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Ghostbuster Grimm

Terry Gilliam, nach John Cleese einer der noch aktiven Monty Pyton hat sich mit „Brothers Grimm“ nun an die Welt der deutschen Märchen gewagt und seinen Film mit Matt Damon und Heath Ledger als Wilhelm und Jacob Grimm auch recht gut besetzt. Der Plot von Prisma-Online mal wieder vorneweg:



Im französisch besetzten Deutschland herrscht zur Zeit Napoleons noch überall der Aberglaube. Daraus schlagen die Gebrüder Grimm ihr Kapital. Sobald es angeblich irgendwo spukt, treten sie gegen entsprechende Entlohnung als Geisterjäger auf. Nur dass sie den Spuk selbst inszeniert haben, ahnt niemand. Doch dann fallen sie einem General der französischen Besatzungsmacht in die Hände, der die Brüder zwingt, das mysteriöse Verschwinden mehrerer Mädchen aufzuklären. Schon bald wissen die Unerschrockenen, das sie es tatsächlich mit Mächten des Bösen zu tun haben...


Der Ansatz und die Besetzung sind ja nicht schlecht gemeint, aber aus den Gebrüdern Grimm, die als Sprachwissenschaftler in Deutschland damals Sagen und Märchen sammelten, nun Geisterjäger a la Ghostbusters zu machen, ist doch schon ziemlich gewagt.
So sind in Gilliams Version die Gebrüder Grimm im, von Napoleon besetzten Deutschland unterwegs und nehmen sich gegen Bares örtlicher Hexen und Geister an, um sie nach Bedarf zu fangen oder auch nur wo auszutreiben. Sind die örtlichen Hexen und Geister mal nicht willig genug, sich austreiben zu lassen, haben die Grimms zur Sicherheit ein paar Schauspieler im Schlepptau, die das recht effektvoll für sie erledigen. Es sind bei Gillahm also Scharlatane und Betrüger, die nebenbei noch Geschichten aus dem Volk sammeln, die dann als Grimms Märchen bekannt werden.
Der Grund für dieses Treiben liegt in ihrer Kindheit, als Willhelm Grimm (Matt Damon) mal mit "Zauberbohnen" betrogen wurde und nun betrügen sie selbst. Die beiden verdienen sich ihre Brötchen, indem sie gutgläubige Landbewohner mit großem Hokuspokus von Hexen und Dämonen befreien, bis ein französischer General dem Treiben des Hochstapler-Duos ein Ende setzt. Zur Strafe sollen die beiden in einem entlegenen Dorf, dem Geheimnis verschwundener kleiner Mädchen auf die Spur kommen. Schnell ist Schluss mit lustig. Im verwunschenen Wald mit wandernden Bäumen tummeln sich seltsame Gestalten und gefährliche Dämonen, vor allem ein Werwolf verbreitet Angst und Schrecken. Der wahre Härtetest kommt aber noch. Im steinernen Turm haust der Geist einer 500-jährigen Königin (Monica Bellucci), die frisches Mädchenblut braucht, um wieder jung und hübsch zu werden. Nicht gerade das wahre Abenteuer für die beiden Brüder. Man merkt, dass der Film für ein amerikanisches Publikum gemacht wurde, denn alle Figuren außer den Grimms sind so überzogen und meist auch so scheußlich wie die Figuren in einem Film von Federico Fellini.
Ansonsten ist es ein sehr gelungener Fantasyfilm der etwas anderen Art, der nicht nur durch seine Effekte zu überzeugen weiß. Auch Gilliams Herleitung der bekanntesten deutschen Märchen ist spannend und sehr unterhaltend. Ein Film, der selbst ein Märchen ist und ganz sicher nicht nur die Kinder überzeugt. Auch Jonathan Pryce, Peter Stormare, Monica Bellucci, Harry Gilliam und andere bekannte Gesichter tragen dazu bei. Die Gebrüder Grimm als die Ghostbuster des Mittelalters, alleine verdient schon eine Wertung von 8/10 auf meiner persönlichen Skala und eine Filmempfehlung ganz allgemein.

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