About me
   Verfasstes
   Internetfamilie
   Fotos
   Friends
   Tiere
   Links
   Guestbook
   Diverse Bilder
Goldene Zeiten

Die Union, die ja alles so ganz anders machen will, als die SPD, steckt in den Fesseln ihrer eigenen, politischen Beständigkeit und gedenkt genau da weitermachen, wo die SPD mit ihrer CDU Politik für Laien aufgehört hat. Sie will das Geld der Bürger.
Nur nicht etwas von den Reichen, die es ja ganz zufällig schon hätten, sondern die aktuelle Idee, der der stellvertretenden CDU-Vorsitzenden und baden-württembergische Kultusministerin Annette Schavan in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“ von den offensichtlich ziemlich kalten Lippen perlte, betrifft erst einmal die, die noch gar kein Geld haben, sie zielt auf die Gruppe von Bürgern, die eigentlich erst noch einen Beruf lernen wollen, sie trifft die Lehrlinge, auf neudeutsch Azubis genannt.
Man will deren BAföG nicht etwa nur kürzen, sondern man will es gleich ganz abschaffen. Dieses Geld nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz von 1971, welches jeder junge Mensch in Anspruch nehmen kann, der in Deutschland einen Beruf erlernen will, soll nach den Vorstellungen der Union nach ihrem geplanten Wahlsieg 2006 als der Vergangenheit angehören.
Somit wäre die Katze also aus dem Sack und die Sparerei auf Kosten des Volkes geht munter weiter, völlig egal, wer nun den Kanzler stellt.
Nach den Studenten sollen also nach den Plänen der Union jetzt auch die „normalen“ Azubis dran glauben und zahlen und jede Ausbildung ist nun wieder eine Sache des Geldes.
Wie vor den „Goldenen Zeiten“ des letzten Jahrhunderts und wie in den Jahrhunderten davor. Bildung und gerade Ausbildung ist dann nur wieder etwas für Reiche.
Ein unheimlich cleverer Plan in einer Zeit, in der es sowieso kaum noch Ausbildungsplätze gibt. Jede aktuelle Kritik am jetzigen Kanzler und dessen finanziellen Plänen erweist sich schon jetzt als Wahlkampf pur und ansonsten als nackte Heuchelei.
Nachdem nun Kanzler Kohl in seinen 16 Jahren Amtszeit das Geld mit beiden Händen so ausgegeben hat, als würde es nie enden können und jedes Wahlversprechen elegant gebrochen hat und sein Nachfolger auch nicht unbedingt besser ist, weiß auch der letzte Arbeitslose in Deutschland, das die fetten Jahre ein für allemal vorbei sind.
Nun hat sich aber irgendwie noch immer nicht herumgesprochen, das nicht die Politiker die Arbeitsplätze schaffen, völlig egal, wer da wie regiert, sondern noch immer die Chefs der Unternehmen.
Nur die zeigen sich dickköpfig und haben irgendwie partout keine Lust dazu, obwohl sie Gewinne in Milliardenhöhe zu verzeichnen haben. In dieser Zeit der absoluten Unfähigkeit der demokratischen Parteien meldet sich eine verfaulte Frucht zurück, die das deutsche Volk in 60 Jahren mit Erfolg verdrängt zu haben glaubte und die Nazis erwachen aus ihrem Schlaf und Preisen sich als Rettung.
Man soll sie einfach nur wählen und mit etwas Stolz auf Deutschland und einer ungesunden Portion Nationalgeist würden sich alle Probleme in deutschem Wohlgefallen auflösen. So kann es kommen, das schon wieder ein gewählter Landtagsabgeordneter der NPD in Leipzig auf Bauernfang gehen und ganz nebenbei auch gleich noch deutsche Gebietsansprüche an Italien, Polen und die Tschechei machen kann und wörtlich: „Wenn es im Guten nicht geht…“ auch schon mal einen kleinen, freundschaftlichen Krieg anbieten kann.
Das bringt zwar auch keinen einzigen deutschen Arbeitsplatz mehr, aber die Braunen sitzen wenigstens wieder in deutschen Parlamenten. Wirklich goldene Zeiten für die Nazis.