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Godforsaken

Diesen holländischen(!) Film hatte ich im Media-Markt eigentlich im Rahmen der christlichen Feiertagsbewältigung in den Korb gelegt, weil er billig war, da FSK 18, Thriller und Dolby dts draufstand. Soweit, so gut.
Nur was dann kam, war kein Thriller, sondern maximal ein Drama über den Werdegang der holländische Bende van Venlo, eine Bande von Kriminellen, die wohl 1993 das Nachbarland Holland in Angst und Schrecken versetzt hatte.
Der Plot des Films ist leicht erzählt. Der Zahnarztsohn Stan steckt offenbar tief in der Pubertät und kommt mit seinen Eltern und da vor allem mit dem Stiefvater nicht mehr klar.
Also sucht er sich neue Freunde.
Dabei gerät er an den ziemlich skrupellosen Kleinkriminellen Meikel und dessen punkigen Freund Sef, die so ziemlich vor nichts zurückschrecken und denen auch die Waffe recht locker sitzt.
Sie stehlen und rauben so ziemlich alles aus, was ihnen vor die Finger kommt und es kommt, wie es bei so etwas kommen muss und die kleine Gang wird bald zu den Vollstreckern des türkischen Paten Osman.
Eigentlich genug Stoff für einen sehr spannenden Film, aber da gebricht es den Holländern dann letztendlich bei der Umsetzung und es reiht sich bis zum absehbaren und sehr blutigen Ende der Gang Länge an Länge.
Tote gibt es zwar in Massen, aber die werden eher lieblos umgebracht. Warum Prisma-Online diesen Film dann tatsächlich noch als „Super“ empfindet, bleibt mir persönlich schleierhaft. Wenn bei einem Film jeglicher Thrill, also jede Spannung fehlt, dann greift die Bezeichnung „Thriller“ für diesen Film eigentlich schon ins Leere.
Sämtliche Schauspieler waren mir völlig unbekannt, aber wer kennt schon einen Schauspieler aus Holland? Ich kenne keinen und es hat mich zumindest da auch keiner überzeugen können.
Der Ton war zwar nettes Dolby dts, aber auch das geht ins Leere, wenn es dem Film an Handlung mangelt, die ein solches Feature erst sinnvoll machen würde. Also die Holländer haben es nicht so mit der Spannung im Film.
Schon erstaunlich das so etwas selbst die Franzosen besser bringen, denn ihr „High Tension“ war geradezu Nervenzerfetzend spannend bis zum Schluss.
So werde ich „Godforsaken“ meinem jungen Freund überlassen, der mich von der polnischen Grenze mit sehr preisgünstigen Zigaretten versorgt. Sehr gut möglich und sogar wahrscheinlich, dass er dem Film mehr abgewinnen kann, als ich.