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Giganten

Der Tag begann Morgens gut gegen 15:00 Uhr, denn Torsten kündigte seinen Besuch an. Er kam und äußerte den Wunsch, Ben Folds noch mal sehen zu dürfen und danach dann die Stones. Ich hab von beiden Konzerte auf DVD. Er kannte Ben Folds genauso wenig, wie ich und das beruhigte mich etwas, denn immerhin ist Torsten ja Berufsmusiker. Wir sahen uns das praktischerweise auf dem Computer im Wohnzimmer an, da mein DVD-Player aus Bequemlichkeitsgründen im Schlafzimmer steht und Torsten mein Freund ist und keine Geliebte. Der Sound war etwas Quäkig, aber für eine große Anlage nur für DVD fehlt mir ganz einfach das Geld. Ben Folds fing also den Abend nach meinem Aufstehen an. Er saß am Flügel und begeisterte sein Publikum und uns mit den Melodien, die aus seinen Fingern perlten und mit dem dazu passenden, hochmelodischem Gesang. Ben Folds versteht es auf seine Art, sein Publikum zu begeistern und zum Mitsingen anzuregen. Ich werde ein Konzert mit ihm auf meine Liste mit Vorhaben setzen. Anders bei den Rolling Stones, die ich schon 1981 bei der Wiedereröffnung der Berliner Waldbühne erleben konnte. Die Waldbühne war 15 Jahre zu, weil sie die Fans nach einem Stoneskonzert fein säuberlich zerlegt hatten. 1981 sagte man den Stones schon nach, sie wären Rockopas und dann wären sie jetzt ja Uropas des Rock. Nun, ich hab sie inzwischen schon acht mal gesehen, davon zweimal 1999. einmal im Olympiastadion alleine und beim zweiten Mal mit Torsten in der Waldbühne. Torsten ist Schlagzeuger und war bis dahin kein Stonesfan. Das änderte sich spontan mit dem Konzert. Es begann wie das auf meiner DVD. Der absolute Mr. Cool, Keith Richard, stakste mit langen Beinen im Lichtgewitter auf die Bühne und spielte die Weltbekannten sechs Riffs von Satisfaction. Hinter ihm kam dann das Energiebündel und Mr. Sex, Mick Jagger und sang los. Die Masse jubelte. Dann kam ein Welthit der Stones nach dem anderen. Im Olympiastadion und der DVD ähnlich wie in der Waldbühne. Nur das aus rein technischen Gründen in der Waltbühne einige Effekte wegfielen, die ich Torsten nun auf der DVD nun zeigen konnte. Nach Miss You, einem großen Hit der Achtziger, öffnete sich die Bühne und ließ eine Brücke heraus, die dann zu einer Art Insel im Stadion führte, auf der die Stones dann sozusagen Publikumsnah weiterrockten. Wie nahe das war konnte man an der Masse der BHs erkennen, die auch nach 40 Jahren immer noch in Richtung Jagger geworfen wurden. Die Popularität nimmt also keinesfalls ab, obwohl die Herren alle nächstes Jahr 60 werden und Charly Watts, Schlagzeuger und der große Versöhner zwischen Jagger und Richard in den Achtzigern, ist sogar noch etwas älter. Die Urgroßväter des Rock'n'Roll dann also. Dafür sind diese alten Herren aber so was von Fit, das da kein Koksschniefender Rapper von Heute mithalten kann. Überhaupt möchte ich einen Rapper oder meinetwegen auch HipHoper sehen, der sein Publikum über Jahre und Jahrzehnte hin zu begeistern weiß. Ganz abgesehen davon, das die Stones Ohrwürmer schrieben und spielten, die einfach mal haften blieben. Mit Torsten bin ich dann so verblieben, das wir uns das wahrscheinlich letzte Konzert in Berlin gemeinsam ansehen werden. Denn während mich das Zusammenspiel von Jagger, Richard und Wood begeisterte, war Torsten völlig überwältigt von der Lässigkeit, heute heißt das wohl Coolness, mit der Charlie Watts vor sich hin trommelte und Rhythmus und Band zusammenhielt. Er sah das eben mit den Augen eines Schlagzeugers, der er ja ist. Ein Konzert der Stones ist auf jeden Fall ein Event. Für alle Altersklassen, wie freudig schon 1999 bemerkt hatte. Was Ben Folds angeht, so macht er zwar keinen Rock'n'Roll, aber er wird auf seine Art mit seiner Musik mal ein Gigant werden!