt und meines Zeichens ein Hund. Meine leibliche Mutter war ein Collie, mein Vater ein Schäferhund oder umgekehrt. Genau weiß ich das nicht mehr. Ich kann mich nurnoch an mein erstes Lebensjahr bei einer sehr merkwürdigen Familie mit Kleinkind erinnern, die mich unsinnigerweise auch noch Rocky nannte. Diese Familie hatte einen Jeep, mit dem sie mich und meinen jungen Magen so arg durchschüttelte, dass ich dann natürlich auch kotzen musste. So kam es dann zum Unvermeidlichen, die Familie wollte mich wegen ihres teuren Autos loswerden und ich die Familie wegen ihres nervigen Balges. So kam der Tag, der für mich mein Bester werden sollte. Man schleppte mich in das Berliner Tierheim und da war grad mein jetziges Frauchen mit ihrem Sohn in tiefer Trauer, weil sie gerade ihren Mann nach 35 Jahren Kennens begraben musste, was an sich ja nicht verkehrt war, denn der Arme war ja tot. Ihr Sohn, der auch Tiere hatte, schleppte sie ins Tierheim, um ihr einen Kater überzuhelfen, damit sie nicht so alleine ist. Das Herz der Beiden war schnell erobert, zumal der Sohn auch einen Hund aus dem Tierheim hatte, einen Mischling, der auf den griffigen Namen Alex hörte. Auch ich wurde in Max umgetauft und fühlte mich sofort wohler. Ich wurde gemocht, auch wenn ich mal in das Auto kotzte und so entwickelte sich eine ziemlich stabile Mutter/Hund Beziehung. Um einen guten Eindruck zu schinden, strengte ich mich ein wenig an und gewann für sie einen Pokal bei einem Wettbewerb der gehorsamsten Mischlingshunde. Wie erwartet, war sie dankbar und ich durfte zuhause bei ihr noch etwas mehr mit dem Kater Moritz, den sie auch aus dem Tierheim hatte, rumrandalieren. Ärgerlich war eigentlich nur Alex. Der war nichtnur stärker als ich, sondern auch noch ein Streber, der auf sein Herrchen hörte, ihn verteidigte und damit nervige Maßstäbe setzte. Nun ist Alex schon lange tot und ich der einzige Hund im Haus. Es war gut für Alex, dass er verstarb, denn sein Herrchen wurde kurz danach sehr schwer krank und war fast ein ganzes Menschenjahr im Krankenhaus. Nun geht es ihm immernoch nicht gut und er ist zuhause. In das Büro, in das Alex ihn immer begleiten durfte und von dem der so schwärmte, geht er nun auch nicht mehr. Er ist zuhause und sieht Filme und mein Frauchen kümmert sich rührend um ihn. Ich lief und laufe immer mit, weil er immer Frolic und andere Leckereien im Schreibtisch hat. Nur hat er noch den Ton an sich, auf den Alex so abgefahren ist und ich bin da sensibler, weil mein Frauchen mich verwöhnt gerade in der Beziehung sehr leicht zu überrumpeln ist. Wenn sie zu mir sagt, „ komm her oder nicht“, dann tu ich auch genau das, denn darauf ist bei mir immer Verlass und diese Eigenheit hab ich von den Katern gelernt, die mich umgeben. Die machen immer auch genau das, was sie wollen und haben damit einen ziemlichen Erfolg in der Familie, die auch inzwischen um einen neuen Partner für mein Frauchen reicher geworden ist, der sich sehr rührend um mich und Kater Moritz kümmert und stundenlang mit mir spazieren geht, wenn ich mal zu sehr drängle. Ich habe also vor neun Jahren das große Los im Tierheim gezogen und will auf diesem Wege meinem Frauchen alles Gute zum Muttertag wünschen!

Dein Max